eppzirler alm von vorne
Hubert Gogl
Hubert Gogl
Wandertipp

Gemütlich zur Eppzirler Alm

Die Eppzirler Alm (1.459 m) liegt malerisch im hintersten Eppzirler Tal, dem westlichsten Seitental des Karwendel. Die Wanderung ist problemlos und einfach und folgt dem breiten Schotterweg. Ein Ausflug für Groß und Klein und bei jeder Witterung.

Almenidyll im hintersten Tal

Wunderschöne Almböden, umrahmt von schroffen Karwendelgipfeln, die sich im Halbrund stolz präsentieren und sozusagen im Brennpunkt residieren die Almgebäude der Eppzirler Alm (1.459 m). Dieses idyllische Ensemble versteckt sich im hintersten Eppzirler Tal, das von Gießenbach (kurz vor Scharnitz) nach Süden zieht. Die Strecke wird zwar von relativ vielen Radfahrern befahren, allerdings gilt derzeit (09/2020) für Fahrräder Fahrverbot.

die eppzirler alm mit dem talschluss
Hubert Gogl
Eppzirler Alm (1.459 m) – Im Hintergrund: Erlspitze (li, 2.405 m), Kuhlochspitze (re, 2.297 m)

Charakter: einfache Wanderung auf breitem Schotterweg
Entfernung: 6,3 km, 418 Hm ↑ bis zur Alm; ca. 2 Std. Gehzeit; insgesamt 3 ½ – 4 Std. Gehzeit, 12,5 km
Ausgangspunkt: Gießenbach (1.030 m); Parkplatz am Taleingang; Bahnhof Gießenbach
Öffentliche Anreise: ab Innsbruck mit dem Zug direkt zum Ausgangspunkt

Gut versteckt und leicht zu erwandern

Der Beginn des Eppzirler Tales lässt nicht erahnen, welch schöner Platz sich im hinteren Tal verbirgt. Heraußen in Gießenbach ist der Eingang des Tales eng und eher abweisend. Der Gießenbach zwängt sich dort durch die Gießenbachklamm und verwehrt den Blick ins Eppzirler Tal.

Die Wanderung zur Eppzirler Alm ist einfach und nicht allzu anstrengend. Vom Ausgangspunkt zieht durchgehend ein Schotterfahrweg bis zur Alm. Über weite Strecken ist der Weg gemächlich ansteigend. Nur ein kürzerer Abschnitt ist etwas steiler. Insgesamt eignet sich die zweistündige Wanderung damit auch als Familienausflug.

eine familie mit kindern wandernd taleinwärts mit schroffen bergen im hintergrund
Hubert Gogl
Auch für den Familienausflug ideal!

Zum Startpunkt mit Auto oder Bahn

Die Tour ins Eppzirler Tal startet im Scharnitzer Weiler Gießenbach. Von Seefeld kommend wird der Weiler ca. 2,5 km vor Scharnitz erreicht. Fast direkt an der Hauptstraße ist am Eingang des Tales der gebührenpflichtige Parkplatz (Parkgebühr € 4.- pro Tag, ab Mittag Halbtagesticket € 3.-). Gießenbach hat auch eine Bahnhaltestelle der Mittenwaldbahn. Der Bahnhof ist direkt am Ausgangspunkt.

Wanderung zur Eppzirler Alm

Schnurstracks, anfangs eng ins Tal

Die Route ins Eppzirler Tal bringt keinerlei Orientierungsschwierigkeiten mit sich. Man folgt stets der Schotterstraße (Fahrverbot ausgenommen Berechtigte, auch für Fahrräder besteht das Fahrverbot) ins Tal. Der erste Teil des Weges führt durch die Giebenbachklamm. Der Gießenbach teilt sich mit dem Fahrweg den engen Talgrund, von dem links und rechts steil die schottrigen Flanken nach oben ziehen. Bald schon wird es etwas weiter, aber man wandert weiterhin am beruhigend rauschenden Gießenbach entlang talein. Nach knapp 3 km, nach ca. 1 Stunde Gehzeit zweigt verzweigt sich bei einer Brücke der Weg. Links ansteigend zieht die Straße zur Oberbrunnalm (1.523 m). Die Wanderer, Wanderinnen zur Eppzirler Alm halten queren die Brücke und setzen ihren Weg geradeaus ins Tal fort (bestens beschildert).

Das hintere eppzirler tal zeigt sich erstmals mit den schönen berggipfeln
Hubert Gogl
„Endlich“ wird’s offener – stolz präsentieren sich hinten die Freiungspitzen (2.332 m)

Erst spät öffnet sich das Eppzirler Tal

Von der Brücke an ist der Weg für kurze Zeit deutlich steiler als auf dem ersten Teil. Hier hat sich auch der Bach verabschiedet und macht der Stille und erholsamen Ruhe des Waldes Platz. Erst spät (fast 5 km) beginnt sich das Tal zu „weiten“ und lässt damit die Pracht des Talkessels erahnen. Die Zacken der Erlspitzgruppe (westlichster Teil des Karwendelgebirges) zeigen sich nach und nach am Horizont. Im Tal gibt es erste Almböden. Etwas links haltend leitet der Weg schließlich hinauf zu den Almgebäuden der Eppzirler Alm (1.459 m).

die Eppzirler alm von vorne gesehen und dahinter die schroffen gipfel
Hubert Gogl

Alpines Ambiente

Die Freiungen, so werden von einigen die Gipfel der Erlspitzgruppe vereinfachend genannt, umgeben den Talschluss. Etwas genauer gesagt sind es die Gipfel der Erlspitzgruppe, die sich schroff im Halbrund des Talschlusses formieren. Die namensgebende Erspitze (2.405 m) ist direkt hinter der Alm, die allerdings nur ambitionierten Berggehern anzuraten ist (Klettersteig ab der Eppzirler Scharte). Die Freiungspitzen sind etwas westlicher von der Kuhlochspitze und sind für den Freiung-Höhenweg zwischen der Reither Spitze und dem Solstein Haus namensgebend. Man genießt in oder auf der Terrasse der Eppzirler Alm die Szenerie und wandert dann auf bekanntem Weg wieder zurück nach Gießenbach.

Sendungshinweis

„Hallo Wochenende“, 4.9.2020

Hubert Gogl wünscht einen schönen Ausflug zur Eppzirler Alm!

Eppzirler Alm – Tel. +43/664/9379033 – geöffnet bis ca. Ende Oktober