Vorbergalm
Hubert Gogl
Hubert Gogl
Radltipp

Mit dem MTB ins Voldertal/Steinkasernalm

Das wildromantische Voldertal ist das Ziel für Radfahrer, das auch bei hochsommerlichen Temperaturen geeignet ist. Im hintersten Voldertal wartet die unbewirtschaftete Steinkasernalm (2.002 m) mit einem Selbstbedienungsgetränke-Service und einem traumhaften Ausblick zum Karwendel.

Viele der Mountainbiker, die ins Voldertal aufbrechen, sind mit dem E-Bike unterwegs, denn die Forststraße wartet mit ordentlichen Steilabschnitten auf die radelnden Besucher. Das insgesamt ca. 13 km lange Voldertal zieht von Volders südwärts und stößt im Süden an das Navistal. Östlich wird es vom Wattental, westlich vom Arz- und Viggartal begrenzt.

Blick vom Melkboden talauswärts
Hubert Gogl
Das Voldertal von den Melkböden: Unten viel Wald und oben Almgelände, hier die Alm Steinkasern

Ein unbesiedeltes Tal, das im vorderen Teil einen geschlossenen Wald hat und weiter hinten herrliches Almgelände bietet. Das Mountainbike ist sicherlich die beste Möglichkeit, sich diesen schönen Winkel anzusehen. Dank des E-Bikes sind inzwischen deutlich mehr Radfahrer im schönen Voldertal anzutreffen.

Vorbergalm
Hubert Gogl
Das E-Bike lässt wieder mehr Radfahrer kommen, hier bei der Vorbergalm

Charakter: Forststraße mit sehr steilen Abschnitten
Entfernung: Auffahrt bis zur Steinkasernalm 9,2 km, 900 Hm
Ausgangspunkt: Parkplatz Volderwildbad (1.104 m)
Kartenausschnitt:

Start am Großvolderberg

Von Volders fährt man auf den Großvolderberg bis zum Parkplatz Volderwildbad (ca. 8 km; gebührenfrei). Hier beginnt die Fahrt ins Voldertal. Alternativ kann man auch mit dem Auto noch 4 km weiter bis zum Parkplatz Nößlach oberhalb der Voldertalhütte fahren. Für diese Strecke ist eine Maut zu entrichten. Rund 400 m vor Volderwildbad gibt es einen Ticketautomaten (€ 4.- für ein Tagesticket).

Dem kühlenden Bach entlang ins Voldertal

Die Forststraße beginnt beim Parkplatz sofort mit einer ordentlichen Steigung – ein kleiner Vorgeschmack für die immer wiederkehrenden Steilabschnitte. Allerdings kommen auch immer wieder kürzere Abschnitte, auf denen man sich etwas erholen kann.

Voldertalhütte
Hubert Gogl
Die Voldertalhütte am Bach unterhalb der Voldertalstraße

Voldertalhütte

Nach 3 km (270 Hm) gehts rechts ab zur Voldertalhütte (1.376 m), die etwas unterhalb der Fahrstraße am Voldertalbach steht. Das Ziel für viele Wanderer oder auch für jene, denen die Anstrengungen bis hier her genügen. Die Schönheit des Voldertales erschließt sich allerdings erst hinter der Schutzhütte der Naturfreunde. Nach knapp einem weiteren Kilometer wird der Parkplatz Nößlach erreicht, ab dem ein allgemeines Fahrverbot gilt.

Kurz hinter dem Parkpkatz bei der ehemaligen Nößlachalm
Hubert Gogl
Knapp hinter dem Parkplatz Nößlach

Sendungshinweis:

„Hallo Wochenende“; 26.7.2019

Erste Almhütten

Wenige Meter hinter dem Parkplatz öffnet sich das Tal etwas. Die Forststraße hat gegenüber dem Bach etwas an Höhe gewonnen. Rechts zeigen sich erste Almhütten – es ist das sogenannte Dörfl (ca. 1.400 m). Die Fahrt geht weiter ins Tal und man gewinnt in Kehren an Höhe und erreicht damit die Lichtung der Vorbergalm (1.668 m). Eine erste freie Almsiedlung in schönster Aussichtslage. Talauswärts präsentiert sich erstmals jenseits des Inntales der Bettelwurf.

Vorbergalm mit Bettelwurf
Hubert Gogl
Blick zurück zur Vorbergalm mit Bettelwurf

Steilanstieg zur Steinkasernalm

Nach der Vorbergalm begleitet die Radler wiederum Wald, teils ein schöner Zirbenwald, bei ihrem Weg in den Talschluss. Im Bereich vom „Klausboden“ (ca. 1.800 m) kommt nochmals ein Flachstück zum Erholen, bevor der anstrengende Schlussanstieg zur Steinkasernalm zu bewältigen ist. Mit Erreichen vom Klausboden öffnet sich auch das freie Almgelände des weitläufigen Talschlusses.

Kühe bei Bach
Hubert Gogl
Kühe am flachen Klausboden auf 1.820 Metern Seehöhe

Steinkasernalm – Selbstbedienung aus dem Brunnen

Nach ca. 9 km ist die kleine Almsiedlung der Steinkasernalm (2.002 m) erreicht. Die Lage der Alm ist bestechend: Man blickt wie von einem Logenplatz über das Voldertal nordwärts. Draußen fängt der Blick die schroffen Felsen des Karwendel im Bereich vom Bettelwurf. Hinten im Tal begrenzen unter anderem das Rosenjoch (2.796 m), die Grünbergspitze (2.790 m), die Grafmartspitze (2.720 m), die Naviser Sonnenspitze (2.619m) den Talschluss.

Steinkasern-Alm
Hubert Gogl
Die Steinkasernalm

Die Steinkasernalm bietet keine klassische Bewirtung, allerdings gibt es für die Besucher im Brunnen gekühlte Erfrischungen. Ein Service, das dank der Ehrlichkeit der Durstigen schon seit Jahren besteht.

Brunnen mit Getränken
Hubert Gogl
Brunnen mit Getränken zur Selbstbedienung auf der Steinkasernalm

Draufgabe – weiter zu den Melkböden

Von der Steinkasernalm zieht ein Fahrweg noch weiter bergan. Wer genügend Kondition oder Akkuleistung hat, nimmt die letzten 1,7 km (210 Hm) hinauf zu den Melkböden (2.2.10 m) noch in Angriff. Ein flacher Boden auf dem, wie sich aus dem Namen erschließt, wohl früher die Kühe gemolken wurden. Von hier ist es zu Fuß nicht mehr allzu weit zum Naviser Jöchl (2.479 m), dem niedrigsten Übergang ins Navistal.

Auf den Melkböden
Hubert Gogl
Auf den Melkböden mit Blick zum Naviser Jöchl

Hubert Gogl wünscht einen schönen Radlausflug ins Voldertal!