Verpeilhütte
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Wandertipp

Wanderung ins Verpeil/Kaunertal

Das wildromantische Verpeil eignet sich hervorragend für einen gemütlichen Familienausflug und mit etwas mehr Anstrengung lässt sich problemlos der Hausberg der Verpeilhütte, der Madatschkopf erreichen.

Das Verpeil ist ein herrlicher Bergkessel mit einer wilden Felsszenerie oberhalb von Feichten. Dank einer Forststraße lässt sich die Verpeilhütte auch für nicht extreme Bergsteiger und Wanderer relativ leicht und schnell erreichen. Sogar mit kleineren Kindern ist die Verpeilhütte ein ideales Ziel für einen Familienausflug.

Verpeilhütte Ansicht
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Die Verpeilhütte auf 2.025 m

Die wildesten und schönsten Gipfel des Kaunergrates versammeln sich rund ums Verpeil, oberhalb der Verpeilhütte. Schweikert, Gsallkopf, Rofelewand, Schwabenkopf, Verpeil- und Watzespitze recken sich dort oben ins Himmelsblau. Eine eindrucksvolle Szenerie, die nicht nur Extrembergsteigern vorbehalten ist, denn die Verpeilhütte und der Madatschkopf sind relativ leicht und schnell zu erreichen, dank einer offiziell befahrbaren Forststraße.

Rast Aufsteiger
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Rast am Weg zum Madatschkopf

Charakter: einfache Hüttentour, bzw. leichter Gipfelanstieg in großartiger Umgebung
Entfernung: Verpeilhütte – max. 1 Std; 250 Hm
Madatschkopf – insgesamt 3 – 4 Stunden; 1.000 Hm
Ausgangspunkt: Parkplatz unterhalb der Verpeilalm (1.780 m)

Von Feichten mit dem Auto zur Verpeilalm

Sie fahren ins Kaunertal bis nach Feichten. Direkt beim Tourismus-Info-Büro biegen Sie links ab und kommen so zur Forststraße ins Verpeil. Ein Fahrverbot-Schild hat inzwischen keine Gültigkeit (Auskunft der Hüttenwirtin und anderer Personen). Über die 4,5 km lange und etwas ruppige Forststraße gelangen Sie zum Parkplatz (1.780 m) unterhalb der Verpeilalm (1.802 m).

Spaziergang zur Verpeilhütte

Durch herrlichen Lärchen- und Zirbenwald gehts am Steig (schöner!) oder auf einem Fahrweg gemütlich ansteigend zur Verpeilhütte. Bereits nach einer 1/2 bis maximal 1 Stunde erreichen Sie die herrlich gelegene und sympathische Schutzhütte auf 2.025m im Kessel unterhalb schroff aufragender Gipfel.

Verpeilhütte mit Steig
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Ideales Gelände zum Spielen für Kinder

Der Aufstieg bis zur Verpeilhütte eignet sich hervorragend für einen Ausflug mit Kindern – nicht nur der Länge wegen, sondern auch aufgrund des kinderfreundlichen flachen Geländes rund um die Hütte. Vor allem das kleine Bächlein ist zum Spielen bestens geeignet.

Damen weiter mit Rofele und unten Verpeilhütte
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Tief unten die Verpeilhütte. Der Felszack hinten ist die Rofelwand.

Beeindruckendes Ambiente

Die allermeisten der umgebenden Gipfel der Verpeilhütte sind Alpinisten mit viel Erfahrung vorbehalten. Eine Ausnahme stellt der beliebteste Gipfel – der Madatschkopf (2.783 m) dar. Von der Hütte aus rechter Hand, in Richtung Süden steigt ein relativ sanfter Hang zum großen Gipfelkreuz am Madatschkopf an. Der Aufstieg (780 m ab Hütte) weist am gut markierten Steig keine besonderen Schwierigkeiten auf und lässt sich in 2 bis 2,5 Stunden bewältigen.

Frauen wandern, Foto 5
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Im Hintergrund die Madatschtürme und die Watzespitze

Auf den Madatschkopf

Sie queren bei der Hütte den Bach und steigen kurz im lichten Zirbenwald und im Almrosengelände auf, um dann über einen ausgeprägten, mit Almrosen bewachsenen Moränenrücken in Richtung der spitzen Madatschtürme aufzusteigen. Auf Höhe von 2.320 m zweigt der Gipfelanstieg nach rechts beschildert ab. Links führt der Weg am E 5 weiter zur Kaunergrathütte im Pitztal.

Gipfel Verpeilhütte
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Am Madatschkopf – 2.783 m

Sendungshinweis:
„Hallo Wochenende“, 19.7.2019

In Serpentinen, nie allzu steil zieht der Steig jetzt im felsigen Gelände hinauf zum Gipfel. Mit Erreichen des Madatschkopf (2783 m) öffnet sich ein atemberaubender Ausblick auf die höchsten Gipfel des Kaunergrates, dessen Gipfel wie Himmelsleitern zum Greifen nahe sich vor Ihnen aufbauen. Im Süden glitzern die vergletscherten Gipfel der Weißseespitze und der Weißkugel, während im Norden vor allem die Parseierspitze sich am Firmament von den anderen Gipfel als einziger 3000er der nördlichen Kalkalpen abhebt.

Hubert Gogl wünscht einen schönen Bergtag im Verpeil!