Schneerosenwanderung Kufstein

Der Stadtberg von Kufstein bietet mit der Schneerosenblüte ein besonderes Schauspiel, das viele Wanderer aus Nah und Fern erfreut. Die Frühlingsboten erblühen im schattigen Wald tausendfach vom Stadtrand bis zum Brentenjoch.

Die Schneerose, auch Christrose genannt, zählt zu den Hahnenfußgewächsen. Alle Teile der Pflanze sind giftig. Die Pflanzen werden bis zu 30 cm groß. Die Blüten sind zu Beginn schneeweiß und verfärben sich im Laufe der Blüte ins rötliche. Die Blütezeit kann bereits im November einsetzen. Die Hauptblütezeit ist von Februar bis in den Mai hinein, abhängig vor allem von der Schneelage. Der Standort ist an das Kalkgebirge gebunden in lichten, eher schattigen Mischwäldern.
Die Schneerose steht unter Schutz.

Die Schneerosenblüte am Kufsteiner Stadtberg ist eine der üppigsten im Ostalpenraum. Der karge, braune Waldboden wird durch die Frühlingsboten erhellt - dicht stehen die rund 20 cm hohen Schneerosen mit ihren schneeweißen Blüten an den schattigen Hängen und erfreuen die Wanderer. Das relativ dichte Wegenetz ermöglicht mehrere Varianten, um die Kufsteiner Schneerosenblüte zu erleben. Die großen Schneemengen des Winters 18/19 verzögern derzeit (5.4.) die Schneerosenblüte oberhalb der Duxeralm (897 m). Neben den Schneerosen erfreuen am Stadtberg auch blühende Leberblümchen, Veilchen, Huflattich und Erika.

Schneerosen

Hubert Gogl

Schneerosen, auch Christrosen genannt

Charakter: einfache, genussvolle Wanderung auf guten Wegen und Steigen
Entferung: rund 3 Std., ca. 6 km, 500 Hm ↑↓
Ausgangspunkt: Kufstein, Parkplatz Holzlagerplatz, Ortsteil Mitterndorf

Karte:

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Ausgangspunkt

Am „Holzlagerplatz“ (545 m) im Kufsteiner Ortsteil Mitterndorf beginnt der Forstweg in Richtung Duxeralm und Aschenbrennerhaus. Dort gibt es, unmittelbar vor dem Schranken, Gratis-Parkmöglichkeitn. Man folgt diesem Forstweg. Schon bald tauchen neben dem Fahrweg die ersten Schneerosen auf. Auch mit Abkürzungsmöglichkeit wird die Waldkapelle erreicht und später die sogenannte „Krampuswand“. Dort verzweigt sich der Forstweg in Richtung Duxeralm (897 m) und zum Aschenbrennerhaus (1135 m). Am Weg zum Berghaus Aschenbrenner blühen natürlich auch zahlreiche Schneerosen und es gibt oben auch die Möglichkeit zur Einkehr. Zu bedenken ist nur, dass derzeit (5.4.19) mit Schneeresten zu rechnen ist und die Runde über den Schneerosenweg abwärts zur Duxeralm die Schneerosen noch unter einer dicken Schneedecke auf ihr Frühlingserwachen warten müssen.

Schneerosen

Hubert Gogl

Leberblümchen in lila und weiß zeigen sich auch

Richtung Duxeralm

Von der Krampuswand an der Forstwegverzweigung folgt man dem Forstweg in Richtung Duxeralm. Die Alm hat im April an den Wochenenden geöffnet, bei Schönwetter schon ab Mittwoch. Wer bis zur Duxeralm geht, der muss allerdings dann wieder ein Stück zurück gehen, denn oberhalb der Alm ist, wie bereits erwähnt, der ausgeschilderte Schneerosenweg noch im Schnee.

Schneerosen

Hubert Gogl

GH Hinterduxerhof

Abstieg zum Gasthaus Hinterduxerhof

Am Weg zur Duxeralm wird die Abzweigung (875 m) zum Hinterduxerhof (760 m) erreicht. Wer also nicht bis zur Duxeralm aufsteigt, kann auf diesen Fußweg einbiegen und den Abstieg antreten. Über einen sehr schönen Hohlweg geht’s bergab. In diesem Bereich blühen allerdings keine Schneerosen. Man erreicht eine große Lichtung mit dem schön gelegenen Gasthaus (Montag Ruhetag).

Schneerosen

Hubert Gogl

Die Schneerosen bringen Leben ins Braun des Waldes

Über das Duxer Köpfl nach Kufstein hinunter

„Schneerosentechnisch“ empfiehlt sich der Abstieg vom Hinterduxerhof über das Duxer Köpfl (778 m). Vom Gasthaus geht man dazu etwas rechts haltend den gut beschilderten Weg am Hang hinaus (Wegweiser: Duxer Köpfl, Musikantenrast, Marienkapelle). Noch vor den ersten Schneerosen gibt es einen der schönsten Ausblicke auf Kufstein bei der Marienkapelle. Danach kommt man zur Vorderdux und dann im etwas steileren Abstieg tauchen im schattigeren Bereich wieder Schneerosen links und rechts des schönen Steiges auf.

Schneerosen

Hubert Gogl

Der Blick auf die Festungsstadt von der Marienkapelle

Sendungshinweis:

„Hallo Wochenende“; 5.4.2019

Am Hörfarterweg zum Ausgangspunkt

Mit Erreichen der Tallage, kann man natürlich am Stadtrand auf den öffentlichen Straßen zum Holzlagerplatz zurück wandern. Empfehlenswerter ist allerdings, wenn man links ansteigend dem, leider nicht beschilderten Hörfartersteig westwärts folgt. Dieser Steig verläuft etwas erhöht im Waldrand und mündet dann im Bereich des Madersperger Denkmals (Erfinder der Nähmaschine) auf die öffentlichen Straßen. Von dort geht’s stets am oberen Stadtrand zum Ausgangspunkt (knapp 6 km, 500 Hm ↑↓, ca. 3 Std. ohne Duxeralm).

Schneerosenwanderung

Hubert Gogl

Im Fortlauf der Blüte werden die Blüten rötlich

Hubert Gogl wünscht eine schöne Schneerosenwanderung im Kufsteiner Stadtwald!