Wahl zum Hörspiel des Jahres 2018

Neben 21 Produktionen aus Wien befinden sich auch zwei Tiroler Hörspiele im Rennen um das Hörspiel des Jahres. Die Wahl läuft bis 10. Jänner, am 23. Februar wird der Sieger bekannt gegeben.

Tirol ist bei der Wahl zum Hörspiel des Jahres mit Produktionen von Felix Mitterer und Egon A. Prantl prominent vertreten.

„ Felix Mitterers „Märzengrund“

Elias will nicht mehr. Er kann das Leben im Dorf nicht mehr ertragen. Er stellt sich gegen den Druck seiner Familie, dem Vater als Bauer nachzufolgen. Immer zu funktionieren, weil das immer schon so war. Nein, Elias will das nicht. Er will nur hinauf in den Märzengrund, ein Hochgebiet am Stummerberg. Dort lebt er 40 Jahre und will nie mehr zurückkehren.

Wie er das karge Leben dort meistert, wie er immer mehr eins mit der Natur wird und sein Umfeld auf seine radikale Verweigerung reagiert, das erzählt Felix Mitterer in großer Poesie, die er seiner Umsetzung einer wahren Geschichte zu Grunde gelegt hat.

Hörspielaufnahmen im Zillertal

ORF

Mitgewirkt hat ein wunderbares Zillertaler Ensemble: Heinz Tipotsch, Martha Brugger, Magdalena Wurm, Elisabeth Angerer, Bernhard Eberharter und Gebhard Eberhart.
Wesentliche Teile des Stückes entstanden an Originalschauplätzen im Märzengrund. Maria Ma hat im Studio ihre für das Hörspiel komponierte Musik selbst am Hackbrett eingespielt. Als Tontechniker trug Michael Mangweth wesentlich zum Klangerlebnis bei.

„Schande. Blut. Krieg“ von Egon A. Prantl

Drei höchst unterschiedliche Personen treffen aufeinander: Hollywoods erstes Sexsymbol, Jean Harlow, ein namenloser Veteran und der Killer Babyface Nelson, einer der skrupellosesten Gangster der amerikanischen 30er Jahre. Draußen herrsche Krieg, sagen sie in ihrem Versteck, das dem Oval Office des amerikanischen Präsidenten auf‘s Haar gleicht. Aber was ist das für ein Krieg? Prantl rechnet, umwittert von Musikzitaten und Klängen, zornig und voll dunklem Humor mit Auswüchsen der westlichen Gesellschaft, ihren Macht- und Gewinnmechanismen ab, dem Millionen Menschen zum Opfer fallen. Und auch ein Präsident der Vereinigten Staaten hat dabei groteske Auftritte, die nicht Fakenews sind.

Egaon a Prantl

ORF

Mit uns im Bunker „Studio“ und damit in Egon A. Prantls wie immer höchst fordernden Text waren Brigitte Jaufenthaler (Jean Harlow), Günter Lieder (Veteran) und Dietmar Mössmer (Babyface Nelson). Für artistische Tontechnik & Schnitt zeichnet Peter Kircher.

Einsendeschluss am 10. Jänner

Genaue Informationen über alle Hörspiele des Bewerbs finden Sie auf der Internetseite von Ö1. Sie können Ihren Favoriten auch via Postkarte küren: ORF Hörspiel, Argentinierstraße. 30a, 1041 Wien. oder via E-Mail: hoerspiel@orf.at.

Am 23. Februar wird das Siegerstück bei der „Ö1-Hörspielgala“ im Wiener Funkhaus bekanntgegeben. Um ein möglichst repräsentatives Ergebnis zu erreichen, bleiben offensichtliche „Kampagnen“ unberücksichtigt. Unter den Einsendungen werden 30 ORF-CDs verlost.

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