Bergtour Hundskopf / Gnadenwald

Eine kurze, aber nicht zu unterschätzende Bergtour bietet der Hundskopf (2.243 m) oberhalb der Hinterhornalm bei Gnadenwald. Der abschließende Anstieg über den felsigen Ostgrat ist anspruchsvoll und erfordert Trittsicherheit.

Charakter: kurze, aber anspruchsvolle mit Drahtseilen versicherte Bergtour
Entfernung: Aufstieg ca. 2 Stunden, 720 Hm
Ausgangspunkt: Hinterhornalm (1.522 m) oberhalb von Gnadenwald

Kartenausschnitt:

JPG (1.0 MB)

Der Hundskopf ist der östlichste Felsgipfel der Halltal-Gleirschkette im Karwendel oberhalb von Gnadenwald. Der Anstieg zu diesem schönen Gipfel erfordert sicheres Berggehen im teils ausgesetzten Gelände und teils auf nicht ganz festen Steigabschnitten, bringt aber jenen Berglern, die den Ansprüchen gewachsen sind, herrlichste Aus- und Tiefblicke auf das mittlere Inntal zwischen Schwaz und Innsbruck und auf die Berge zwischen dem Wilden Kaiser und den höchsten Gipfeln der Stubaier Alpen. Die Route über den markierten Ostgrat ist seit einigen Jahren im obersten ausgesetzten Bereich drahtseilversichert. Wer also nicht ganz trittsicher ist, der kann sich mit einem Klettersteigset behelfen.

Hundskopf Bergtour

Hubert Gogl

Kurz nach dem Start oberhalb der Hinterhornalm

Start Hinterhornalm

Der Ausgangspunkt ist bei der Hinterhornalm (1522m). Von Gnadenwald erreicht man die bewirtschaftete Alm über die mautpflichtige Bergstraße (fünf Euro). Die Straße zweigt beim Gasthof Speckbacher ab. Direkt von der Hinterhornalm geht’s gleich steil bergwärts in Richtung Hundskopf, der sich oben eindrucksvoll zeigt. Der Name des Felskopfes kommt nicht von ungefähr. Bei richtiger Standortwahl und etwas Phantasie lässt sich nämlich die Form eines Hundekopfes erkennen – zum Beispiel am Start der Bergtour.

Hundskopf Bergtour

Hubert Gogl

Der felsige Gipfel - mit etwas Phantasie ist ein Hundskopf zu erkennen

Sendungshinweis:

„Hallo Wochenende“; 16.11.2018

Zu Beginn Wald und Latschen

Der erste Teil des Aufstieges führt südseitig durch Wald- und Latschengelände bergan. Mit Erreichen des ersten Schotterhanges wird es steiler und felsig. Der nicht übermäßig markierte, aber nicht zu verfehlende Steig zieht auf den Ostgrat, der nach Osten zur Walderalm abfällt. Nach Norden bricht das Gelände ungemein steil mit teils gähnendem Tiefblick ins Vomperloch ab. Der Steig folgt nun dem Ostgrat westwärts ansteigend.

Im Bereich einer markanten, geschlichteten Steinpyramide verzweigt sich der Steig. Nach rechts, also nordseitig, leitet der Steig zum Felix-Kuen-Klettersteig (auf einem Stein am Grat sieht man nochmals einen Pfeil nach rechts mit der Aufschrift KS, also Klettersteig). Der „Normalweg“ hält sich stets an den Ostgrat und weicht immer wieder etwas links- also südseitig aus.

Hundskopf

Hubert Gogl

Am Ostgrat zum Hundskopf - unten die Walderalm, dahinter links der Hochnissl

Drahtseil gibt Sicherheit

Im oberen Bereich wurde dann der Steig mit einem Drahtseil bestens versichert und zwar so, dass im Zweifelsfall auch ein Klettersteigset gut benutzt werden kann. Schließlich erreicht man über den „Hinterkopf des Hundes“ das Gipfelkreuz am Hundskopf (2.243 m, 720 Hm, ca. 1 ¾ - 2 Stunden). Der Bergler darf sich dort oben an einem großartigen Panorama erfreuen. Während „hinten“, also nordseitig das wilde Vomperloch mit den Bergen von der Grubenkarspitze bis zum Hochnissl posieren, spannt sich nach „vorne“ ein breites Bergpanorama zwischen dem Wilden Kaiser und den vergletscherten Gipfeln der Stubaier Alpen. Unten präsentiert sich das Inntal zwischen Schwaz und Innsbruck.

Hundskopf Bergtour

Hubert Gogl

Hundskopf (2.243 m) - Blick südwestwärts

Auch im Abstieg anspruchsvoll

Der Abstieg auf bekanntem Weg erfordert nochmals höchste Konzentration und Vorsicht, um wieder sicher den Ausgangspunkt bei der Hnterhornalm zu erreichen. Die Hinterhornalm hat, solange das Wetter hält, täglich geöffnet (Stand 16.11.18).

Hubert Gogl wünscht einen schönen Bergtag mit der zivilisationsnahen, aber nicht zu unterschätzenden Karwendel-Bergtour auf den Hundskopf!