„Stehaufmensch“ Susanne Mayrhofer

Die Söhne von Susanne Mayrhofer haben im Dezember 1999 das Air & Style Festival am Bergisel besucht. Doch dann brach unter 40.000 Besuchern plötzlich Panik aus. Das Drama veränderte das Leben der Familie Mayrhofer für immer.

Es sollte für die Familie Mayrhofer ein herrlich unbeschwerter Tag werden: Mutter, Vater und Tochter beim Langlaufen und die beiden Söhne Wolfgang und Klaus gemeinsam mit ihrem Onkel beim Air & Style Festival am Bergisel. Doch dann gibt es im Radio die ersten Schreckensnachrichten von den Geschehnissen nach dem Air & Style Festival. Am Bergisel brach eine Massenpanik aus. Es werden Tote und Verletzte befürchtet. Susanne Mayrhofer versucht sofort ihre Söhne und deren Onkel telefonisch zu erreichen, doch ohne Erfolg. Susanne beschließt zur Klinik in Innsbruck zu fahren. Dann der Rückruf des Onkels: er und Klaus können Wolfgang nicht mehr finden. Sie wurden im Trubel des Geschehens getrennt.

Sendungshinweis:
„Stehaufmenschen“, 8.12.2018, 13 - 14 Uhr

Susanne fährt in die Notaufnahme der Universitäts-Klinik in Innsbruck und trifft dort auf weitere Eltern, die ihre Kinder suchen. Trotz allem glaubt Susanne immer noch nicht, dass Wolfgang wirklich unter den Schwerverletzten ist. Dann erzählen die Ärzte von einem nicht identifizierten Jugendlichen in der Traumatologischen Intensivstation. Nach viel Überzeugungsarbeit darf Susanne schließlich zu diesem Jugendlichen. Es ist tatsächlich ihr Sohn Wolfgang.

Susanne Mayrhofer

ORF

Susanne Mayrhofer, Marianne Hengl und Rainer Perle

In der Sendung „Stehaufmenschen“ erzählt Susanne Mayrhofer von diesem schrecklichen Moment, vom Warten und Bangen während der Wochen auf der Trauma-Intensiv, der Nachsorge in der Klinik und schließlich von der langen Reha in Hochzirl bis Mai 2001.

Sechs junge Frauen sterben beim Bergisel-Unglück, vier junge Menschen werden zu Pflegefällen. Einer von ihnen ist Wolfgang. Susanne berichtet in der Sendung von der schweren Behinderung ihres Sohnes, vom Hoffen auf Fortschritte, von der schwierigen Neuorganisation des Familienlebens, aber auch davon, wie sie und ihre Familie wieder Kraft schöpfen und Freude am Leben finden konnten.