Stehaufmenschen mit Martha Salchner

Bei einem Rettungseinsatz nach einem Lawinenabgang stürzt der Hubschrauber ab. Bergretter Hans Salchner überlebt zwar, ist aber seitdem schwer behindert. Ehefrau Martha Salchner erzählt, wie sich vor 30 Jahren ihr junges Eheglück mit einem Schlag veränderte.

Sendungshinweis

Stehaufmenschen in Radio Tirol
26.10.2018 - 13.00 - 14.00 Uhr

Es war der Valentinstag 1988 und Bergretter Hans Salchner war überzeugt, dass an diesem Tag aufgrund der schlechten Schneeverhältnisse noch mit einem Einsatz zu rechnen war. Beim Spazieren ereilte ihn dann tatsächlich der Notruf. Das war auch das letzte Mal, dass Martha ihren Hans so sah, wie sie ihn lieben und kennen gelernt hatte. Nach langen Stunden des Wartens dann die Nachricht, dass der Notarzthubschrauber abgestürzt sei. Nur zwei der vier Insassen überlebten. Hans Salchner wurde in der Klinik ins künstliche Koma versetzt.

Martha mit ehemann

ORF

Hans und Martha Salchner im Alten- und Pflegeheim Haus Sebastian

„Stehaufmensch“ Martha Salchner

Martha Salchner erzählt in der Sendung „Stehaufmenschen“ über die bangen Stunden des Wartens und über den schweren Weg ihres Mannes vom Wachkoma zurück in ein völlig anderes Leben. Statt das junge Eheglück zu genießen, musste sie sich um Ihren schwer behinderten Mann sowie um die kleine Tochter kümmern und auch noch arbeiten gehen. Was dabei half, waren Familie und Freunde, aber auch die finanzielle Unterstützung vieler Menschen. Allerdings sollte diese Hilfsbereitschaft nach einigen Jahren kippen und Martha Salchner plötzlich mit Neid konfrontiert sein.

Martha mit ehemann

ORF

In der Sendung Stehaufmenschen erzählt Martha Salchner, wie sie trotz vieler Hürden ihren ganz eigenen Lebensweg gefunden hat. Denn passieren sollte nach diesem schicksalhaften Valentinstag noch einiges. So gelange es etwa etliche Jahre später durch gezielte Therapie den Zustand von Hans stark zu verbessern. Wenn da nicht noch ein Unglück passieren sollte.