Wanderung St.Magdalena/Gschnitz

Äußerst exponiert über dem Gschnitzer Talboden gelegen, begeistert St. Magdalena. Ein Platz, der schon seit mehr als 1.000 Jahren als Kult- und Kraftplatz gilt. Der kurze Ausflug zum romanischen Kirchlein samt angeschlossener Jausenstation eignet sich für jede Witterung und für jede Altersgruppe.

Charakter: kurzer, steiler Ausflug zu einmaligem „Platzl"
Entfernung: Aufstieg 430 Hm; max. 1 ½ Stunden
Ausgangspunkt: Gschnitz, Ortsanfang

Die Wallfahrtskirche St. Magdalena (1.661 m) steht ziemlich versteckt 430 Höhenmeter über dem Gschnitzer Talboden - inzwischen steiler Felswände auf einen kleinen „Wiesen-Schulter“.

Tourentipp Gschnitz

ORF/Hubert Gogl

St.Magdalena - 1.666m

„Wie ist man nur vor 700 Jahren auf die Idee gekommen, da hinauf eine Kirche zubauen?“ - fragt man sich immer wieder, während man am schmalen Steig steil durch den Wald aufsteigt. Wenn man ganz oben ist, nach knapp 1,5 Stunden, vergisst man diese Frage sofort und staunt über den einzigartigen Platz und die Aussicht aufs hintere Gschnitztal.

Tourentipp Gschnitz

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Romanische Kirche mit einzigartigen Freskenmalereien aus dem Jahr 1460

Der Platz von St. Magdalena ist vielleicht ein uralter „Kraftplatz“, der bereits als vorchristliche Kultstätte genutzt wurde. Erstmals wurde 1307 die Wallfahrtsstätte urkundlich erwähnt. Die Kirche ist romanisch und beherbergt Fresken, die zu den ältesten Wandmalereien Tirols zählen. Die Wallfahrtskirche ist mit einer ehemaligen Einsiedelei zusammengebaut, die inzwischen als Jausenstation genützt wird.

Tourentipp Gschnitz

ORF/Hubert Gogl

Waldaufstieg

Startpunkt der Wanderung nach St. Magdalena ist am Ortsanfang von Gschnitz (ca. 1.220 m), beim Ortsschild. Dank der Stahlseile des Lastenaufzuges kann man das Kirchl zwischen Felsen und Bäumen oben am bewaldeten Felshang ausmachen. Man quert den Gschnitzbach und steigt bald ziemlich steil in Serpentinen durch dichten Wald auf. Nach 450 Höhenmetern bzw. nach 1,5 Stunden, wenn man langsam geht, erreicht man St. Magdalena auf einer überraschend flachen Schulter.

Tourentipp Gschnitz

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„Windgatterl“

Besonderheit: Die Bewohner von Ellbögen und Patsch pilgern jährlich nach St. Magdalena, um vom Föhn verschont zu bleiben. Deshalb gibt es etwas unterhalb von der Kirche das Windgatterl: „Bitt schön tiats des Gatterl zua, sonst hobn mir in Patsch und Ellbögen vom Wind koa Ruah!“

Sendungshinweis:

„Hallo Wochenende“, 16.9.2016

Eine weitere, etwas weniger steile Aufstiegsvariante führt von der Pfarrkirche Gschnitz nach St. Magdalena, ist aber derzeit (2014) offiziell weg Steinschlaggefahr gesperrt.

Tourentipp Gschnitz

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Peter Pranger – seit 1977 Wirt und „Fast-Einsiedler“ auf St. Magdalena.

Seit 1977 bewirtschaftet Peter Pranger die kleine Jausenstation St. Magdalena und hat auch in unmittelbarer Nähe einen Klettergarten eingerichtet. Hubert Gogl wünscht Ihnen einen schönen Ausflug zum „Kraftplatz“ St. Magdalena in Gschnitz.

Geöffnet bis ca. Ende September
Kontakt: +43 664 243 25 80

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