Tauziehen um Straßenbahnerweiterung

Das politische Tauziehen rund um die umstrittene Straßenbahn-Erweiterung im Westen Innsbrucks geht weiter. Die Planung bzw. Umsetzung des Projekts verzögert sich massiv. Jetzt ist viel Überzeugungsarbeit gefragt, wenn man das Projekt doch umsetzen will.

Über elf Millionen Euro kostet laut aktueller Schätzung die Anbindung der Peerhofsiedlung - gegenüber Innsbrucks Flughafen - an das moderne Innsbrucker Straßenbahnnetz. Zuletzt regte sich Widerstand der Anrainer gegen das Projekt. Argumentiert wurde mit dem Verlust von Parkplätzen, der Zerstörung einer Wohnstraße sowie mit der Sicherheit für Kinder.

Sinnhaftigkeit und Kosten als Gegenargumente

IVB, Bürgermeisterin und Verkehrsstadträtin warnen nach dem überraschenden NEIN des Gemeinderates vor massiven Folgekosten durch neuerliche Umplanungen, die die Straßenbahn-Erweiterung schon jetzt um ein Jahr verzögerten. Die grüne Verkehrsstadträtin Sonja Pitscheider betont zur jüngsten Diskussion über Bus statt Straßenbahn in die Peerhofsiedlung, dass dies auf lange Sicht die beste Lösung für die dort lebende Bevölkerung sei.

Für Innsbruck-Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer hofft immer noch, Gemeinderat und Bürger zu überzeugen, dass der Straßenbahn-Ausbau richtig sei. Abgesehen von der Sinnhaftigkeit des Projekts, würde Kosten von 1,5 Mio. Euro verloren gehen, wenn der Bau nicht realisiert werden würde, so Oppitz.

Gemeinderat stoppte Projekt

Ursprünglich hätten die Bauarbeiten schon im Frühjahr 2014 beginnen sollen. Dann aber haben SPÖ, ÖVP, FPÖ, Liste Federspiel und der Pirat im Innsbrucker Gemeinderat die aus ihrer Sicht gerechtfertigte verkehrspolitische Notbremse gezogen - mehr dazu in Überraschende Änderung der Regionalbahn