Demo gegen Burschenschafter-Treffen

Proteste gibt es gegen ein Treffen des Dachverbandes „Deutsche Burschenschaft“ in Innsbruck Ende November. Wie zuletzt 2009 organisiert die sozialistische Jugend Tirol eine Demonstration.

Von 29. auf 30. November halten rund 150 deutsche Burschenschafter in Innsbruck ihr Verbandstreffen in der Messe Innsbruck ab. Erwartet werden Burschenschafter aus Deutschland und Österreich.

Wie schon vor vier Jahren formiert sich auch diesmal Widerstand gegen dieses Treffen der Coleurstudenten, die bedingt durch ihre Prinzipien und dem verankerten deutschnationalen Gedankengut dem rechten Lager zugeordnet werden. Es gäbe ein breites Bündnis gegen diese Treffen, argumentiert der Vorsitzende der Sozialistischen Jugend Tirol, Luca Tschiderer: "Diverse Musikvereine, politische Gruppierung und zivilgesellschaftliche Organisationen wollen diesen „rechten Recken" nicht so einfach die Stadt überlassen und gehen auf die Straße!“

Politische Diskussionen wegen Kosten

Die Kosten für den erhöhten Bedarf an Exekutiv- und Sicherheitskräften in der Stadt haben schon vor vier Jahren Diskussionen auf politischer Ebene ausgelöst. Letztendlich wurde die Demonstration damals genehmigt und ist auch mit Ausnahme einiger kleinerer Übergriffe von Demonstranten auf Burschenschafter friedlich zu Ende gegangen.

Die Kosten für den Großeinsatz betrugen rund eine Million Euro und wurden von der öffentlichen Hand getragen. Seitens der Burschenschaften wurde Kritik laut, weil diese Kosten einzig und allein wegen gewaltbereiter Links-Gruppierungen entstehen würden.