Bergtour auf den Habicht

Mit der Bergtour auf den Habicht im Gschnitztal stellt Hubert Gogl einen Auflugstipp vor, der Kondition und absolute Trittsicherheit erfordert. Um den 3.277 m hohen Habicht zu erklimmen, empfiehlt sich eine Übernachtung in der Innsbrucker Hütte.

Der Habicht zwischen dem Gschnitztal und dem Stubaier Pinnistal ist der mächtigste und bedeutendste Gipfel im so genannten Habichtkamm in den Stubaier Alpen und soll der touristisch frühest bestiegene Gipfel des Stubaitales sein. Das mag wohl daran liegen, dass der freistehende Habicht von rund herum die Blicke auf sich zieht.

Bergtour auf den Habicht

ORF/Gogl

Aufstieg im Nebel

Am häufigsten wird der Habicht von Gschnitz aus bestiegen – meist mit Nächtigung in der Innsbrucker Hütte.

Kurzbeschreibung:

Charakter: lange Bergtour, die Kondition und absolute Trittsicherheit erfordert
Entfernung: Von Gschnitz 2.000 Hm/6 Stunden; bis zur Innsbrucker Hütte 1.100 Hm/3 Stunden, ab der Hütte 900 Hm/3 Stunden.
Ausgangspunkt: Gschnitz – Parkplatz ca. 400 m nach der Kirche oder gebührenpflichtiger Parkplatz beim GH Feuerstein.

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Der Habicht: Stolz. Eindrucksvoll. Weithin sichtbar und 3.277 m hoch. Der freistehende Koloss zwischen dem Gschnitz- und dem Stubaier Pinnistal ist ein Berg, der viele Bergsteiger in den Bann zieht und weit über Tirol hinaus bekannt ist. 2.000 Höhenmeter trennen Sie in Gschnitz vom Gipfel des Habicht. Ein Aufstieg, der also Kondition aber zusätzlich auch sicheres Steigen im exponierten Gelände verlangt. Empfehlenswert ist die Übernachtung in der Innsbrucker Hütte, damit teilt sich die Tour auf den Habicht in zwei mal drei Stunden Aufstieg.

Startpunkt ist in Gschnitz: Rund 400 m nach der Kirche zweigt der Panoramaweg zur Innsbrucker Hütte ab – unmittelbar neben der Straße gibt es einen kostenfreien Parkplatz. Anfangs über Wiesen, dann im zusehends felsiger werdenden Gelände führt der Panoramaweg unterhalb der Kalkwand zur Innsbrucker Hütte am Pinnisjoch (2.370 m; ca. 1.100 Hm; 3 Stunden).

Bergtour auf den Habicht

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Innsbrucker Hütte – 2.370 m

Ein zweiter Weg führt ebenfalls in 3 Stunden vom Gasthaus Feuerstein hinauf zur Innsbrucker Hütte. In zahlreichen Serpentinen schlängelt er sich vom gebührenpflichtigen Parkplatz unterhalb der Materialseilbahn der Innsbrucker Hütte zielstrebig bergwärts.

Bergtour auf den Habicht

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Blick zum Tribulaun-Massiv

Der Ausblick zum nahen Tribulaunmassiv mit Gschitzer- und Pflerscher Tribulaun, dem Goldkappl und der Garklerin begleitet Sie am Weg zur Hütte – ein erster Eindruck vom Panorama, das Sie am Gipfel erwartet.

Sendungshinweis:

„Hallo Wochenende“,
29. 8. 2016

Die Innsbrucker Hütte steht am Übergang zum Stubaier Pinnisjoch – mit Blick ins Nachbartal steigen Sie nun dem beeindruckenden Felskoloss entgegen. Ein kurzes Stück bleibt der Anstieg noch gemäßigt, dann steilt der Fels aber auf und Sie kommen zu den ersten versicherten Passagen. Anhaltend steil schlängelt sich der Steig durch die Felsflanke und Sie erreichen auf ca. 3.100 m das kleine, spaltenlose Gletscherbecken. Problemlos (Steigeisen sind nicht erforderlich) lässt sich dieser letzte Gletscherrest queren und es folgt der letzte teils wiederum drahtseil-versicherte Felsaufschwung zum Gipfel.

Bergtour auf den Habicht

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Das kleine Gletscherbecken und der Gipfel in Sicht

Nach insgesamt ca. sechs Stunden (ab der Innsbrucker Hütte ca. drei Stunden u. 900 Hm) haben Sie es geschafft: Sie stehen am 3.277 m hohen Habicht. Wenn Sie auch müde und ausgelaugt vom Aufstieg sind, der Rund- und Tiefblick wird Sie alle Strapazen vergessen lassen. Dolomiten, Stubaier-, Ötztaler-, Zillertaler- Alpen, Karwendel – das Panorama am Habicht ist überwältigend.

Bergtour auf den Habicht

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Am Habicht in 3.277 Meter Höhe

Alternativer Aufstieg aus dem Stubaital

Sie fahren von Neder mit dem Alm-Taxi (+43/5226/2877) bis zur Karalm (1.747 m) und steigen von dort über einen neuen, bestens angelegten Weg zur Innsbrucker Hütte und von dort wie beschrieben zum Gipfel auf.

Hubert Gogl wünscht Ihnen einen schönen Tag am Habicht.

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