Goldmord: Verdächtiger bricht Schweigen

Lange Zeit hat der im Goldmord von Wiesing verdächtigte Polizist gegenüber den Ermittlern geschwiegen. Mittlerweile hat er dieses Schweigen gebrochen, wie sein Anwalt bestätigt. Für die Ermittler wird die Aufgabe dadurch aber nicht leichter.

Sein Mandant will mit dem Mord nichts tun haben, lässt der Anwalt den ORF wissen. Der Polizist, der seit über einem Monat in U-Haft sitzt, sei zudem nie am Tatort gewesen und auch die verschwundenen Goldbarren habe sein Mandant nie gesehen. Er wisse nichts davon, so der Anwalt. Dies stehe unter anderem auch im Vernehmungsprotokoll, das mittlerweile 140 Seiten stark ist.

Eine 49-jährige Bankangestellte war in der Nacht vom 15. auf den 16. März zuerst mit Chloroform in ihrem Wagen betäubt worden. Danach starb sie an einer Kohlenmonoxid-Vergiftung, ausgelöst durch einen Notsignalgeber, der im Auto gezündet wurde - mehr dazu in Viele offene Fragen nach Goldmord.

Spuren im Auto sowie die Auswertung von Handydaten brachten die Ermittler schließlich auf die Spur des Polizisten. Bei der ersten Einvernahme hatte der Beamte einen Fluchtversuch unternommen - mehr dazu in Verdächtiger in U-Haft.

Nach wie vor führen aus Gründen der Objektivität Beamte aus Vorarlberg die Ermittlungen in diesem Fall. Ihre schwierige Aufgabe ist es, Indizien und Beweise zu finden, die eine Anklage gegen den Verdächtigen rechtfertigen bzw. ihn entlasten - mehr dazu in 16 externe Beamte ermitteln.