Milchwirtschaft wieder ankurbeln

Der Milchkonsum in Europa ist rückläufig. Immer mehr Verbraucher greifen zu pflanzlichen Ersatzprodukten. Um die Milch wieder attraktiver zu machen, setzen Südtirols Berglandwirte auf regionale Premiumprodukte.

Frischmilch und Milchprodukte sind nach dem Obstbau der zweitgrößte landwirtschaftliche Produktionszweig in Südtirol. Um gegen die großen europäischen Industriekonkurrenz zu bestehen, müssen Bergbauern auf Exklusivität setzen. Den Ton für Innovationen geben die aktuellen Lebensmitteltrends an. Regionalität ist dem Kunden von morgen besonders wichtig.

Auf heimisches Futter setzen

Damit Milchprodukte zur Gänze als regional gelten, muss auch das Futter der Tiere aus Südtirol stammen. Da es an großen Getreide-Anbauflächen fehlt, wollen die alpenländischen Milchbauern auf zugekauftes Kraftfutter verzichten und auf heimisches Grundfutter wie Heu und Stroh setzen. Mit technischen Hilfsmitteln wie Trocknungsanlagen für Heu will man das regionale Vorhaben umsetzten.

Kühe auf der Weide

ORF

Regionalität soll das Milchgeschäft ankurbeln

Qualität als Verkaufsargument

Dass der Verbraucher weg von der Massenware will, das schlägt sich auch in den Zahlen der Milchwirtschaft nieder. Konsumenten sehen die Tierwirtschaft als Mitverursacher des Klimawandels immer kritischer. Und auch das Tierwohl ist vielen ein immer größeres Anliegen.

Produkte wie regionale Berg-Heumilch sollen Verbraucher wieder mit gutem Gewissen zur Milch greifen lassen, mit dem besonders hohen Qualitätsniveau hoffen die Berglandwirte auf steigende Verkaufszahlen und zufriedene Kunden.