Mutmaßlicher Betrüger in Spanien gefasst

Ein mutmaßlicher Tiroler Betrüger ist in Spanien festgenommen worden. Bereits seit 2015 wurde europaweit nach dem 47-jährigen Mann gesucht. Nun konnte er aufgrund eines europäischen Haftbefehls gefasst werden.

Gegen den Tiroler wurde seit 2015 wegen schweren Betruges ermittelt, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Leoben, Andreas Riedler. Dabei ging es um Anlagebetrügereien mit mehr als 100 Geschädigten. In ganz Europa soll der Tiroler gemeinsam mit Komplizen gutgläubigen Anlegern „großen wirtschaftlichen Schaden“ zugefügt haben. Der Schaden beläuft sich auf mindestens 1,5 Millionen Euro.

Auslieferungsverfahren läuft

Die Betrügereien sollen zwischen 2014 und 2016 hauptsächlich in Deutschland und Österreich stattgefunden haben. Bereits vor zwei Jahren wurden dem Mann Finanzgeschäfte in der Schweiz untersagt. Mit seiner Familie setzte sich der Mann dann nach Spanien ab. Nachdem der 47-Jährige in Orihuela in der spanischen Provinz Alicante geortet werden konnte, erfolgte der Zugriff in seinem schwer zugänglichen Haus am Land. Gegen ihn läuft ein Auslieferungsverfahren nach Österreich. Der Tiroler wurde inzwischen wieder auf freien Fuß gesetzt, sagte Riedler. Das habe aber keinen Einfluss auf das Auslieferungsverfahren.