Nachträglich Olympia-Bronze für Südtirolerin?

Weil das IOC fünf russische Ergebnisse der olympischen Winterspiele in Sotschi 2014 annuliert, könnte die Südtiroler Biathletin Karin Oberhofer nachrücken und sich über eine zweite Bronzemedaille freuen.

Wegen Dopings hat das IOC die russische Biathletin Olga Wiluchina lebenslang gesperrt. Damit dürfte sie auch ihre Olympia-Silbermedaille im Sprint von 2014 verlieren. Die Viertplatzierte Karin Oberhofer würde damit nachrücken. Die 32-Jährige hatte in Sotschi bereits in der Mixed-Staffel mit Dorothea Wierer, Dominik Windisch und Lukas Hofer Bronze geholt.

Zwischen Spitzensport und Stillen

Von ihrer Hebamme ermuntert, wieder aktiv zu werden, hat Karin Oberhofer das Biathlon-Training wieder aufgenommen.

Zurzeit ist Karin Oberhofer voller Energie zwischen stillen und schießen unterwegs. Obwohl ihr Sohn erst vor vier Monaten das Licht der Welt erblickt hat, trainiert die Eisacktalerin schon wieder im Martelltal. „Wenn Paul nicht so brav wäre, ginge das alles gar nicht“, erzählt die leidenschaftliche Mutter.

Großer Trainingsrückstand für aktuelle Saison

Dabei war ein Kind mitten in der sportlichen Karriere gar nicht geplant. Ihren Sponsoren hatte sie die Nachricht mit schlechtem Gewissen mitgeteilt, hatte sie doch Verträge zu erfüllen. „Ich musste die Saison abbrechen, die Sponsoren haben aber sehr entgegenkommend reagiert.“

Karin Oberhofer mit Sohn im Arm

ORF

Karin Oberhofer hat die Prioritäten für diese Saison gesetzt

Karin Oberhofer hat keine großen Erwartungen für diese Saison. Der Trainingsrückstand sei dafür zu groß. Derzeit steht bei der Spitzensportlerin das Familienglück im Vordergrund.

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