Millionenschäden bei Bränden in Tirol

Bei 700 größeren Bränden im letzten Jahr sind in Tirol drei Menschen ums Leben gekommen und bis zu 30 Millionen Euro Sachschäden entstanden. Das geht aus der aktuellen Brandstatistik hervor, die das Land am Dienstag veröffentlich hat.

Ein Vollbrand mitten im Birgitzer Dorfzentrum und ein schwerer Brand kurz vor Weihnachten in Innsbruck mit zwei toten Kindern sind zwei Beispiele von vielen tragischen Bränden im Jahr 2016 - mehr dazu in Brand im Dorfzentrum von Birgitz und Tödlicher Brand: Obduktion abgeschlossen. Über 3.000 Mal wurden die Tiroler Feuerwehren zu Brandeinsätzen gerufen, 700 davon waren größere Brände mit einem Sachschaden von insgesamt rund 30 Millionen Euro.

Brand Birgitz

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Großen Schaden verursachte im Frühjahr 2016 der Brand in Birgitz

Große Schäden durch Feuer in Fieberbrunn

Zwei der erheblichsten Sachschäden durch Feuer entstanden in der Unterländer Gemeinde Fieberbrunn. Im Jänner kam es dort zu einem Holzhausbrand. Grund dafür war überhitztes Öl. Die beiden Bewohnerinnen konnten sich ins Freie retten, der Schaden betrug 600.000 Euro - mehr dazu in Holzhaus in Fieberbrunn in Vollbrand. Im Juni desselben Jahres standen in Fieberbrunn die Fassaden eines Schuh- und eines Bekleidungsgeschäftes aufgrund von Brandstiftung in Flammen - mehr dazu in Brand in Fieberbrunn durch Brandstiftung Der Schaden durch Russ und Rauch im Inneren der Geschäfte betrug über 500.000 Euro. Verletzt wurde auch hier niemand.

Gefährliche Rauchgase

Brandstiftung gehört neben technischen Ursachen und Unachtsamkeit im Umgang mit offenem Feuer zu den häufigsten Brandursachen. Vor allem bei Wohnungsbränden kämen die meisten Opfer „nicht durch Flammen, sondern durch Rauchgase ums Leben“, erklärt Bernhard Stibernitz von der Landesstelle für Brandverhütung. Grund dafür seien häufig Schwelbrände: Dort entstehen giftige Rauchgase noch bevor überhaupt Flammen zu sehen sind.

Rettung durch Rauchmelder

Während Betriebe, Schulen und Krankenhäuser oft über automatischen Brandmeldeanlagen empfehlen, sind batteriebetriebene Rauchgasmelder in Privathäusern noch relativ selten. Dabei könnten diese Leben retten. Die Landesfeuerwehr und das Land Tirol empfehlen daher, batteriebetriebene Rauchgasmelder vermehrt auch in Privathäusern zu installieren. Sie sollten einen möglichst lauten Alarmton abgeben, einen Testknopf besitzen und mit dem CE-Zeichen versehen sein. Durch die Batterie funktionieren die Geräte auch bei Stromausfall.