Hinteres Stubaital wieder erreichbar

Samstag gegen 21.30 Uhr konnte nach dem Murenabgang im Stubaital die Sperre der Ranalterstraße ab Gasteig aufgehoben werden. Die Straße ist wieder einspurig befahrbar. Das hintere Stubaital war seit Freitagabend nach den heftigen Unwettern von der Außenwelt abgeschnitten.

Lokaler Starkregen und Hagelschauer führten in den Ortsteilen Krößbach, Gasteig und Volderau zu massiven Hangrutschungen und anderen Behinderungen. Die Ranalterstraße wurde durch mehrere Muren bis zu sieben Meter hoch verlegt. Der Landesgeologe erklärte das Gebiet nach einem Erkundungsflug mit dem Hubschrauber „Libelle“ des Innenministeriums noch am Freitagabend durch mögliche weitere Hangrutschungen als gefährdet. Eine schwangere Frau sowie drei Urlauber waren bereits am Freitagabend mit der „Libelle“ in Sicherheit gebracht worden.

Unwetter Mure Stubaital Ranalt

zeitungsfoto.at

Auch am Samstag hat sich die Situation nach erneuten heftigen Niederschlägen noch nicht entspannt.

Unwetter Mure Stubaital Ranalt

zeitungsfoto.at

Wiesen und Straßen sind überschwemmt.

Aufräumarbeiten haben bereits begonnen

Samstagmorgen wurden erste Räumungsarbeiten gestartet. Die Sachschäden konnten vorerst nicht abgeschätzt werden. Ab der Parzelle Gasteig ist die Stromversorgung sowie die Frischwasserversorgung nicht mehr gewährleistet, so die Polizei. Vorübergehend war auch die Stubaitalstraße unpassierbar.

Unwetter Mure Stubaital Ranalt

zeitungsfoto.at

Die Aufräumarbeiten sind im Stubaital voll im Gange.

In der Parzelle Kampl war der sogenannte Höhlebach über die Ufer getreten und hatte die Bundesstraße überflutet. Mit Nachlassen des Regens war es der Feuerwehr Neustift i. St. möglich die Stubaitalstraße zu räumen. Personen kamen durch das Elementarereignis nicht zu Schaden.

Mure auch im Sellraintal

Im Runtschental in der Gemeinde St. Sigmund musste die Sellraintalstraße am Samstag für eine Stunde gesperrt werden. Eine Mure war in das dortige Auffangbecken abgegangen und hatte ein Durchlassrohr blockiert. Daraufhin wurde die Straße vom Bach überflutet. Auch die Straße ins Gleirschtal wurde von einer Mure verlegt. Die Feuerwehr St. Sigmund konnte die Straße aber vollständig räumen.