Juli-Arbeitslosigkeit bleibt auf hohem Niveau

In Tirol ist die Arbeitslosenquote im Juli im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, sie liegt mit 5,1 Prozent unter dem Bundesschnitt von 7,3 Prozent. Ende Juli standen in Tirol 17.362 Arbeitslose rund 324.000 Beschäftigten gegenüber.

Wie das Arbeitsmarktservice Tirol (AMS) am Freitag mitteilte, stehen der Entwicklung der Arbeitslosenzahlen auch positive Aspekte gegenüber, es gibt mehr Stellen, überraschend gute Zahlen im Baubereich und eine günstige Entwicklung am Lehrstellenmarkt.

Im Juli 2014 stieg in Tirol laut AMS die Zahl der Arbeitslosen um 1.585 oder plus 10,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Österreichweit stieg die Arbeitslosigkeit um plus 11,6 Prozent an.

„Ohne deutliches Wirtschaftswachstum kann der Arbeitsmarkt – trotz günstigem Saisonstart im Tourismus - nicht entscheidend anspringen, die Konjunktur ist noch schwach. Es drängen auch mehr Personen auf den Arbeitsmarkt, was in Summe mit einem Plus von 10,0 Prozent keine Veränderung gegenüber den letzten Monaten auf dem Tiroler Arbeitsmarkt bringt,“ so Anton Kern vom AMS Tirol zu den aktuellen Zahlen.

Positiv: Mehr offene Stellen, auch für Lehrlinge

Es gebe aber auch Lichtblicke, so Kern. Es seien um 4,2 Prozent mehr offene Stellen gemeldet als im Vorjahr, was bei der Stabilisierung des Arbeitsmarktes helfe. Positiv sei auch die Situation auf dem Lehrstellenmarkt. Und in der Baubranche seien mit einem Plus von 14 Personen nach den deutlichen Zuwächsen in den vergangenen Monaten heuer „nur“ 1,4 Prozent mehr Arbeitslos als im Juli des Vorjahres.

Weniger Junge arbeitslos

Nach Altersgruppen betrachtet ist die Arbeitslosigkeit bei allen Altersgruppen gestiegen, mit Ausnahme der 15- bis 19-Jährigen, bei denen sie um 13,6 Prozent zurückging. Am stärksten stieg sie mit 21,6 Prozent bei den über 50-Jährigen.

Die größten Zuwächse nach Wirtschaftsabschnitten betrachtet gab es im Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen (plus 16,5 Prozent). Beherbergung und Gastronomie nahm um 264 Personen (plus 8,5 Prozent) zu. Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen verzeichnen einen Anstieg von 182 Personen oder plus 10,4 Prozent.

Die gemeldeten Lehrstellen sind im Vergleich zum Juli 2013 um 76 oder plus 5,0 Prozent auf 1.593 gestiegen. Ihnen gegenüber stehen 636 Lehrstellensuchende, das sind im Vergleich zu 2013 um 6,7 Prozent (46 Personen) weniger.

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