Lebenshilfe: Ermittlungen wurden eingestellt

Die Staatsanwaltschaft Innsbruck hat die Ermittlungen gegen den ehemaligen Präsidenten der Lebenshilfe sowie gegen Funktionäre der Geschäftsführung eingestellt. Es liege kein strafrechtlich relevantes Verhalten vor, hieß es in der Begründung.

Im Rahmen des Ermittlungsverfahrens seien durch die Staatsanwaltschaft und das Landeskriminalamt 20 Personen zum Teil mehrfach vernommen worden. Von weiteren Personen seien Stellungnahmen eingeholt und mehr als 7.000 Seiten Unterlagen der Lebenshilfe überprüft worden. Das teilte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Innsbruck, Hansjörg Mayr, mit.

Verfahren wurde eingestellt

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft liegt kein strafrechtlich relevantes Verhalten vor. Eine ausführliche Begründung soll Ende Jänner veröffentlicht werden

Nach diesen intensiven Ermittlungen und Prüfungen sei man zum Schluss gekommen, dass kein strafrechtlich relevantes Verhalten vorliege, so Mayr. Hanspeter Zobl und anderen Funktionären wurde unter anderem vorgeworfen, sich mit dem Abschluss von Wohnrechtsverträgen unrechtmäßig bereichert zu haben. Dafür gibt es laut Ermittlungsverfahren keine hinreichenden Beweise. Auch die Geschäftsführerverträge, die Gehaltsvereinbarungen und die übrige Vermögensgebarung der Lebenshilfe seien in strafrechtlicher Hinsicht nicht zu beanstanden. Eine ausführliche Begründung soll Ende Jänner veröffentlicht werden.

Hanspeter Zobl

ORF

Hanspeter Zobl

Präsident trat im Jänner zurück

Bereits im Jänner 2011 war der damalige Präsident Hanspeter Zobl wegen dem Verdacht der persönlichen Bereicherung zugunsten seiner Notariatskanzlei zurückgetreten. Seine Kanzlei hatte den Großteil der Verträge für die Lebenshilfe erstellt. Zobls Stellvertreter Helmut Rochelt hatte sein Amt als Direktor ebenfalls zurückgelegt.

Später wurde auch heftige Kritik gegenüber den bisherigen Vereinschefs Paul Barbist und Anton Laucher wegen der Höhe ihrer Bezüge laut. Laucher wurde schließlich im November „mit sofortiger Wirkung“ entlassen, Barbist soll bis Ende 2011 im Amt bleiben - mehr dazu in Lebenshilfe entlässt Geschäftsführer.

Lebenshilfe will Neuorientierung fortführen

Wie die Lebenshilfe am Mittwoch in einer Aussendung erklärte, nehme sie die Einstellung des Ermittlungsverfahrens durch die Staatsanwaltschaft zur Kenntnis und führe die Neuorientierung unbeirrt fort.