Satellit stürzt nicht über Südtirol ab

Der Zivilschutz in Südtirol ist in der Nacht auf Samstag in Alarmbereitschaft gewesen. Hatte es doch am Freitag geheißen, dass ein Satellit der NASA über Südtirol abstürzen könnte. Der Satellit sank aber langsamer als erwartet.

Der NASA-Satellit UARS (Upper Atmosphere Research Satellit) wurde 1991 zur Erforschung der Ozonschicht ins All geschickt. Am Freitag ließ die NASA verlautbaren, dass der Satellit sicher Freitagabend abstürzen würde. Das berechnete Gebiet war rund 600 Kilometer breit. In allen Modellen lag Südtirol zentral in der Gefahrenzone.

Satellit sank langsamer als erwartet

Nach neuesten NASA-Angaben änderte der Satellit - von der Größe eines Schulbusses - dann aber offenbar seine Ausrichtung und sank deshalb etwas langsamer.

Der US-Satellit UARS ist nach NASA-Angaben wohl noch vor 7.00 Uhr MESZ in die Erdatmosphäre eingetreten - die genaue Zeit und das Einschlaggebiet der Trümmer waren zunächst noch unklar. Während des Wiedereintritts habe der sechs Tonnen schwere künstliche Himmelskörper Kanada und Afrika sowie weite Teile des Pazifischen, Atlantischen und Indischen Ozeans passiert, hieß es am Morgen.

Teile im Westen Kanadas gesichtet

Es war erwartet worden, dass der größte Teil des Satelliten verglüht. Nach Ansicht von Experten der Europäischen Raumfahrtagentur (ESA) in Darmstadt dürften lediglich etwas mehr als 500 Kilogramm übrigbleiben, auf 20 Stücke verteilt.

Laut ersten Meldungen im Onlinedienst Twitter sind Teile des Satelliten im Westen Kanadas abgestürzt.