Mit Schneeschuhen aufs Faltegartenköpfl

Eine genussvolle Rundtour mit Schneeschuhen im herrlichen, weitläufigen Gelände der Feldringer Böden oberhalb von Marlstein/dem Haiminger Sattel. Bekannt wurde das Eck durch die geplante Skigebietserweiterung von Kühtait/Ötz.

Das Faltegartenköpfl ist ein kleiner Gipfel am langgezogenen Westrücken des Pirchkogel, der das Inntal vom ansteigenden Hochtal von Ochsengarten nach Kühtai trennt und zum Haiminger Sattel herunter zieht. Am breiten Grat unterhalb vom Faltegartenköpfl sind die weitläufigen Feldringer Böden, die in jüngerer Zeit für eine Skigebietserweiterung in Betracht gezogen wurden.

Zwei Tourengeher im Tiefschnee Richtung Gipfelkreuz
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Erstes Etappenziel – Grünwaslkreuz (2.027 m)

Die Feldringer Böden sind ein ideales Gelände für Schneeschuhwanderer. Von Marlstein/Ochensgarten ist fast immer eine Aufstiegsspur für Schneeschuhwanderer vorhanden, die durch das sanfte Gelände bei geringer Lawinengefährdung dem kleinen Gipfel zustrebt.

Charakter: sehr einfache Schneeschuhtour; kaum lawinengefährdet
Entfernung: Aufstieg/Abstieg je ca. 500 Hm; Gesamtgehzeit 3 – 3 ½ Std.
Ausgangspunkt: GH Marlstein oberhalb von Ochsengarten.

Kompass Karte:

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Ausgangspunkt GH Marlstein

Von Innsbruck kommend fahren Sie ins Kühtai und weiter in Richtung Ötz. In Ochsengarten, am Ortseingang, folgen Sie der Beschilderung Marlstein/Sattele und biegen bald darauf wiederum nach Marlstein (1800 m) ab. Im hochgelegenen Weiler mit dem gleichnamigen Gasthaus gibt es Gratis-Parkmöglichkeiten.
Der Ausgangspunkt ist auch mit der Anfahrt von Ötz in Richtung Kühtai zu erreichen oder über die Bergstraße von Haimingerberg über das Sattele.

Zwei Tourengeher von vorne in einem breiteren Aufstieg
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Paradiesisch für Schneeschuh-Geher - die Feldringer Böden

Sendungshinweis

„Hallo Wochenende“; 15.3.2019

Zum Grünwaslkreuz

Der Aufstieg führt an der Kapelle vorbei kurz über eine Wiese und dann am Steig Nr. 151 in moderater Steigung im Zirbenwald und Waldlichtungen zum Grünwaslkreuz (2.027 m) auf. Dort an der Geländekante beginnen die Feldringer Böden. Mit dem einzigen Manko der Tour vor Augen – den großen Strommasten – geht’s über die kupierten Böden ansteigend hinauf zum Faltegartenkögele, das an der nördlichen Geländekante hoch über dem Inntal mit großem Gipfelkreuz leicht zu finden ist.

Drei Tourengeher stehen im Tiefschnee
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Kurze Rast knapp vor dem Gipfel

Ein gewaltiges Gipfelpanorama

Die letzten Meter zum Gipfel sind etwas steiler aber problemlos zu meistern. Gehzeit ab Marlstein 1 ½ bis 2 Stunden; 400 Hm. Schon während des Aufstieges über die Böden erfreut der Blick nach Westen übers westliche Inntal hinweg. Am Gipfel gesellt sich der Tiefblick auf das restliche Inntal bis nach Innsbruck hinzu. Trotz der bescheidenen Höhe des Faltegartenkögeles (2.184 m) öffnet sich auch ein gewaltiges Gipfelpanorama: Im Süden beherrscht der Acherkogel den Blick. Die Stubaier-, die Ötztaler-, die Lechtaler-Alpen, die Mieminger Kette, das Wetterstein und Karwendelgebirge fordern zum munteren „Gipfelerkennen“ auf.

Tourengeher blicken ins Tal
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Am Gipfelgrat mit Blick Richtung Innsbruck

Abstieg mit Einkehrmöglichkeit

Der Abstieg führt nach Westen am rechten Rad der Feldringer Böden zur Feldringer Alm (1.888 m). Die Einkehr (Montag und Dienstag Ruhetag) liegt auf der nördlichen Seite des Rückens und ist durch eine Rodelbahn auch bei den Freunden des Kufensports sehr beliebt.

Tourengeher am Gipfel
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Am Faltegartenköpfl auf 2.184 m

Zwei Alternativen für den Rückweg

  • Einmal können Sie wieder den kurzen Aufstieg zu den Feldringer Böden wählen. Dabei folgen Sie dem breiten Winterwanderweg zum Grünwaslkreuz (150 Hm) und am flachen Weg hinunter nach Marlstein (dieser Rückweg ist ohne Schneeschuhe möglich).
  • Sie können in der Alm auch eine Rodel ausleihen (3.- €) und zum Sattele hinunterrodeln (Rodeldepot) und anschließend am geräumten Winterweg nach Marlstein zurückwandern.
Alm in Tiefschneelandschaft
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Die Feldringer Alm.

Die Schneeschuhtour lässt sich auch als ideale Einsteigertour mit Tourenskiern, eventuell auch mit Aufstieg vom „Sattele“ zwischen Haimingerberg und Ochsengarten gestalten. Dabei sind Sie zu Beginn auf der Rodelbahn und danach im sehr gemütlichen Gelände zum Faltegartenköpfl unterwegs.

Hubert Gogl wünscht Ihnen eine schöne Schneeschuhwanderung auf das Faltegartenköpfl!

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