Anton Mattle, Markus Abwerzger und Georg Dornauer
APA/Roland Schlager
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Liveticker

ÖVP muss neuen Partner suchen

Die schwarz-grüne Koalition im Tiroler Landtag ist Geschichte. Die ÖVP stürzt bei der Landtagswahl zwar auf einen historischen Tiefstand ab, bleibt aber deutlich stimmenstärkste Partei. Mit den Grünen, die auch verlieren, geht sich keine Mandatsmehrheit mehr aus. Die FPÖ überholt die SPÖ und landet auf Platz zwei. Mit beiden geht sich für die ÖVP jeweils eine Zweierkoalition aus.

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Wahlsonntag beginnt heiter

Das Wetter am Wahlsonntag präsentiert sich am Vormittag stellenweise noch relativ heiter mit rund zwölf Grad in der Landeshauptstadt. Seit Mittag zieht es deutlich zu.

Wetter-Stimmung am Wahltag in Innsbruck
ORF

Ein Zusammenhang zwischen Wahlbeteiligung und Wetter ist nicht wissenschaftlich belegt. Bei der letzten Landtagswahl 2018 hat sie 60,4 Prozent betragen.

Mair (Grüne) und Oberhofer (NEOS) wählen per Briefwahl

Der grüne Spitzenkandidat Gebi Mair hat seine Stimme bereits am Dienstag abgegeben, Dominik Oberhofer, Spitzenkandidat von NEOS, bereits am Freitag vor einer Woche.

Gebi Mair gab seine Stimme schon am Dienstag per Wahlkarte ab
APA/EXPA/JOHANN GRODER
Gebi Mair, Spitzenkandidat der Grünen
Dominik Oberhofer mit Wahlkarte in Innsbruck
APA/EXPA/JOHANN GRODER
Dominik Oberhofer, Spitzenkandidat von NEOS

Noch-LH Platter wählt in Zams

Tirols Noch-Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP), am Sonntag, 25. September 2022, im Rahmen seiner Stimmabgabe in Zams
APA/EXPA/JOHANN GRODER
Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP)

Der amtierende Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) hat am Sonntag im Wahllokal in seiner Heimatgemeinde Zams (Bezirk Landeck) gewählt. Der angekündigte Rückzug von Platter im Frühsommer hat die vorgezogenen Neuwahlen ausgelöst.

Das Ergebnis der letzten Landtagswahl

Das Wahlergebnis heuer dürfte deutlich anders ausfallen als noch vor vier Jahren. Verschiedene Umfragen sehen die Tiroler Landes-ÖVP unter Anton Mattle derzeit bei zwischen 26 und 39 Prozent. Das würde einen deutlichen Verlust gegenüber dem Ergebnis von 2018 bedeuten, bei dem die Schwarzen unter Spitzenkandidat und Noch-Landeshauptmann Günther Platter sogar Zugewinne verbucht und 44,3 Prozent erreicht haben.

Grafik zur Landtagswahl in Tirol 2018
Grafik: APA/ORF.at

Mit 17 Mandaten hate die ÖVP damals fast die Hälfte der Landtagssitze für sich gewonnen. Das bisher schlechteste Ergebnis der Volkspartei waren 39,35 Prozentpunkte im Jahr 2013.

Wählerinnen in der Mehrheit

Wahlberechtigt sind 535.122 Tirolerinnen und Tiroler. Frauen sind dabei mit 274.921 deutlich in der Mehrheit. 260.191 Männer dürfen heute ihre Stimme abgeben.

Spitzenkandidaten wählen in Heimatgemeinden

Anton Mattle und Ehefrau Daniela nach der Stimmabgabe in Galtür
APA/EXPA/JOHANN GRODER
Anton Mattle (ÖVP) mit Ehefrau Daniela

Der ÖVP-Spitzenkandidat und Landeshauptmann-Anwärter Anton Mattle hat seine Stimme für die Tiroler Landtagswahl bereits am frühen Sonntagmorgen in seiner Heimatgemeinde Galtür (Bezirk Landeck) abgegeben.

Georg Dornauer vor der Volksschule in Sellrain
APA/ROLAND SCHLAGER
Der Spitzenkandidat der SPÖ, Georg Dornauer

Tirols SPÖ-Chef Georg Dornauer hat ebenso bereits in aller Früh in seiner Heimatgemeinde Sellrain (Bezirk Innsbruck-Land) gewählt, wo er als Bürgermeister fungiert. Dornauer ist dort als Wahlleiter fest im Einsatz.

Andrea Haselwanter-Schneider Spitzenkandidatin der Liste Fritz am Sonntag 25. September 2022, im Rahmen ihrer Stimmabgabe in Oberperfuss
APA/EXPA/ERICH SPIESS
Andrea Haselwanter-Schneider, Spitzenkandidatin der Liste Fritz

Andreas Haselwanter-Schneider von der Liste Fritz hat ihre Stimme in ihrer Heimatgemeinde Oberperfuss (Bezirk Innsbruck-Land) abgegeben.

Doppelt so viele Wahlkarten wie 2018

71.945 Wahlkarten und damit mehr als doppelt so viele wie bei der Landtagswahl 2018 (32.980) sind im Vorfeld beantragt worden. Wer seine Wahlkarte noch nicht abgegeben hat, kann das noch im Wahllokal, in dessen Wählerverzeichnis die Wählerin oder der Wähler eingetragen ist, tun – entweder durch eine beauftragte Person oder, sollte man es doch schaffen, selbst. In anderen Wahllokalen und Gemeinden kann die Wahlkarte nicht abgeben werden.

Erste Wahllokale schließen

Um 12.00 Uhr haben die ersten Wahllokale in kleineren Gemeinden geschlossen.

Wähler gehen aus dem Wahllokal im Rahmen der Tiroler Landtagswahl am Sonntag, 25. September 2022, in Axams.
APA/ROLAND SCHLAGER

In vielen Gemeinden ist um 14.00 beziehungsweise um 15.00 Uhr Wahlende. Die letzten der insgesamt 789 Wahllokale schließen schließlich um 17.00 Uhr ihre Türen.

Was, wann, wo?

Der ORF berichtet ab 15.30 Uhr in Sondersendungen in ORF2. Auch ORF Radio Tirol bringt laufend alle aktuellen Informationen zum Wahltag. Kurz nach 17.00 Uhr wird die erste Hochrechnung erwartet. Reporterinnen und Reporter melden sich aus allen Parteizentralen.

Landhaus mit ORF-Übertragungswagen
Armin Sattler/ORF.at

Abwerzger wählt in Axams

FPÖ-Spitzenkandidat Markus Abwerzger im Rahmen seiner Stimmabgabe zur Tiroler Landtagswahl am Sonntag, 25. September 2022, in Axams
APA/ROLAND SCHLAGER

FPÖ-Spitzenkandidat Markus Abwerzger gibt zu Mittag seine Stimme im Wahllokal seiner Heimatgemeinde Axams (Bezirk Innsbruck-Land) ab.

Tiroler sind Wechselwähler

Ein wechselndes Wahlverhalten sei typisch für die Tirolerinnen und Tiroler, urteilt Wahlexperte Christoph Hofinger: „Die Tiroler Wählerdynamik ist sehr hoch. Es gibt ein Klischee, dass die Tiroler angeblich treu sind. Das wird in Liedern besungen, aber im Wahlverhalten trifft das nicht zu. Sie gehören zu den mobilsten Wählerinnen und Wählern Österreichs. Sie haben wenige Gewerkschaftsbindungen und Parteimitgliedschaften. Tirol ist schon seit 30 Jahren ein Ort der starken Veränderungen.“

Wissenswertes über den Landtag

Wer wird genau gewählt? Und wie kommen die Politikerinnen und Politiker an einen Sessel im Landtag? – Politologe Fabian Habersack erklärt den Ablauf:

Machtverhältnisse in Tirol

Die derzeitige Koalition aus ÖVP und Grünen ist in Tirol seit 2013 an der Macht. Günther Platter ist seit 2008 Tiroler Landeshauptmann. Vor 2013 ist das Land von der Volkspartei und den Sozialdemokraten regiert worden. Dass die Volkspartei überhaupt nicht in der Landesregierung sitzt, ist noch nie vorgekommen.

Ergebnisse der Parteien bei den Landtagswahlen seit 1945
APA
Das Wahlergebnis dürfte deutlich anders ausfallen als noch vor vier Jahren

Die Ruhe vor dem Sturm

Letzte Vorbereitungen im ORF-Wahlstudio im Landhaus
ORF

Im ORF-Tirol-Wahlstudio im Landhaus laufen die letzten Vorbereitungen. Ab 15.30 Uhr starten die Liveübertragungen auf ORF2.

Erste Stimmen aus Prutz

Im Zuge des Erntedankfestes Prutz (Bezirk Landeck) hat sich ORF-Reporter Benedikt Kapferer unter den Wählerinnen und Wählern umgehört.

Erste Journalisten treffen ein

Journalistenzelt für die Landtagswahl 2022
ORF

Auch das Journalistenzelt füllt sich langsam – wer akkreditiert ist, darf an Ort und Stelle sein. Rund 250 haben das getan. In Kürze dürften alle Plätze besetzt sein, spätestens kurz vor Bekanntgabe der ersten Hochrechnung.

Letzte Vorbereitungen

Moderator Markus Feichter und Georg Oberhammer
ORF

ORF-Tirol-Moderator Markus Feichter und Nachrichtensprecher Georg Oberhammer rüsten sich für eine spannende Sendung – sie berichten ab 14.00 Uhr live auf Radio Tirol.

Wahlbeteiligung als Unbekannte

Die große Unbekannte ist, wie viele der 535.112 Wahlberechtigten heute zur Urne gehen. Landesweit ist vereinzelt aus den Sprengeln aber auch von einem etwas größeren Andrang als beim letzten Mal die Rede. 2018 ist die Wahlbeteiligung bei 60 Prozent gelegen. Die meisten Wahllokale schließen zwischen 14.00 und 15.00 Uhr ihre Pforten, die letzten um 17.00 Uhr.

Erste Wahl für 3.653 Personen

Für insgesamt 3.653 Erstwählerinnen und Erstwähler – also Personen, die zwischen dem 27. Februar und 25. September 2006 geboren sind – ist es der erste Urnengang überhaupt. Für 29.545 Wählerinnen und Wähler ist es die erste Landtagswahl, an der sie teilnehmen dürfen.

Stimmabgabe in einer Wahlkabine
APA/GEORG HOCHMUTH

Weitere Wahllokale schließen

Zwischen 14.00 und 15.00 Uhr schließen viele weitere Wahllokale im ganzen Land und beginnen mit der Auszählung der abgegebenen Stimmen. Die letzten werden um 17.00 Uhr schließen.

Wahllokal in Tirol
APA/ROLAND SCHLAGER

Stimmungstest für kommende Wahlen

Die Tiroler Wahl gilt auch als Stimmungstest für die kommenden Wahlen. Am 9. Oktober folgt mit der Bundespräsidentenwahl ein bundesweiter Wahlgang. Im kommenden Jahr wählen Niederösterreich, Salzburg und Kärnten ihre Landtage neu.

Politologe Filzmaier im Gespräch

Politologe Peter Filzmair im Gespräch mit ORF Tirol Redakteur Robert Schuler
ORF
Peter Filzmaier im Gespräch mit Robert Schuler

Auch Wahlforscher Peter Filzmaier beobachtet die Wahl heute mit großem Interesse. Im Gespräch mit Livereporter Robert Schuler schildert er für Radio Tirol, welche Fragen und Entwicklungen besonders spannend sind.

Haben Sie gültig gewählt …?

Unsere Reporterin Diana Foidl hat den Politologen Fabian Habersack gefragt, was man in der Wahlkabine alles tun darf und was nicht.

Stimmen aus Hall i. T.

Wahlumfrage Hall

Unser Reporter Benedikt Kapferer hat vor dem Wahllokal in Hall (Bezirk Innsbruck-Land) Wählerinnen und Wähler gefragt, warum sie heute ihre Stimme abgegeben haben und was sie sich erwarten.

Es dauert noch rund eineinhalb Stunden bis zur ersten ORF-SORA-Hochrechnung kurz nach 17.00 Uhr. Hier noch einmal die Ausgangslage:

Grafik zur Landtagswahl in Tirol 2018
Grafik: APA/ORF.at

Drei weitere Listen

Neben den sechs im Landtag vertretenen Parteien tritt auch die impfkritische MFG landesweit an. Die KPÖ kandidiert in der Landeshauptstadt Innsbruck und in Innsbruck-Land. Die Gruppierung „mach mit – Die Liste für alle anderen“ tritt nur in Innsbruck-Land an.

Die Parteizentralen füllen sich

Erste Gäste in der Wahlzentrale der Liste Fritz
ORF
Gespanntes Warten bei der Liste Fritz in der Innsbrucker Maximilianstraße

In den Räumlichkeiten der Parteien treffen erste Unterstützer und Sympathisantinnen ein. In gut einer Stunde wird die erste Hochrechnung erwartet.

Hochrechner führen letzte Checks durch

Ogris
ORF

Die Expertinnen und Experten des SORA-Instituts haben ihre Computer hochgefahren und überprüfen ein letztes Mal alle Programme und Rechner. Sobald um 17.00 Uhr die Daten von den Wahllokalen einlangen, erstellen sie die erste Hochrechnung, die nur wenige Minuten später fertig sein wird. Im Gespräch mit Robert Schuler erklärt Günther Ogris, wie seine Arbeit genau abläuft.

Ergebnisse aus Innsbruck erst ab 17.50 Uhr erwartet

Da die Wahllokale in der Landeshauptstadt noch bis 17.00 Uhr geöffnet haben, können die Innsbrucker Ergebnisse in der ersten Hochrechnung noch nicht berücksichtigt werden. Die ausgezählten Stimmen aus Innsbruck erwarten die Hochrechner daher erst nicht vor 18.00 Uhr.

In gut 40 Minuten sollte die erste Hochrechnung vorliegen. Die Anhänger der Parteien versammeln sich und warten gespannt.

Erste Gäste in der Wahlzentrale von NEOS
ORF
NEOS wartet in einem Innsbrucker Lokal auf das Ergebnis
Erste Gäste in der Wahlzentrale der Grünen
ORF

Die Tiroler Grünen haben sich in einem Restaurant in der Innenstadt zusammengefunden. In einer guten halben Stunde schließen die letzten Wahllokale in Innsbruck.

Erste Gäste in der Wahlzentrale der FPÖ
ORF

Auch die Anhängerinnen und Anhänger der FPÖ warten gespannt auf das Ergebnis der Wahl.

Unterstützer sammeln sich

Erste Gäste in der Wahlzentrale der FPÖ
ORF

In der Parteizentrale der SPÖ in der Innsbrucker Salurner Straße sind bereits alle Blicke auf den Livestream gerichtet.

Was könnte sich ändern?

ZIB-Chef Matthias Schrom analysiert mögliche bundespolitische Auswirkungen der Tirol-Wahl.

Der Listenzweite der Liste Fritz, Markus Sint, zeigt sich kurz vor der ersten Hochrechnung zuversichtlich.

Markus Sint
APA/EXPA/Johann Groder

Gleich geht’s los

Die Spannung steigt: Die letzten Wahllokale haben geschlossen. In wenigen Minuten wird die erste ORF-SORA-Hochrechnung erwartet.

Erste Hochrechnung: Deutliche Verluste für ÖVP

Nach der ersten Hochrechnung verliert die ÖVP deutlich und kommt auf 34,5 Prozent der Stimmen. Die SPÖ kommt auf 18,8 Prozent, die FPÖ erreicht 18,9 Prozent. Die Liste Fritz legt deutlich zu und kommt auf 10,1 Prozent. Die Grünen erreichen 8,6 Prozent. NEOS kommt auf 6,1 Prozent, MFG auf 2,5 Prozent, Sonstige erreichen 0,4 Prozent.

Hochrechnung LTW22 Tirol
ORF/SORA

So sieht aktuell die Verteilung im Landtag aus

Mandate Hochrechnung LTW22 Tirol
ORF/SORA

Betretene Gesichter in der ÖVP-Parteizentrale

Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig in der ÖVP-Parteizentrale
APA/ROLAND SCHLAGER
Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig (ÖVP) mit den Tiroler Kollegen

FPÖ und SPÖ zittern um Platz zwei

Platz zwei ist noch nicht entschieden. FPÖ (18,9 Prozent) und SPÖ (18,8 Prozent) liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen darum. Die Schwankungsbreite der aktuellen ORF-SORA-Hochrechnung beträgt noch 2,4 Prozentpunkte.

ÖVP reagiert auf die Hochrechnung

Die ÖVP in dem Moment, als die erste Hochrechnung verkündet wird

Viele Umfragen hatten ein schlechteres Ergebnis vorausgesagt. Offenbar ist man bei der ÖVP über die geschätzten 34,5 Prozent erleichtert – als die ersten Zahlen auf dem Bildschirm erscheinen, wird applaudiert.

Feierstimmung bei FPÖ

Bei der FPÖ ist die Freude groß – nach der derzeitigen Hochrechnung sind die Freiheitlichen auf Platz zwei.

Ergebnis von Oberperfuss

In der Heimatgemeinde von Andrea Haselwanter-Schneider (Liste Fritz) liegt die SPÖ auf dem ersten Platz. Die ÖVP liegt deutlich dahinter auf dem zweiten Platz, die Liste Fritz auf dem dritten Platz.

Ergebnis Oberperfuss
ORF

SPÖ gewinnt 1,5 Prozent

Die erste Hochrechnung sieht die SPÖ auf dem dritten Platz, dicht hinter der FPÖ.

Ergebnis von Sellrain

In seiner Heimatgemeinde Sellrain hat Georg Dornauer die absolute Stimmenmehrheit gewonnen. Die SPÖ liegt auf 58,51 Prozent. Deutlich dahinter liegen die ÖVP mit 21,39 Prozent und die FPÖ mit 12,65 Prozent.

Ergebnis Sellrain
ORF

Ergebnis von Galtür

In seiner Heimatgemeinde Galtür hat Anton Mattle 77,59 Prozent der Stimmen geholt. Alle anderen Parteien bleiben einstellig.

Ergebnis Galtür
ORF

Grüne verlieren ein Mandat

Keiner klatscht: Nach derzeitigem Stand müssen die Grünen ein Mandat im Landtag abgeben – laut aktueller Hochrechnung kommen sie auf 8,8 Prozent und landen damit auf Platz fünf. Sie werden von der Liste Fritz überholt.

Ergebnis von Axams

In seiner Heimatgemeinde Axams kommt Markus Abwerzger auf 16,71 Prozent der Stimmen. Hier liegt die SPÖ vor der ÖVP auf dem ersten Platz.

Ergebnis Axams
ORF

Abwerzger: „FPÖ ist wieder da“

FPÖ-Obmann und Spitzenkandidat Markus Abwerzger zeigt sich mit der ersten ORF-SORA-Hochrechnung „sehr zufrieden“. „Die FPÖ ist wieder da.“ Anfang des Jahres sei man in Umfragen noch bei rund 13 Prozent gelegen, sagt Abwerzger. Man habe ein „sehr gutes Ergebnis“ erreicht und sei sehr erleichtert.

Markus Abwerzger (FPÖ) ,im Rahmen der Tiroler Landtagswahl, am Sonntag, 25. September 2022 in Innsbruck. – FOTO: APA/ROLAND SCHLAGER
APA/ROLAND SCHLAGER

Abwerzger sieht noch Chancen, die 19 Prozent zu überspringen und vielleicht das beste Ergebnis in der Geschichte der Tiroler FPÖ einzufahren. 1999 lag es bei 19,6 Prozent. Er bekundet zudem das Bestreben, weiter im Koalitionsspiel zu bleiben: „Wir strecken die Hand aus und sind gesprächsbereit mit allen.“

Liste Fritz überholt Grüne

Der Wunsch der Liste Fritz geht in Erfüllung: Sie schafft ein zweistelliges Ergebnis und gewinnt einen Sitz im Landtag. Mit diesem Ergebnis überholt die Liste die Grünen.

Hochrechnung: FPÖ vergrößert Abstand zu SPÖ leicht

Hochrechnung LTW22 Tirol
ORF/SORA

NEOS bei der Verkündung der Hochrechnung

Zahmer Applaus bei NEOS, als die Zahlen für die erste Hochrechnung einlaufen.

Sybille Brunner in der ÖVP-Parteizentrale

Reporterin Sybille Brunner bei der ÖVP

Obwohl die ÖVP ihr historisch schlechtestes Ergebnis einfährt, jubelt die ÖVP über die erste Hochrechnung.

Großer Jubel bei der Liste Fritz

Listengründer Fritz Dinkhauser freut sich mit Spitzenkandidatin Andrea Haselwanter-Schneider und Markus Sint über das Ergebnis.

Fritz Dinkhauser, Andrea Haselwanter-Schneider und Markus Sint jubeln
Zeitungsfoto.at

Oberhofer hätte sich „mehr erwartet“

NEOS-Klubobmann und Spitzenkandidat Dominik Oberhofer zeigt sich in einer ersten Reaktion gegenüber der APA etwas enttäuscht. „Ich hätte mir mehr erwartet“, sagt er im Innsbrucker Landhaus nach der ersten Hochrechnung. Allerdings müsse man noch das Endergebnis abwarten, mit den Innsbrucker Stimmen könne sich noch ein Mandat mehr ausgehen, meint er.

NEOS-Spitzenkandidat Dominik Oberhofer
APA/ROLAND SCHLAGER
Dominik Oberhofer wird für ein Liveinterview vorbereitet
Ergebnis von Imst
ORF

Mattle stellt Führungsanspruch

Mattle bedankt sich bei den Wählerinnen und Wählern für das Vertrauen und betont, doppelt so viele Mandate wie jeweils der Zweit- und Drittplatzierte erreicht zu haben. Die Volkspartei stelle damit den Führungsanspruch und den Anspruch, den Landeshauptmann zu stellen. Die Frage, ob er eine Koalition mit der SPÖ anstrebe, will Mattle nicht beantworten.

„Großartiges Ergebnis“ für Liste Fritz

Haselwanter-Schneider zeigt sich in einer ersten Reaktion „überwältigt“ und „dankbar“ über den laut Hochrechnungen klaren Zugewinn. Erste Ergebnisse weisen der Liste ein Ergebnis von 10,1 Prozent und damit Zweistelligkeit sowie einen Zugewinn von 4,7 Prozentpunkten zur letzten Wahl 2018 aus. Das sei ein „großartiges Ergebnis“, sagt die Liste-Fritz-Frontfrau der APA.

Andrea Haselwanter-Schneider (Liste Fritz)
APA/ROLAND SCHLAGER

Verhaltener Jubel in der SPÖ-Zentrale

Jubel in der SPÖ-Wahlkampfzentrale bei der SPÖ
APA/EXPA/Johann Groder

FPÖ freut sich über Platz zwei

Stimmung bei der FPö nach der ersten Hochrechnung
APA/EXPA/ERICH SPIESS

Für Markus Abwzerger und seine Parteikollegen von der FPÖ hat sich das von ihnen ausgerufene „Duell um Tirol“ durchaus ausgezahlt. Zwar hat man der ÖVP nicht Platz eins abjagen können, was wohl auch kaum jemand ernsthaft geglaubt hat, doch haben die Freiheitlichen zur SPÖ aufgeschlossen und sind an ihr bestes Ergebnis bei einer Landtagswahl in Tirol herangekommen.

Leichte Verschiebungen bei nächster Hochrechnung

Hochrechnung LTW22 Tirol
ORF/SORA

Gemischte Reaktionen von NEOS

Reaktion NEOS

Reporter Patrik Mayerhofer berichtet von der Wahlparty der NEOS

Die Schwankungsbreite macht NEOS noch Kopfzerbrechen – noch könnte die Partei unter die fünf Prozent fallen und damit nicht in den Landtag kommen.

Mittlerweile sind die Wahlergebnisse von 237 der 277 Gemeinden ausgezählt. Bereits komplett ausgezählt sind die Gemeindeergebnisse der Bezirke Imst, Landeck und Reutte.

Dornauer zuversichtlich für Platz zwei

SPÖ-Chef und -Spitzenkandidat Dornauer ist zuversichtlich, im Laufe des Abends noch Platz zwei zu erreichen und damit die FPÖ zu überholen. „Ich glaube, es wird eine Punktlandung.“ Erste Gratulationen richtet er an die ÖVP. Diese habe nun den „demokratisch legitimierten Auftrag zur Regierungsbildung“.

Feierstimmung bei Liste Fritz

Reporter Klaus Schönherr berichtet von der Wahlfeier der Liste Fritz.

Abwarten und Hoffnung bei SPÖ

Die Partei erhofft sich, dass sich bis zum Endergebnis noch Prozentpunkte verschieben. Derzeit haben die Sozialdemokraten ihr Wahlziel von 20 Prozent nicht erreicht und landen auf Platz drei hinter den Freiheitlichen.

ÖVP verliert absolute Mehrheit im Bezirk Imst

Im Bezirk Imst hat die ÖVP ihre absolute Stimmenmehrheit deutlich verloren und kommt auf 38,64 Prozent. Die FPÖ legt deutlich zu und liegt vor der SPÖ, die ebenfalls zulegt, auf dem zweiten Platz.

Ergebnis Bezirk Imst
ORF

Mair sieht Grüne nicht als „erste Ansprechpartner“

Grünen-Spitzenkandidat Gebi Mair will das Ergebnis seiner Partei bei der heutigen Landtagswahl „nicht schönreden“. Klar sei, Schwarz-Grün sei Geschichte, und man sei bei Koalitionsgesprächen auch nicht erster Ansprechpartner. Würden aber Sondierungen anderer Parteien keine Ergebnisse bringen, stünde man für Gespräche zur Verfügung.

Was seine persönliche Zukunft angeht, lässt Mair diese gegenüber der APA offen. Die Grünen gewännen und verlören gemeinsam. Man werde sich nun daher gemeinsam anschauen, wie man sich am besten in neuen Verhältnissen aufstelle.

Wie es zu dem „schmerzlichen Abend“ gekommen ist, sieht Mair im Zusammenhang mit der Regierungstätigkeit. Hier habe man Verantwortung für Dinge übernehmen müssen, die nicht immer populär gewesen seien, spielt er unter anderem auf die Pandemiepolitik an.

ÖVP im Bezirk Reutte klar auf Platz eins

Auch im Bezirk Reutte verliert die ÖVP im Vergleich mit der letzten Landtagswahl deutlich, bleibt aber mit 42,7 Prozent der Stimmen klar auf dem ersten Platz. Die FPÖ legt deutlich zu und kommt auf 19,49 Prozent. Die SPÖ legt nur minimal zu und liegt mit 13,25 Prozent auf dem dritten Platz.

Ergebnis im Bezirk Reutte
ORF

ÖVP hält Absolute im Bezirk Landeck

Trotz deutlicher Verluste behält die ÖVP im Bezirk Landeck die absolute Stimmenmehrheit. Die SPÖ legt zu und bleibt vor der FPÖ, die vier Prozentpunkte gewinnt, auf dem zweiten Platz.

Ergebnis im Bezirk Landeck
ORF

Gebi Mair lässt seine politische Zukunft vorerst offen

Gebi Mair
APA/Roland Schlager

Laut derzeitigem Stand sind die Grünen von der Liste Fritz abgehängt worden. Sie rutschen auf Platz fünf ab.

Deutliche ÖVP-Verluste in Bezirk Kitzbühel

Der tirolweite Trend zu Verlusten der ÖVP macht auch vor dem Bezirk Kitzbühel nicht halt. Die ÖVP verliert die Absolute und erreicht 41,62 Prozent. Die FPÖ überholt die SPÖ und liegt mit 16,78 Prozent auf dem zweiten Platz.

Ergebnis Bezirk Kitzbühel
ORF

Grüne verlieren wohl fast zwei Prozentpunkte

„Kein Hauch von Euphorie“ und „betretene Gesichter“ bei den Grünen, berichtet unsere Reporterin Christiane Knapp. Die Grünen selbst sprechen von einem „schmerzlichen Ergebnis“, das nicht schönzureden sei, wollen aber das Endergebnis abwarten.

248 der 277 Tiroler Gemeinden sind mittlerweile ausgezählt. Mit Spannung wird das Ergebnis der Landeshauptstadt Innsbruck erwartet.

Zweierkoalition möglich

Georg Dornauer, Anton Mattle und Markus Abwerzger
APA/Roland Schlager

Nach der Wahl geht sich für die ÖVP eine Zweierkoalition sowohl mit der SPÖ als auch der FPÖ aus. Mit Letzterer zusammenzuarbeiten schließt Mattle jedoch aus. Er würde sich auch durchaus zutrauen, eine „Dreierkoalition ins Leben zu rufen“, hat er vor der Wahl gesagt. Rechnerisch möglich ist das mit Liste Fritz, Grünen und NEOS.

SPÖ und FPÖ Kärnten gratulieren

Die Kärntner SPÖ und FPÖ gratulieren ihren Parteikollegen in Tirol. Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) sagt, die Zugewinne seien Beleg für wachsendes Vertrauen in die SPÖ Tirol. Der Kärntner FPÖ-Landesparteiobmann Erwin Angerer spricht von einem „großartigen Erfolg“ der FPÖ Tirol – mehr dazu in kaernten.ORF.at.

FPÖ feiert
ORF
Große Freude bei der FPÖ

Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig (ÖVP) sieht Ergebnis nüchtern

Die Ausgangslage für Mattle sei schwierig gewesen, man sei über 30 Prozent gekommen – was schmerzhaft sei, aber Mattle stärke, so Totschnig. Bundespolitisch habe das Ergebnis der Tiroler ÖVP jedenfalls keine Auswirkungen.

NEOS hofft auf gutes Ergebnis in Innsbruck

Dominik Oberhofer hätte sich ein besseres Ergebnis erwartet. Spannend bleibt es für ihn, da unter anderem das Innsbrucker Ergebnis noch aussteht.

Dominik Oberhofer
APA/EXPA/Johann Groder

Reaktionen aus dem Burgenland

Die burgenländische ÖVP sieht trotz des Debakels für die Tiroler Parteikollegen ein „beachtliches Ergebnis“. Mattle habe es „unter schwierigsten Voraussetzungen“ geschafft, Platz eins zu sichern, stellt der burgenländische Landesgeschäftsführer Patrik Fazekas fest. Von SPÖ und FPÖ Burgenland gibt es Gratulationen für Rot und Blau – mehr dazu in burgenland.ORF.at.

Bundesrat-Mehrheiten dürften stabil bleiben

Die Tiroler Landtagswahl dürfte laut aktueller SORA-Hochrechnung zu keiner Veränderung der Mehrheitsverhältnisse im Bundesrat geführt haben. Trotz des drastischen Absturzes der ÖVP dürfte sie ihre drei Mandate behalten, FPÖ und SPÖ würden jeweils einen Bundesrat stellen. Damit hätte die türkis-grüne Bundesregierung die Sicherheit, dass im Nationalrat mit ihrer Mehrheit beschlossene Gesetze nicht von der Länderkammer auf die Wartebank gesetzt werden.

Steirischer LH Drexler: „Besser als vorhergesagt“

„Das Ergebnis ist besser als vorhergesagt“, sagt der steirische Landeshauptmann Christopher Drexler (ÖVP). „Damit ist und bleibt die Tiroler Volkspartei die klare Nummer eins im Bundesland.“

Der steirische FPÖ-Landesparteiobmann Mario Kunasek gratuliert Abwerzger und sieht belegt, dass sich die FPÖ wieder auf dem Erfolgsweg befinde – mehr dazu in steiermark.ORF.at.

NEOS-Bundeschefin zeigt sich zufrieden

Obwohl die Umfragen NEOS ursprünglich ein größeres Plus voraussagten, sei das heutige Ergebnis durchaus erfreulich, so Beate Meinl-Reisinger im Interview mit unserem Reporter Martin Papst.

Für Wallner „klarer Regierungsauftrag“ an ÖVP

Vorarlbergs Landeshauptmann und ÖVP-Obmann Markus Wallner sieht in dem Ergebnis der Tiroler Landtagswahl einen „klaren Regierungsauftrag“ für die Volkspartei. Das Ergebnis sei „deutlich besser, als die Umfragen gezeigt haben und die Volkspartei weiterhin deutlich stärkste Kraft in Tirol“. Zufrieden äußern sich auch Vorarlbergs Freiheitliche, Grüne und NEOS. Höhere Gewinne für die SPÖ hat sich SPÖ-Chefin Gabriele Sprickler-Falschlunger erwartet – mehr dazu in vorarlberg.ORF.at.

SPÖ trotz Zugewinnen knapp hinter FPÖ

Georg Dornauer hatte sich ein besseres Ergebnis erwartet. Die SPÖ kommt mit ihm laut Hochrechnung auf auf 18 Prozent der Stimmen. Trotz Gewinnen bleibt er damit hinter der FPÖ. In seiner Heimatgemeinde Sellrain – dort ist er auch Bürgermeister – schaffte er ein Plus von 17 Prozentpunkten, was satte 58,5 Prozent ergibt.

Georg Dornauer
APA/EXPA/Johann Groder

Gebi Mair verabschiedet sich von Schwarz-Grün

Man müsse diese Niederlage erst verkraften, so der Grüne Spitzenkandidat. Schwarz-Grün sei „in Tirol Geschichte“, bilanzierte er im Interview mit Martin Papst.

FPÖ im Bezirk Schwaz deutlich vor SPÖ

Mit 37,41 Prozent der Stimmen bleibt die ÖVP im Bezirk Schwaz zwar deutlich an erster Stelle, muss aber auch hier deutliche Verluste hinnehmen. Die FPÖ mit 22,33 Prozent sowie die SPÖ mit 17,61 Prozent der Stimmen können hier deutlich zulegen.

Ergebnis Bezirk Schwaz
ORF

Was wollen die Wähler?

Jede zweite ÖVP-Wählerin bzw. jeder zweite ÖVP-Wähler wünscht sich die SPÖ in der Regierung. Nur 14 Prozent wollen hingegen eine Koalition mit der FPÖ. Ähnlich sieht es bei den SPÖ-Wählerinnen und SPÖ-Wählern aus: 40 Prozent wünschen sich die ÖVP in der Regierung. Bei FPÖ-Wählerinnen und FPÖ-Wählern ist das Bild nicht so eindeutig. Wählerinnen und Wähler von Liste Fritz und Grünen wollen zuerst die SPÖ in der Regierung sehen.

Bundes-ÖVP sieht Verluste geringer als befürchtet

VP-Generalsekretär Christian Stocker redet die Verluste der ÖVP in Tirol klein und verweist auf den ersten Platz, der der Partei erhalten blieb. Spitzenkandidat Anton Mattle habe sich zum Ziel gesetzt, die 30 Prozent zu überspringen, und das sei gelungen. Man habe den vorausgesagten Totalabsturz verhindert, die Tirolerinnen und Tiroler hätten mit ihrem Stimmverhalten deutlich zum Ausdruck gebracht, „dass ihr Landeshauptmann Toni Mattle heißen soll“, so Stocker.

Neue Hochrechnung: NEOS fix im Landtag

Die neueste Hochrechnung um kurz vor 19.00 Uhr bringt die Klarheit: NEOS bleibt fix im Landtag. Die derzeitige Schwankungsbreite ist zu klein, als dass die Partei noch zittern muss.

Hochrechnung LTW22 Tirol
ORF/SORA

Der Abstand der FPÖ vor der SPÖ vergrößert sich: Die FPÖ kommt mit 18,9 Prozent (2018: 15,53 Prozent) wohl auf Platz zwei vor der SPÖ mit 18,0 Prozent (2018: 17,25 Prozent). Platz eins geht trotz eines Minus von knapp zehn Prozentpunkten an die ÖVP, die auf 34,6 Prozent abstürzt. 2018 erreichte die Volkspartei noch 44,26 Prozent.

Zudem ist das Ergebnis der Liste Fritz jetzt wieder zweistellig, in einer früheren Hochrechnung war sie kurz unter zehn Prozent gefallen.

ÖVP NÖ: „Klare Gründe“ für Verluste

„Natürlich ist das heute kein gutes Ergebnis für die Tiroler Volkspartei. Aber es gibt für diesen Verlust auch klare Gründe: Die schwierige Zeit, in der wir uns befinden, die kurze Zeit, die Anton Mattle hatte, und der Gegenwind, den ihm manche Meinungsforscher mit falschen Prognosen bereitet haben“, sagt Bernhard Ebner, Landesgeschäftsführer der ÖVP NÖ.

ÖVP-Sitzenkandidat Anton Mattle im Rahmen der Tiroler Landtagswahl
APA/ROLAND SCHLAGER
ÖVP-Spitzenkandidat Anton Mattle trat ohne LH-Bonus zur Wahl an

Die Bürger hätten „genug von der absoluten Machtausübung der ÖVP und senden ein deutliches Signal an den Bund und andere Länder“, twitterte der nö. SPÖ-Landesvorsitzende LH-Stv. Franz Schnabl. Das Ergebnis sei „äußerst erfreulich und bestätigt den konsequenten freiheitlichen Weg“, so Udo Landbauer, FPÖ NÖ. NEOS-Landessprecherin Indra Collini gratuliert „zu einem guten liberalen Ergebnis“ – mehr dazu in noe.ORF.at.

Warten auf letzte Ergebnisse

Noch fehlt das Ergebnis von zwölf Gemeinden – unter anderem das Ergebnis der Landeshauptstadt Innsbruck.

Mattle: „Ich war unwahrscheinlich angespannt“

„Ich war unwahrscheinlich angespannt“ – weil er sich Gedanken gemacht habe, ob die Aufholjagd Früchte tragen werde, sagt Mattle. Er sei froh, 14 Mandate erreicht zu haben. Es gelte, das Vertrauen der Wählerinnen und Wähler, „die wir verloren haben, zurückzugewinnen“. Er werde mit allen außer der FPÖ Regierungsgespräche führen.

Dornauer hätte gern den zweiten Platz verteidigt. Er habe die Latte mit 20 Prozent sehr hoch gelegt. Morgen werde im Landesvorstand beraten.

Das Wahlergebnis sei eine „Wohltat“, sagt Abwerzger. Er freue sich, das Wahlergebnis zu feiern. Die FPÖ sei offen für Gespräche und schließe niemanden aus.

NEOS mit gutem Ergebnis in Innsbruck

In Innsbruck verliert die ÖVP zwar ebenfalls, erreicht mit 20,58 Prozent der Stimmen aber noch knapp den ersten Platz. Die SPÖ liegt knapp vor den Grünen und der FPÖ auf dem zweiten Platz. NEOS erreicht in Innsbruck mit 7,75 Prozent ein deutliches besseres Ergebnis als in anderen Bezirken.

Ergebnis von Innsbruck
ORF

Starke Verluste für ÖVP und SPÖ im Bezirk Lienz

Neben der ÖVP muss auch die SPÖ im Bezirk Lienz große Verluste hinnehmen. Deutlich zulegen können die FPÖ und die Liste Fritz, die Grünen gewinnen nur leicht.

Ergebnis Bezirk Lienz
ORF

Warten auf Wattens

Inzwischen sind alle Tiroler Gemeinden ausgezählt – für das vorläufige Endergebnis fehlt aber noch das Ergebnis aus Wattens (Bezirk Innsbruck-Land).

FPÖ im Bezirk Kufstein deutlich vor SPÖ

Zwar behält die ÖVP auch im Bezirk Kufstein den ersten Platz, die FPÖ gewinnt aber auch hier deutlich und liegt mit 22,14 Prozent auf dem zweiten Platz. Leicht gewinnen kann auch hier die SPÖ, während die Grünen Stimmenanteile verlieren.

Ergebnis Bezirk Kufstein
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Innsbruck-Land: SPÖ hinter ÖVP auf zweitem Platz

Verluste müssen im Bezirk Innsbruck-Land neben der ÖVP auch die Grünen verzeichnen. Großer Gewinner sind die SPÖ, die auf 20,35 Prozent kommt, und die FPÖ mit 17,76 Prozent der Stimmen. Die Liste Fritz kann das Ergebnis im Vergleich zur letzten Landtagswahl beinahe verdoppeln.

Ergebnis Innsbruck-Land
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Kickl: Gratulation an FPÖ Tirol zu „sensationeller Leistung“

FPÖ-Bundesparteichef Herbert Kickl dankt in einer ersten Reaktion den Tirolerinnen und Tirolern und gratuliert dem Tiroler Landesparteiobmann Markus Abwerzger und dessen Team: „Die Tiroler Freiheitlichen haben laut aktuellen Hochrechnungen fast 19 Prozent erreicht und zum allerersten Mal Platz zwei erobert. Das allein ist schon eine sensationelle Leistung“, so Kickl. Er sieht im Ergebnis einen eindeutigen Auftrag.

Endergebnis: ÖVP trotz Einbruchs auf Platz eins, FPÖ vor SPÖ

Mandate Endergebnis LTW22 Tirol
Land Tirol

Die ÖVP hat bei der Landtagswahl in Tirol einen Absturz erlitten. Die Partei von Spitzenkandidat Anton Mattle büßt rund zehn Prozentpunkte ein und kommt laut vorläufigem Endergebnis auf 34,71 Prozent der Stimmen. 2018 hat die Volkspartei noch 44,26 Prozent erzielt. Die FPÖ hat die SPÖ überholen können und belegt mit 18,84 Prozent Platz zwei (2018: 15,53 Prozent). Die SPÖ stagniert nahezu und erreicht 17,48 Prozent (2018: 17,25 Prozent).

Georg Dornauer, Anton Mattle und Markus Abwerzger
APA/Roland Schlager

Die Liste Fritz legt auf 9,9 Prozent zu (2018: 5,46) und überholt die Grünen, die nur noch auf Platz fünf kommen. Die Ökopartei erreicht 9,2 Prozent – und verliert gegenüber 2018 rund eineinhalb Prozentpunkte (Ergebnis 2018: 10,67 Prozent).

ÖVP-Sitzenkandidat Anton Mattle und Liste Fritz-Spitzenkandidatin Andrea Haselwanter-Schneider  im Rahmen der Tiroler Landtagswahl
APA/ROLAND SCHLAGER

NEOS kann leicht zulegen und erreicht 6,29 Prozent. 2018 sind die Pinken bei ihrem erstmaligen Einzug in den Landtag auf 5,21 Prozent gekommen. Gescheitert an der Fünfprozenthürde ist die MFG mit 2,78 Prozent. Die KPÖ erreicht 0,67 Prozent, „mach mit“ 0,13 Prozent.

Georg Dornauer (SPÖ)/Dominik Oberhofer (NEOS)
APA/EXPA/JOHANN GRODER

Wahlbeteiligung höher als vor vier Jahren

Die Wahlbeteiligung ist bei 65,02 Prozent (2018: 60,0) gelegen. Das von der Landeswahlbehörde auf ihrer Website bekanntgegebene vorläufige Endergebnis beinhaltet auch die per Briefwahl und Wahlkarten abgegebenen Stimmen – diese werden in Tirol am Wahltag mit ausgezählt.

Wählerin beim Einwerfen des Stimmzettels in einem Wahllokal
APA/GEORG HOCHMUTH

Grüne wohl nur noch in zwei Landesregierungen

Mit den Verlusten beider Regierungspartner bei der Tiroler Landtagswahl am Sonntag ist die schwarz-grüne Landesregierung Geschichte. Möglich, aber nicht recht wahrscheinlich, wäre eine „Dirndl-Koalition“ unter Einbindung auch von NEOS wie in Salzburg. Viel wahrscheinlicher ist, dass die Grünen künftig nur noch in zwei Landesregierungen vertreten sein werden. 2014/15 waren es noch sechs. Seit 2019 sind die Grünen allerdings erstmals im Bund (mit der ÖVP) am Ruder.

Gebi Mair (Grüne) im Rahmen der Tiroler Landtagswahl
APA/ROLAND SCHLAGER
Gebi Mair und seine Grünen müssen herbe Verluste hinnehmen

Von den vielen Landesregierungen werden – nach dem Abschied Tirol – nur noch die ÖVP-Grün-Koalition in Vorarlberg (die 2019 verlängert worden ist) und die Regierungsrolle in Salzburg bleiben, wo 2018 ÖVP und Grüne (die massiv eingebrochen waren) auch NEOS dazunehmen mussten, um die nötige Mandatsmehrheit im Landtag zu haben.

Platter: Zwischen Enttäuschung und Erleichterung

Der scheidende Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) spricht trotz „herber Verluste“ von einem respektablen Ergebnis, das viele Umfrageergebnisse übertroffen habe. Er gratuliert Anton Mattle zum Ergebnis – man müsse „die Gesamtsituation betrachten“, so Platter.

Auf Wiedersehen

Das Team von tirol.ORF.at beendet nun die Liveberichterstattung und sagt Danke fürs Mitlesen.