Tirol: Gschlößtal

Es ist schon unglaublich, wie schön Tirol ist. Und einer der schönsten Plätze des Landes ist mit Sicherheit das Geschlößtal in Osttirol. Die Schönheit dieses beeindruckenden Naturjuwels lässt wohl niemanden kalt. Und wer es einmal gesehen hat, der will immer wieder hin.

Das Matreier Tauernhaus ist der Ausgangspunkt für die Erkundung des wildromantischen Gschlößtals im Nationalpark Hohe Tauern. Im Winter ist es meistens wegen Lawinengefahr gesperrt, im Sommer gilt es als Paradies für Wanderer, Bergsteiger und Mountainbiker.

Gschlößtal

Ursula Aichner

Seine Majestät, der Großvenediger

Gschlößtal

Ursula Aichner

Almparadies für Einheimische und Urlauber

Die Telefonnummer für das Gschlößtal 0901 05 909 19

Wohnen auf der Alm

Seit Jahrhunderten wird es schon als Almgebiet genützt und als „schönster Talabschluss der Ostalpen“ beworben. Kurz nach dem Beginn des Tales liegt die Almsiedlung Außergschlöß mit der Einkehrmöglichkeit „Berghaus“. In mehreren Hütten leben im Außergschlöß vor allem Matreier. Die meisten kommen im Mai, um den Sommer im Geschlößtal zu verbringen.

Nach Außergeschlöß geht es weiter zum Frauenbrünndl. Die Legende sagt, Maria soll dort Windeln gewaschen haben. Man war deshalb lange überzeugt, dass die Quelle Heilkräfte habe. Das heilsame Wasser lindert vor allem Frauenleiden und soll auch die Gesundheit der Augen fördern, hieß es früher. Und so mancher Osttiroler glaubt heute noch daran.

Gschlößtal

Ursula Aichner

Auch die Felsenkapelle neben dem ebenen Wanderweg ist einen Besuch wert. Sie hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Zum ersten Mal ist sie 1688 errichtet worden. Zwei Mal donnerten Lawinen über sie hinweg und zerstörten sie. Irgendwann reichte es den Bauern, und sie bauten die Kapelle in einer natürlichen Höhle neu auf.

Gschlößtal

Ursula Aichner

Kapelle in der Höhle

Zu Fuß oder mit der Kutsche

Beim Wandern hat man immer wieder einen großartigen Blick auf die Venedigergruppe. Am Ende des Gschlößtals liegt Innergschlöß. Das Gasthaus dort heißt – wie könnte es anders sein - „Venedigerhaus“. Wer keine Lust auf diese kleine Wanderung - vom Matreier Tauernhaus aus - hat, der kann sich auch von einer Pferdekutsche zum Tal-Ende bringen lassen.

Gschlößtal

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Wer nicht gehen mag, lässt sich kutschieren

Einen weiteren Höhepunkt darf man im Innergschlöß natürlich nicht auslassen. Auf dem Weg zur Prager Hütte liegt oberhalb des Salzbodensees ein kleiner Tümpel mit einer Wollgrasinsel in der Mitte. Von oben schaut dieser kleine Teich aus wie ein Auge. Die Einheimischen haben es das „Auge Gottes“ genannt.

Katharina Kramer, tirol.ORF.at

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