Extremskirennen „Der Weiße Rausch“

Es ist wohl eines der spektakulärsten Alpinskirennen, das am Samstag in St. Anton am Arlberg (Bezirk Landeck) über die Piste geht. Das Rennen vom Valluga-Grat hinunter ins Tal wird von den Veranstaltern live im Internet übertragen.

Jährlich wagen sich 555 Nervenstarke in den Kategorien Ski Alpin, Snowboard, Telemark, Kurzski und Monoski über die neun Kilometer lange, unpräparierte Piste vom Grat der Valluga über das Valfagehrjoch hinunter ins Tal nach St. Anton am Arlberg. Das Rennen verlangt den Sportlern alles ab und bringt die meisten an ihre persönlichen und sportlichen Grenzen.

Die Strecke

„Nicht präpariert, über weite Teile eine Buckelpiste, weicher Frühlings-Firnschnee und mit Absicht in schlechtem Zustand“, so beschreibt der Tourismusdirektor von St. Anton am Arlberg, Martin Ebster, die Abfahrt. „Skifahrerisches Können, Schnelligkeit, Geschicklichkeit und höchste Konzentration sind bei allen Athleten gefordert“, so Ebster weiter.

Start ist in 2.650 Metern Seehöhe am Grat der Valluga, aufgeteilt in drei Gruppen zu 250, 200 und etwa 100 Teilnehmer. Bereits die richtige Position beim Massenstart bringt später wichtige Sekunden.

Weißer Rausch Massenstart

arlbergadler.eu, Anton Brey

Der Massenstart am Vallugagrat

Die wahre Herausforderung folgt kurz nach Beginn: Ein erster, entscheidender Anstieg. Die Athleten haben auf 150 Metern Länge etwa 36 Höhenmeter zu bewältigen. Der Großteil kämpft sich mit abgeschnallten Skiern den Berg hinauf.

Weißer Rausch Anstieg

Josef Mallaun

Etwa 150 Meter müssen die Athleten wieder nach oben

„Elf bis 18 Minuten nach dem Start kommen die meisten ins Ziel. Nach neun Kilometern extremer Bedingungen haben wir kurz davor noch einmal eine Hürde eingebaut. Die Teilnehmer müssen ein großes Schneehindernis bewältigen“, so Ebster.

Weißer Rausch Anstieg

Josef Mallaun

Die letzte Hürde kurz vor dem Ziel

Entschärfte Bedingungen gelten hingegen bei der der Mini-Ausgabe des „Weißen Rausch“ für Youngsters zwischen elf und 16 Jahren. Start ist am Samstag um 16.30 Uhr oberhalb der Sennhütte in St. Anton am Arlberg.

Große technische Bemühungen

"Wir betreiben einen technisch sehr hohen Aufwand, um den „Weißen Rausch" nicht nur ins Zielgelände, sondern auch live ins Internet zu übertragen“, freut sich Ebster. Neun entlang der Strecke aufgebaute Kameras fangen nahezu jeden Schwung der Skifahrer ein.

Der Film

Der Titel des Rennens „Weißer Rausch“ geht auf den gleichnamigen Film aus den 1930er-Jahren zurück. Schon damals gab es in „Der weiße Rausch – neue Wunder des Schneeschuhs“ Szenen von Massenstarts bei Skirennen zu sehen. Bis heute ist der Massenstart einer der spektakulärsten und für die Läufer schwierigsten Momente des Rennens.

Links: