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MO | 06.09.2010
Bild: ORF
matrei
Bäuerinnen-Protest gegen Kraftwerk
In Osttirol haben sich am Sonntag die Bäuerinnen von Matrei unterhalb der Felbertauernstraße in Raneburg versammelt. Dort plant die TIWAG laut Optionenbericht eine Staustufe für ein Kraftwerk. Dagegen wurde protestiert.
Bei Raneburg versammelt
Etwa 300 Menschen, vor allem Bäuerinnen und Bauern der Region, aber auch Alpinisten und Urlaubsgäste, haben sich am Sonntag bei Raneburg, einer Fraktion der Gemeinde Matrei, am südlichen Ende des Felbertauerntunnels versammelt. Dort, wo ein Schüttdamm für ein Pump-Speicher-Kraftwerk stehen könnte. Ihre Parole verkünden sie auf Transparenten: "Dieses Land gehört uns und nicht der TIWAG!"
Angst um Einkommen
Ein neues Kraftwerk in einem Tal, durch das schon jetzt eine Hochspanungsleitung führt, das ist für die Matreier Ortsbäuerin Anna Steiner nicht vorstellbar: "Wir verstehen nicht, warum es an die zweite Stelle gereiht wurde. Es ist mit keinem Grundbesitzer geredet worden. Die Betroffenen möchten weiterhin Bauer sein und ihre Almen behalten. Auch die Zimmervermieter fürchten sich vor einer riesigen Baustelle. Das ist wie der Verlust eines Arbeitsplatzes."
Gemeinderat wird informiert
Die Demonstranten sehen eine realistische Chance, dass das Kraftwerk nicht gebaut werden könnte, da die Umweltkriterien als eher schlecht bewertet werden.

Am Montag stellt sich der Chef der Raumordnungsabteilung, Franz Rauter, den Fragen der Matreier Gemeinderäte.
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