Tirol ORF.at Login
Innsbruck 11.4°C
Heute sonnig und warm
SO | 01.08.2010
Schweine. (Bild: APA)
TIERVERSUCH
Lawinenexperiment mit Schweinen im Ötztal
Ein Tierversuch im hinteren Ötztal sorgt für Diskussionen. In Vent werden 29 Schweine lebendig in den Schneemassen einer simulierten Lawine vergraben. Die Tiere kommen dabei ums Leben. Das Experiment ist genehmigt und dauert 14 Tage.
Wissenschaftler: Sind auf Tierversuch angewiesen.
Aufschlüsse über Umstände des Todes
Die internationalen Wissenschaftler unter der Federführung der Universitätsklinik für Anästhesie in Innsbruck erhofften sich so Aufschlüsse über die Umstände des Todes eines Verschütteten in einer Lawine, sagte Herman Brugger vom Institut für Alpine Notfallmedizin in Bozen. Man sei hier auf einen Tierversuch angewiesen, da man das in keiner anderen Situation simulieren könne, so Brugger.
Experiment soll zwei Wochen dauern
Begonnen hat das Experiment am Dienstag. Die Vergrabung der insgesamt 29 Schweine erstreckt sich - so der Plan der Wissenschaftler - über rund zwei Wochen, pro Tag sind es etwa zwei bis drei Schweine.

Unmittelbar nach dem Ausgraben der toten Tiere werden diese zerteilt. Gewebeproben werden zur wissenschaftlichen Auswertung nach Amerika geschickt, der Rest kommt in die Tierkörperverwertung.
Schweine werden im Schnee begraben
Die Schweine werden dafür narkotisiert und an Geräte angeschlossen, in den Schnee gelegt und begraben. Je nach Größe der Atemhöhle verfolgen die Forscher über Minuten bis Stunden das Ende der Tiere. Andere Tiere werden bis zum Kopf eingegraben und erfrieren. Nach dem Tod werden Gewebeproben entnommen, um weitere Aufschlüsse für die Medizin zu gewinnen.
Bergrettung distanziert sich vom Tierversuch
In Sölden will man nichts von der genauen Art der von der Tierethikkommission genehmigten Versuche gewusst haben. Mit Schlagzeilen von Tierversuchen hat man in Sölden wenig Freude. Die Bergrettung Tirol sieht in dem Experiment keinen Sinn und hat sich von den Versuchen distanziert.

Bergbahnen Sölden gegen derartige Versuche
“Wir distanzieren uns in aller Deutlichkeit von diesen Tests. Weder sind wir seitens der Bergbahnen Sölden darin involviert, noch wurden wir darüber jemals informiert”, hält Hansjörg Posch, Prokurist der Bergbahnen Sölden fest. Die Tierversuche finden in Vent und somit außerhalb des Skigebietes von Sölden statt und letztlich auch außerhalb der Einflusssphäre der Bergbahnen Sölden, heißt es in einer Presseerklärung.
Die ORF.at-Foren sind allgemein zugängliche, offene und demokratische Diskursplattformen. Bitte bleiben Sie sachlich und bemühen Sie sich um eine faire und freundliche Diskussionsatmosphäre. Die Redaktion übernimmt keinerlei Verantwortung für den Inhalt der Beiträge, behält sich aber das Recht vor, krass unsachliche, rechtswidrige oder moralisch bedenkliche Beiträge sowie Beiträge, die dem Ansehen des Mediums schaden, zu löschen und nötigenfalls User aus der Debatte auszuschließen.

Sie als Verfasser haften für sämtliche von Ihnen veröffentlichte Beiträge selbst und können dafür auch gerichtlich zur Verantwortung gezogen werden. Beachten Sie daher bitte, dass auch die freie Meinungsäußerung im Internet den Schranken des geltenden Rechts, insbesondere des Strafgesetzbuches (Üble Nachrede, Ehrenbeleidigung etc.) und des Verbotsgesetzes, unterliegt. Die Redaktion behält sich vor, strafrechtlich relevante Tatbestände gegebenenfalls den zuständigen Behörden zur Kenntnis zu bringen.

Die Registrierungsbedingungen sind zu akzeptieren und einzuhalten, ebenso Chatiquette und Netiquette!
Ihre Meinung zu diesem Thema
Ganz Österreich
Tirol News
Tirol-Magazin
Events
Sommerfrische
Rezepte
Tourentipp
Tirol Reisen
Seitenblicke
ORF Tirol
Tirol & ST heute
Radio Tirol
Mei liabste Weis
Kontakt
Tirol-Wetter
Aktionen & Gewinnen

 
TV-Programm TV-Thek Radio Österreich Wetter Sport IPTV News