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MI | 10.02.2010
Zirbe (Bild: ORF)
wärmeres klima
Rasante Änderung in der alpinen Pflanzenwelt
Die Klimaerwärmung macht sich in der alpinen Pflanzenwelt deutlich bemerkbar, das zeigt jetzt eine Studie der Universität Innsbruck. In den letzten fünf Jahren war eine rasante Entwicklung zu beobachten.
Bäume klettern immer höher
In den Dolomiten haben die Wissenschaftler mehrere Berge untersucht - und dabei festgestellt, dass sich innerhalb weniger Jahre deutlich mehr Jungbäume in höheren Lagen angesiedelt haben.

Innerhalb von fünf Jahren hat sich die Pflanzenwelt der untersuchten Dolomitengipfel erheblich verändert. Bei zwei höher gelegenen Berggipfeln konnten die Wissenschafter der Uni Innsbruck in letzten Sommer einen Anteil von rund zehn Prozent an neuen Pflanzenarten feststellen, verglichen mit Untersuchungen im Jahr 2001.
Andere Pflanzen werden verdrängt
Waldbäume dringen immer stärker in höhere Regionen. Eine Auswirkung der kontinuierlichen Klimaerwärmung. Laut der Botanikerin Prof. Brigitta Erschbaumer wandern Pflanzen, die bisher unterhalb der aktuellen Waldgrenze vorgekommen sind, nach oben und verdrängen dort typisch alpine Pflanzenarten. In der oberen alpinen Stufe etwa um 2.700 Meter Seehöhe vermehrt zu finden sind etwa Lärchen oder Zwergwacholder.

Aber auch auf etwas niedriger gelegenen Gipfeln kommt es zu Veränderungen. Wenn Bäume verstärkt aufkommen, verschwinden wegen des Baumschattens angestammte, lichtbedürftige Pflanzen.
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