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MI | 10.02.2010
Marterl für erschossenen Ziegenbock (Bild: APA)
Kurios
Marterl für versehentlich erlegten Geißbock
Das Schicksal eines Ziegenbocks hat es einem Jagdpächter im Rofangebirge offenbar angetan. Er ließ für das versehentlich geschossene Tier einen Gedenkstein errichten.
Ein Jagdgast war der Übeltäter
Normalerweise wird in Tirol auf die Pirsch gegangen, um Reh, Hirsch oder Auerhahn zu erlegen. Dass einem Jagdgast kürzlich der Ziegenbock "Hansi" vor die Flinte lief, hat den Jagdpächter nun dazu bewogen, ein so genanntes "Marterl" aufstellen zu lassen.
Eine Ode auf den Ziegenbock
Marterl für erschossenen Ziegenbock (Bild: APA)
"Waidmanns Heil! Von zwei Jägern hinterrücks erschossen, fand man den Ziegenbock Hansi hinter diesem Boschen. Zwischen Felsen und Gestein, ging er in die ewigen Jagdgründe ein. Hätt's den Bock doch leben lassen, müssten wir sein Schicksal nicht in Verse fassen. Die Moral von dieser G'schicht: Bockig sind die Jäger nicht! Waidmanns Dank!" steht auf dem Marterl zu lesen, das der Tiroler Autor Martin Reiter verfasst hat.
Jagdgast kam nicht zur feierlichen Weihe
Das Marterl ist im Rofangebirge unweit der 1.468 Meter hoch gelegenen Altbühelalm zu finden. Dort stürzte auch der getroffene Ziegenbock Hansi in den Tod. Der 150 Jahre alte Granitstein stammt von einem historischen Tiergrab in Rattenberg (Tirol) und wurde lange Zeit in der Sagzahnschmied in Kramsach gelagert.

Der Jagdgast war übrigens zu der kuriosen Feier nicht zu überreden und blieb der feierlichen Einweihung am Dienstag fern.
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