Skitour Tonigenkogel/Gries im Sulztal

Die Skitour auf den Tonigenkogel (3011 m) im Bereich der Sulztalalm/Amberger Hütte war vor Jahren noch ein Geheimtipp, inzwischen ist die herrliche Skitour ein Standardziel vieler geworden.

Die teils sehr steilen, nordgerichteten Hänge versprechen Skigenuss vom Feinsten, setzen aber auch sichere Verhältnisse voraus.

Skitour auf den Tonigenkogel

Hubert Gogl

Erste Steilstufe ist geschafft – im Hintergrund der Schrankogel

Charakter: nordseitige Skitour mit teils sehr steilen Hängen
Entfernung: Aufstieg 1450 Hm, ca. 4 – 4 ½ Std.
Ausgangspunkt: Gries im Sulztal, gebührenfreier Parkplatz am Dorfende
Kartenausschnitt:

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Der Tonigenkogel (3011 m) ist einer der Gipfel am Bergkamm zwischen dem Ötztal und dem Sulztal, das bei Längenfeld ost- südostwärts vom Ötztal abzweigt. Die Hänge sind durchwegs nordgerichtet und sind zum Teil sehr steil, insbesondere der Gipfelhang ist steiler als 35 Grad und dementsprechend kritisch in Hinblick auf Lawinengefahr zu beurteilen. Der große Ansturm geht am Tonigenkogel im wahrsten Sinne des Wortes meist vorbei, denn die Mehrzahl der Tourengeher steuern weiter taleinwärts die Berge mit Ausgangspunkt Amberger Hütte (2135 m) an.

Skitour auf den Tonigenkogel

Hubert Gogl

Im Sulztal – bald zweigt die Spur vorne im Schatten links ab. Der Tonigenkogel ist noch verdeckt.

Die Straße nach Gries im Sulztal zweigt in Längenfeld ab. Am Ende der allgemeinen Straße, am Dorfende, ist ein großer gebührenfreier Parkplatz (1569 m). Vom Parkplatz geht’s nun auf der Langlaufloipe, wenig später auf der Rodelbahn taleinwärts ins Sulztal in Richtung Sulztalalm und Amberger Hütte. Kurz vor Erreichen der Sulztalalm (1898 m) zweigt rechts bei einem Marterl die Aufstiegsspur rechts ab. Es gilt nun eine Steilstufe teils im „Staudenwerk“ zu meistern – eine gute Schneelage erleichtert diesen Abschnitt im Aufstieg und bei der Abfahrt.

Skitour auf den Tonigenkogel

Hubert Gogl

Nun zeigt sich der steile Gipfelhang

Mit Erreichen der Hangkante auf ca. 2050 m öffnet sich das Sulzkar. Herrliche Böden, nicht übermäßig steile Hänge wechseln nun durch das Kar. Im Hintergrund ragt eindrucksvoll der massige Schrankogel (3497 m), der zweithöchste Berg der Stubaier Alpen auf. Der Gipfel ist nicht leicht auszumachen, beziehungsweise versteckt sich links hinten. Die Aufstiegsspur zum Tonigenkogel verlässt auf ca. 2400 m das Sulzkar links aufwärts über einen ansprechend steilen Hang. Es folgen eine weitere flache Mulde und kleinere Hänge im Kar, das nun zum erstmals ersichtlichen, sehr steilen Gipfelhang zieht.

Skitour auf den Tonigenkogel

Hubert Gogl

Nicht mehr weit, aber sehr steil

In Spitzkehren wird nun am Gipfelhang Höhe gewonnen, wobei die Spur dann meist rechts auf den Grat führt und dort die Ski stehen bleiben. Bei sehr guten Verhältnissen gewinnen einige „Spitzkehr-Enthusiasten“ in der Rinne links des Gipfels weiter an Höhe, um die kleine Scharte am Grat anzusteuern. Zum Schluss meist auch stapfend. Viele folgen vom eigentlichen Skidepot dem kurzen und steilen Grat zum höchsten Punkt.

Skitour auf den Tonigenkogel

Hubert Gogl

Gipfelfreuden auch ohne Gipfelkreuz

Sendungshinweis:

„Hallo Wochenende“; 30.3.2018

Nach ca. 4 – 4 ½ Stunden/1450 Höhenmeter ist der Tonigenkogel (3011 m) erreicht. Am „kreuzlosen“ Gipfel besticht zunächst der atemberaubende Tiefblick auf das Ötztal, wo in Falllinie fast 2000 m tiefer die Ötztaler Straße im Weiler Aschbach die Ötztaler Ache quert. Im 360 Grad Panorama zeigt sich aber auch fast die gesamte Gipfelprominenz der Stubaier- und Ötztaler Alpen. Die Abfahrt folgt der Aufstiegsspur bis zur Geländekante, wo der letzte Hang zur Sulztalalm hinunter ansetzt. Dort fährt man meist etwas rechts in einer der ungemein steilen Rinnen ab, um dann den obligaten Einkehrschwung bei der Sulztalalm zu machen, bevor es auf der Rodelbahn wieder zurück zum Auto geht.

Skitour auf den Tonigenkogel

Hubert Gogl

Einkehr in der Sulztalalm – ganz rechts Hubert Gogl

Hubert Gogl wünscht viel Spaß bei sicheren Verhältnissen am Tonigenkogel!

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