Skitour auf den Rietzer Grieskogel

Der Rietzer Grieskogel ist der große Skitourenklassiker im Kühtai und dementsprechend gut besucht. Die beliebte Skitour überzeugt mit einem abwechslungsreichen Aufstieg, einem imposantem Inntalblick und mit herrlichem, überwiegend südgerichtetem Skigelände.

Skitour auf den Rietzer Grieskogel

Hubert Gogl

Am Rietzer Grieskogel – 2884 m

Charakter: eine der beliebtesten Touren im Kühtai
Entfernung: Aufstieg 1000 Hm, ca. 3 Std.
Ausgangspunkt: Kühtai, Parkplatz etwas unterhalb, östlich der Passhöhe (1880 m)
Kartenausschnitt:

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Der Rietzer Grieskogel ist der höchste Berg zwischen dem Kühtai und dem Inntal und besticht mit einem eindrucksvollen Tiefblick auf Telfs und einem sehr abwechslungsreichem, schön gestuftem Aufstieg vorwiegend mit südseitiger Ausrichtung. Die Tour auf den „Rietzer“ gilt als ziemlich sicher, was unter anderem darauf zurückzuführen ist, dass den ganzen Winter über, nahezu tagtäglich, die Hänge begangen und befahren werden. Einige Hänge sind aber im Bereich von 35 Grad Steilheit – also bei kritischer Lawinensituation ist doch gewisse Vorsicht und Kenntnis in der Beurteilung von Nöten.

Skitour auf den Rietzer Grieskogel

Hubert Gogl

Im Klammbachtal mit Blick zum Kreuzjoch – der Rietzer Grieskogel ist weiter rechts und noch nicht in Sicht.

Der Ausgangspunkt der Skitour auf den Rietzer Grieskogel ist von Sellrain kommend leicht zu finden. Kurz vor der Passhöhe sind zwei längere Lawinengalerien. Zwischen diesen Galerien ist entlang der Straße ein gebührenfreier Parkstreifen. An Wochenenden können hier die zahlreichen Parkmöglichkeiten durchaus knapp werden. Wer zu spät kommt, kann dann oberhalb der zweiten Galerie parken und den Aufstieg dort beginnen.

Skitour auf den Rietzer Grieskogel

Hubert Gogl

Im Bereich der Narrenböden zeigt sich erstmals der Rietzer Grieskogel. Der Aufstieg zieht in einer Linksschleife unterhalb vom Gipfel und oberhalb des Felsbandes zum Grat links aufwärts.

Vom Parkplatz geht’s anfangs über einen kurzen, steilen Aufschwung bergwärts, um dann ins Klammbachtal, einem Hochtal mit flachem Talboden, zu gehen. Anfangs ohne großem Höhengewinn zieht die Spur rechts des Baches (im Aufstiegssinn) taleinwärts. Geradeaus sind das Kreuzjoch (2563 m) und der Mitterzeigerkogel (2628 m) im Blick, ebenfalls beliebte Skitourenziele, während der Rietzer Grieskogel sich nicht zeigt. Weiter hinten im Tal, auf ca. 2300 m, verzweigen sich die Anstiege. Zum Rietzer Grieskogel folgt man der Spur rechts aufwärts.

Skitour auf den Rietzer Grieskogel

Hubert Gogl

Hier am Grat endet der Skiaufstieg – nun geht’s zu Fuß zum Gipfel

Sendungshinweis:

„Hallo Wochenende“; 9.3.2018

Mit Erreichen der sogenannten „Narrenböden“ kommt der Grieskogel, leicht an seinem stattlichen Gipfelkreuz zu erkennen, ins Blickfeld. Nach der Querung der flachen Narrenböden kommt ein Steilhang. Oberhalb dieser Stufe zieht die Spur nach links aufwärts in Richtung Bachwandkopf auf die Westschulter vom Rietzer Grieskogel. Mit Erreichen der Grathöhe (2750 m) etwas östlich vom Bachwandkopf überrascht erstmals der Tiefblick ins Inntal, wo fast 2500 m tiefer sich Telfs zeigt – ein eindrucksvoller Blick. Die Ski bleiben nun zurück und man stapft dem Grat entlang dem Rietzer Grieskogel entgegen. Die letzten Meter zum mächtigen Gipfelkreuz sind sogar ordentlich steil, lassen sich aber meist problemlos bewältigen.

Skitour auf den Rietzer Grieskogel

Hubert Gogl

Tiefblick auf Telfs.

Nach insgesamt ca. 3 Stunden/1000 Hm Aufstieg steht man am Rietzer Grieskogel (2884 m) und genießt das eindrucksvolle Panorama mit dem großartigen Tiefblick auf das Inntal, wo Telfs und das Mieminger Plateau beherrschend sind. Nach Süden hin reihen sich unzählige Gipfel der Stubaier Alpen aneinander. Nach dem Abstieg bis zum Skidepot folgt die Abfahrt entlang der Aufstiegsroute.

Hubert Gogl wünscht eine schöne Skitour auf den Rietzer Grieskogel, dem großen Klassiker im Kühtai!

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