Skitour zur Höllscharte (2991 m)

Eine sehr lange und sehr beliebte Skitour führt von Schmirn durch das Wildlahnertal auf die Höllscharte (2991 m). Die Scharte grenzt ans Skigebiet vom Hintertuxer Gletscher. Die Tour führt in mehreren Stufen durch das einsame Wildlahnertal.

Die Skitour beeindruckt mit schönen Skihängen und dem malerischen Blick zum Olperer-Fußstein Massiv.

Skitour zur Höllscharte

Hubert Gogl

Kurzes Innehalten bei der Abfahrt – mit Blick zum Olperer und Fußstein

Charakter: lange, beliebte Skitour in teils steilem Gelände
Entfernung: Aufstieg 1500 Hm, ca. 5 Std., 6,5 km
Ausgangspunkt: Schmirn, Parkplatz in Toldern am Eingang ins Wildlahnertal (1520 m)
Kartenausschnitt:

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Die Skitour zur Höllscharte (2991 m) ist von den bekanntlich zahlreichen Skitouren im Schmirntal eine der längeren und mit Sicherheit eine der schönsten Touren des Wipptaler Seitentales. Herrlichstes Skigelände erwartet die Tourengeher im Wildlahnertal, das von Toldern in Richtung des markanten Olperer/Fußstein zieht. Die Höllscharte ist die Scharte südlich vom Kleinen Kaserer (3093 m) und stellt den direkten Übergang von Schmirn zum Gletscherskigebiet am Hintertuxer Gletscher dar. Der Aufstieg zieht in wechselnder Steilheit bergwärts, wobei der letzte Hang zur Scharte sehr steil ist und eine entsprechende Lawinensituation erfordert, um zum Ziel zu gelangen.

Skitour zur Höllscharte

Hubert Gogl

Bei der Issalm öffnet sich das Wildlahnertal

Der Startpunkt ist in Schmirn am gebührenfreien Parkplatz am Eingang ins Wildlahnertal. Von St. Jodok am Brenner fährt man nach Schmirn. Rund einen Kilometer nach der Kirche ist der Ortsteil Toldern. Beim kleinen Feuerwehrhaus, kurz vor dem Gasthaus Olpererblick geht’s nach rechts schon mit Blick zum Olperer bis zum gebührenfreien Parkplatz (1520 m) am Ende der geräumten Straße hinter den letzten Bauernhöfen.

Skitour zur Höllscharte

Hubert Gogl

Links oben die Höllscharte, in der Mitte am Moränenhügel das Wetterkreuz, rechts am Grataufschwung zum Olperer die Wildlahnerscharte.

Die Aufstiegsspur vom Parkplatz beginnt mit einem Piepston (LVS-Checkpoint, der allerdings nicht den obligaten LVS-Check in der Gruppe ersetzt!) auf der Brücke über den Wildlahnerbach. Einer Forststraße folgend und diese teils abkürzend erreicht man die Issalm (1880 m). Damit öffnet sich das Wildlahnertal in all seiner Pracht – hinten begrenzen Olperer und Fußstein das Tal und nach vorne in Stufen abfallend sind es vor allem die steilen Nordflanken, die den Blick bannen und womöglich auch dem Tal den Namen gegeben haben.

Skitour zur Höllscharte

Hubert Gogl

Die Weitläufigkeit ist überraschend und genussvoll.

Sendungshinweis:

„Hallo Wochenende“; 23.2.2018

In wechselnder Steilheit ziehen die Tourengeher taleinwärts und gelangen so, nachdem ein eine steile Stufe rechts in einem eher engen Aufschwung überwunden wurde, zum Wetterkreuz (2400 m). Auf einem „Hügel“ steht das doppelbalkige Kreuz genau in der Mitte des Tales. Links zeigt sich nun schon deutlich die Höllscharte, die Einsattelung südlich vom Kleinen Kaserer. Im Bereich vom Wetterkreuz, meistens etwas oberhalb davon, verzweigt sich häufig die Aufstiegsspur. Nach rechts strebt eine dem Olperer, beziehungsweise der Wildlahnerscharte am Olperer entgegen. Geradeaus und dann links haltend sind die Tourengeher in Richtung Höllscharte unterwegs.

Skitour zur Höllscharte

Hubert Gogl

Garantiert wieder in der Ruhe – bereits nach den ersten Schwüngen von der Höllscharte herunter.

Der steile Schlusshang wird je nach Spuranlage entweder relativ weit unten oder, wenn Ortskundige die Spurarbeit geleistet haben, in ca. halber Höhe erreicht. Ansehnlich steil (teils mehr als 35 Grad) geht’s hinauf zur Höllscharte (1500 Hm, ca. 5 Std.). Die Ankunft nach den Stunden der Einsamkeit ist leider etwas schockierend, ist man doch in direktem Kontakt mit dem geschäftigen Pistenbetrieb am Hintertuxer Gletscher. Wer unbedingt einen Gipfel mitnehmen will, kann am überwechteten Grat zum Kleinen Kaserer aufsteigen (kann je nach Verhältnisse auch durchaus anspruchsvoll sein).

Skitour zur Höllscharte

Hubert Gogl

Auf der „Heimfahrt“

Die Abfahrt durchs Wildlahnertal bringt mit dem ersten Schwung bereits den Tausch der Zillertaler Unruhe mit der Schmirner Beschaulichkeit. Herrliche Hänge folgen nun bei der Abfahrt hinaus durch das Tal der „Wilden Lahnen“ bis zum Startpunkt.

Hubert Gogl wünscht eine schöne Skitour im Wildlahnertal!

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