Skitour auf den Juifen bei Achenkirch

Der Juifen bei Achenkirch ist eine der beliebtesten Skitouren im Bereich Achensee. Die meist sanften Hänge locken sowohl die Tiroler als auch vor allem die bayrischen Tourengeher zu diesem Gipfel im Auslauf des Karwendels.

Skitour auf den Juifen

Hubert Gogl

Der abschließende Hang zum Juifen mit herrlichem Karwendelhintergrund

Neben dem Skigenuss erwartet die Tourengeher vor allem eine atemberaubende Aussicht.

Charakter: sehr beliebte, häufig begangene Skitour; zwei Abschnitte selten aber doch lawinengefährdet
Entfernung: Aufstieg ca. 3 ½ Std., 1120 Hm, ca. 8 km
Ausgangspunkt: Achenkirch, Ortsteil Achental, Tourengeher Parkplatz beim GH Tirolerland (890 m)
Kartenausschnitte:

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Der Juifen (1988 m) steht im nordöstlichsten Eck vom Karwendelgebirge unweit der bayrischen Grenze. Damit ist schon klar, dass vor allem auch die bayrischen Tourengeherinnen und Tourengeher größtes Gefallen an der Paradeskitour im Raum Achenkirch finden.

Über weite Strecken steigt man über sehr gemäßigtes, flaches und kaum lawinengefährdetes Gelände auf. An zwei Stellen heißt es aber bei etwas angespannter Lawinensituation doch aufpassen. Nach rund der Hälfte des Anstieges besteht aber die Möglichkeit, die Hochplatte (1813 m) anzusteuern, die als kaum lawinengefährdet gilt.

Skitour auf den Juifen

Hubert Gogl

Falkenmoosalm (1328m) – links oben die Hochplatte (1813m )

Zum Ausgangspunkt: Von Achenkirch fährt man in Richtung Achenpass und kommt so bald schon zum Weiler Achental, wo links der Straße in der Nähe vom Gasthaus/Cafe Tirolerland ein gebührenpflichtiger Parkplatz (€ 5.- für den ganzen Tag) für die Tourengeher ist. Stets gut gespurt geht’s vom Parkplatz (890 m) an den letzten Häusern vorbei bald im Wald bergwärts. In angenehmster Steigung wird die Lichtung mit der Falkenmoosalm (1328 m) erreicht. Im Rücken, nach Nordosten hin, ragt eindrucksvoll ein kühner Felszahn auf – der Guffert (2195 m) bei Steinberg. Links oberhalb der Alm, am Ende des Grates, zeigt sich die Hochplatte – die Einheimischen sprechen vom „Plattl“. Der Juifen zeigt sich allerdings noch nicht, denn er versteckt sich noch rechts hinter der Falkenmoosalm.

Skitour auf den Juifen

Hubert Gogl

Die wunderschön gelegene Falkenmoosalm und hinten der dominierende Guffert (2195 m)

Über die Waldschneise hinter der Alm gewinnt man am Grat an Höhe und kommt so zur Verzweigung (ca. 1450 m) der Anstiege zur Hochplatte und zum Juifen. Während man zur Hochplatte weiterhin dem noch bewaldeten Grat folgt, zweigt die „Juifenspur“ rechts einem Weg folgend zur Großzemmalm (1535 m) ab. Dabei geht’s leicht abwärts in den weiten Kessel der Alm, was bedingt, dass am Rückweg hier schiebend ein leichter Gegenanstieg den genussvollen Abfahrtsschwung einbremst. Bei kritischer Lawinensituation sind die steilen Hänge, die zur Hochplatte nach links hinaufziehen, kritisch zu beurteilen.

Skitour auf den Juifen

Hubert Gogl

Bei der Lämpereralm – rechts der Juifen

Sendungshinweis:

„Hallo Wochenende“; 2.2.2018

Im herrlichsten Almgelände geht’s von der Großzemmalm gestuft hinauf zur Lämpereralm (1700 m), von der man nun einen herrlich freien Blick zum Juifen hat. Nach Norden blickt man hingegen ins flache Bayern hinaus. Nach der Lämpereralm gilt es einen ca. 30 Grad steilen, großen Hang zu queren. Dieser Nordhang der Marbichlerspitze ist im obersten Teil deutlich steiler als 30 Grad und ist wiederum bei angespannter Lawinensituation nicht zu unterschätzen. Die Spur zieht kaum ansteigend durch den Hang zum Marbichler Joch (1720 m), wo bei entsprechender Sicht ein „Wau-Moment“ garantiert ist: Plötzlich zeigt sich das Karwendel mit all den schroffen Gipfeln in all seiner Pracht.

Skitour auf den Juifen

Hubert Gogl

Am Marbichler Joch öffnet sich der Blick ins Karwendel

Vom Marbichler Joch steigt man mit dem prachtvollen Karwendelblick zum gutmütigen Gipfel des Juifen (1988 m) auf. Nach ca. 3,5 Stunden Anstieg über ca. 1100 Höhenmeter wartet ein erhabener Rundumblick auf dem nordöstlichsten Gipfel des Karwendelgebirges. Das Gipfelpanorama schließt unter anderem den Großglockner und den Großvenediger im Südosten ein. Die Abfahrt folgt dann der Aufstiegsroute, wobei ein kurzer Gegenanstieg nach der Großzemmalm meist schiebend zu meistern ist.

Skitour auf den Juifen

Hubert Gogl

Am Juifen – da hinten ist der Großglockner!

Mit kurzen Schwüngen entlang der Aufstiegsspur im Waldgürtel geht’s zurück zum Ausgangspunkt.

Hubert Gogl wünscht eine schöne Skitour auf den Juifen – eine pfundige Tour, wie man von den bayrischen Tourengehern sicherlich zu hören bekommt!

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