Skitour auf das Nonsjöchl bei Weerberg

Eine kurze, feine Waldskitour bietet das Nonsjöchl (2028) mit Start am Familienskigebiet Hüttegglift. Der Aufstieg verläuft entlang eines Grates im Wald und bietet immer wieder schöne Ausblicke auf das Inntal zwischen Innsbruck und Schwaz.

Skitour auf das Nonsjöchl

Hubert Gogl

Aufstieg im Wald und meist am Grat

Charakter: einfache Skitour, Aufstiegroute (kaum) lawinengefährdet
Entfernung: Aufstieg 730 Hm, ca. 2 Stunden
Ausgangspunkt: gebührenpflichtiger Parkplatz beim Hüttegglift/Hausstatt/Weerberg
Kartenausschnitte:

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Das Nonsjöchl (2028 m) ist eine unauffällige Erhebung am langen Grat, der vom Gilfert (2506 m) nordwärts nach Weerberg, zur Bergstation des Hütteggliftes zieht. Der Aufstieg im teils auch sehr idyllischen Zirbenwald im oberen Bereich hält sich stets an den Grat und ist damit kaum bis gar nicht lawinengefährdet. Letzteres gilt auch für die Abfahrt, sofern man sich speziell im obersten Bereich an die Aufstiegsroute hält. Bei Abfahrten direkt vom Gipfel auf die Ostseite wartet hingegen sehr steiles Gelände (˃35˚!!!), das absolut günstige Verhältnisse und beste Kenntnisse in der Beurteilung der Lawinensituation verlangt.

Skitour auf das Nonsjöchl

Hubert Gogl

Hier auf Höhe der Bergstation vom Lift: links am Grat oder rechts (Schild Gilfert) am Saugrasweg

Zum Ausgangspunkt: Vom Inntal (entweder von Pill oder von Kolsass/Weer) auf den Weerberg fahren und dann in Richtung Innerst, wo bald die Straße links aufwärts, gut beschildert, zum Hüttegglift (Weiler Hausstatt) abzweigt. Man fährt am besten bis zum obersten der Parkplätze, bis zum Ende der Straße (Parkgebühr € 2.-, ab Inntal ca. 9 km). Zu Beginn folgt man von der kleinen Kapelle an dem rechten Rand der Piste. Kurz vor der Bergstation (etwas unterhalb eines Hochsitzes, 150 Hm) zweigt man rechts in den Wald ab (altes Schild am Baum „Tourengeher“). Kurz danach (auf Höhe der Bergstation) kommt man auf einen Forstweg, wo sich die Aufstiegsspur in der Regel verzweigt. Ein Schild nach rechts weist den Weg zum Gilfert am sogenannten Saugrasweg. Gerade aus aufwärts leitet die „normale“ Aufstiegsspur zum Nonsjöchl und zum Grat. Man könnte auch dem Saugrasweg folgen und erst auf einer Höhe von ca. 1760 m auf einem Forstweg links zum Grat gehen (ein Blick auf die Karte ist angeraten!).

Skitour auf das Nonsjöchl

Hubert Gogl

Zu Beginn am Grat – im Rücken das Karwendel

Sendungshinweis:

„Hallo Wochenende“, 19.1.2018

Mit direktem Weg zum Grat wird dieser in einer Lichtung mit Hochsitz erreicht und man wird mit einem schönen Ausblick rück-/nordwärts zum Karwendel begrüßt. Ostwärts zeigt sich das Kellerjoch, westwärts die Rote Wand und das Poferer Jöchl, die vielen Tourengehern ebenfalls als Ziele bekannt sind. Der weitere kupierte Anstieg ist durch den nunmehr stets bewaldeten Grat vorgegeben. In Summe ist dieser Anstieg nicht steil, wohl aber gilt es einige ordentliche „Schnapper“ zu meistern. Manchmal kann die Spur im Wald auch durchaus etwas rutschig sein, was technisch gekonntes Gehen erfordern kann.

Skitour auf das Nonsjöchl

Hubert Gogl

Der Wald lichtet sich, der Blick aufs Inntal wird frei und der Gipfel ist somit in Reichweite

Auf ca. 1725 m Höhe erreicht die Aufstiegsspur einen Forstweg. Diese Kreuzung ist für die Abfahrt wichtig, denn an dieser Stelle muss/soll man bei der Abfahrt ostwärts dem Forstweg folgen. Mit Lichten des inzwischen sehr idyllischen Zirbenwaldes gibt es nicht nur herrliche Ausblicke ins weitläufige Skitourengebiet von Innerst (Wildofen, Hirzer, Kleiner Gilfert), sondern vor allem auch auf das Inntal. Das kleine Gipfelkreuz ist damit auch bald erreicht, zeigt sich aber erst nach einem kurzen letzten Steilaufschwung.

Skitour auf das Nonsjöchl

Hubert Gogl

Am Nonsjöchl – 2028 m

Nach ca. 2 Stunden Gehzeit über 730 Hm steht man am Nonsjöchl (2028 m) und genießt am kleinen Plateau inzwischen letzter kleiner Zirben den überraschend guten Ausblick. Für die Abfahrt empfiehlt es sich bis zum erwähnten Forstweg stets der Aufstiegsspur zu folgen und dann am Forstweg (Höhenweg) ostwärts in Richtung Lafasteralm zu fahren. Noch vor der Lafasteralm wird im Bereich eines Grabens dann wieder im etwas lockerer bewaldeten Wald abgefahren (meist zahlreiche Spuren), um dann letztlich am Lafaster-Forstweg zurück zum Ausgangspunkt zu gelangen.

Hubert Gogl

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