Bergtour auf den Hirschkopf bei Vomperberg

Der Hirschkopf (1.966 m) ist eine unscheinbare Erhebung am Bergkamm, der vom Hochnissl über die Fiechterspitze ostwärts zieht, in hervorragender Aussichtslage oberhalb von Vomp und Vomperberg.

Die Tour zieht auf stets schmalem und sehr steilen Steig zum Gipfelkreuz und an der Waldhorbalm (1.575 m) vorbei.

Tour auf den Hirschkopf

Hubert Gogl

Am Hirsckopf mit Blick ostwärts zum Kaisergebirge

Charakter: steile Bergtour, überwiegend Einheimischen bekannt; Steig ist sehr schmal und rutschig
Entfernung: Aufstieg 1.100 Hm, 3 Std., 4 km
Ausgangspunkt: Vomperberg, gebührenfreier Parkplatz beim GH Karwendelrast (860 m)
Kartenausschnitt:

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„Eine reine Einheimischenpartie“ – meint kurz vor dem Start der Wirt vom Gasthaus Karwendelrast am Ausgangspunkt am Vomperberg zur Bergtour auf den Hirschkopf. Tatsächlich finden sich in den Eintragungen im Gipfelbuch überwiegend Bergler aus dem Großraum Vomp/Schwaz. Der Hirschkopf (1966 m) ist weniger ein Gipfel als eine letzte Bergkuppe am Grat, der vom Hochnissl ostwärts zieht. Der letzte „richtige“ Gipfel unmittelbar vor dem Hirschkopf ist die Fiechter Spitze (2.299 m), die allerdings schon leichte Kletterei bereithält. Der Anstieg zum Hirschkopf ist hingegen ohne Klettereinlagen zu bewältigen, allerdings ist der schmale Steig anhaltend steil und an etlichen Stellen rutschig. Für Kinder eignet sich die Bergtour damit weniger. Am Weg zum Hirschkopf liegt die urige Waldhorbalm (1.575 m), die von Juni bis September sonntags und von Mitte September bis Mitte Oktober täglich bewirtschaftet ist.

Tour auf den Hirschkopf

Hubert Gogl

GH Karwendelrast – Startpunkt

Vom Ortszentrum in Vomp fährt man auf den Vomperberg zum GH Karwendelrast (an Wochenenden geöffnet). Vom gebührenfreien Parkplatz geht’s dann hinauf Richtung Hirschkopf, wobei man am Ausgangspunkt die entsprechende Beschilderung vermisst. Man hält sich an die Schilder „Fiechter Spitze“ und „Waldhorbalm“. Nach kurzem Aufstieg am Steig geht’s ein Stück auf einem Forstweg ostwärts. Nach dieser kurzen Flachpassage am breiten Weg folgt anhaltender Höhengewinn auf einem steilen, schmalen Waldsteigl. Fast überraschend taucht in einer kleinen Lichtung nach knapp 2 Stunden die Waldhorbalm (1575 m, 715 Hm) auf. Die Alm besticht mit ihrer Ursprünglichkeit, der Aussicht und der herzlichen Bewirtung.

Tour auf den Hirschkopf

Hubert Gogl

Waldhorbalm – 1575 m

Sendungshinweis:

„Hallo Wochenende“; 6.10.2017

Kontakt:

Waldhorbalm – 0650/4101840
GH Karwendelrast – 05242/62251

Von der Waldhorbalm geht’s in einer weiteren Stunde bergwärts. Dabei ist man bis fast zum sogenannten Jochbründl (1.870 m) im Wald und Latschenbereich unterwegs, wird aber auch mit einigen schönen Ausblicken ins Unterland belohnt. Die abschließenden 100 Höhenmeter vom Jochbründl ist man im freien Gelände unterwegs und erreicht schließlich das Gipfelkreuz am Hirschkopf (1.966 m, 3 Std., 1.100 Hm) vor der gleichförmigen Felspyramide der Fiechter Spitze. Mit dem Inntal zu Füßen genießt man den Ausblick vom Wilden Kaiser bis zu den höchsten Gipfeln der Stubaier Alpen im Westen. Südlich vom Inntal zeigen sich die herbstlich, teils schon winterlich angezuckerten Gipfel der Tuxer- und Zillertaler Alpen.

Tour auf den Hirschkopf

Hubert Gogl

Der Blick vom Hirschkopf südwärts zum Zillertaler Hauptkamm

Der Abstieg folgt der Aufstiegsroute, wobei der Abstieg am meist rutschigen Steig weiterhin vollste Konzentration erfordert. Neben gutem Schuhwerk sind auch Stöcke hilfreich. Für den Abstieg sind mindestens 2 Stunden zu kalkulieren. Sind auch die Mühen im Auf- und Abstieg nicht zu unterschätzen, wird man neben der Aussicht mit einer wunderbaren Herbststimmung (6.10.17) im Mischwald belohnt. Das Farbenspiel der Natur ist das Sahnehäubchen dieser südseitigen „Einheimischenpartie“.

Hubert Gogl wünscht eine schöne Bergtour auf den Hirschkopf!