Hörspiel des Jahres: „Sturm und Zwang“

Das Tiroler Livehörspiel „Sturm und Zwang“ von Manfred Schild hat am Freitag den Kritikerpreis als „Hörspiel des Jahres“ erhalten. Es ist die neunte Auszeichnung für die langjährige Hörspielproduktion im ORF Landesstudio Tirol.

Das ORF Landesstudio Tirol erhielt bereits zahlreiche Auszeichnungen: „Hörspiel des Jahres“ für „Kleine Vogelkunde“ von Händl Klaus, „Die Beichte“ von Felix Mitterer, „Die kleineren Reisen“ von Alois Hotschnig, „Ein Bericht für eine Akademie“ von Franz Kafka/Felix Mitterer und nun „Sturm und Zwang“ von Manfred Schild. Christoph W. Bauers Hörspiel „Hofers letzte Rede“ landete bei der Publikumswahl auf dem zweiten Platz.

Dreimal ging der renommierte „Österreichische Radiopreis der Erwachsenenbildung“ nach Tirol („Die Beichte“, „Die kleineren Reisen“ und erst kurzlich für „Dürre Jahre“ von Helene Flöss) - mehr dazu in Hohe Auszeichnung für Martin Sailer. Den internationalen - und weltweit beschickten - „Prix Italia“ errang „Die Beichte“; er gilt als „Oscar“ der Hörspielpreise überhaupt.

Hochkarätige Fachjury

Erstmals hat mit Manfred Schilds „Sturm und Zwang“ ein Livehörspiel den Kritikerpreis als „Hörspiel des Jahres“ erhalten; die Fachjury bestand aus Margarete Affenzeller (Der Standard), Nobert Mayer (Die Presse), Hedwig Kainberger (Salzburger Nachrichten) und Frido Hütter (Kleine Zeitung).

Am 6. März nochmals live im Studio 3

Zur Feier dieser Auszeichnung führt das Hörspielteam „Sturm und Zwang“ am 6. März nochmals live vor Publikum in unserem Studio 3 auf. Wer die umjubelte Vorstellung im November des Vorjahres versäumte, hat nun Gelegenheit das Live-Erlebnis mit seiner Glanzbesetzung zu genießen.

Gerhard Kasal, Juliana Haider, Brigitte Jaufenthaler, Günther Lieder

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Brigitte Jaufenthaler, Günter Lieder, Juliana Haider und Gerhard Kasal

So werden auf der Bühne zu erleben sein: Brigitte Jaufenthaler und Günter Lieder als Schauspielerehepaar in Nöten, Juliana Haider als Elevin und Gerhard Kasal als Regieassistent und Gruppenbetreuer.

Der Inhalt des Stücks

Nach langen Jahren soll am Burgtheater wieder William Shakespeares Drama „Der Sturm“ gezeigt werden, die Proben aber sollen auf höchst ungewöhnliche Weise stattfinden: auf einer entlegenen Insel, wohin sich das Ensemble via Segelboot bewegen soll. Stets unter den Augen des Starregisseurs, der diese Unternehmung ersonnen hat. Ein Unterfangen, das die einzelnen, durchaus nicht segeltauglichen Mimen überfordert.

Livehörspiel Sturm und Zwang Manfred Schild

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Manfred Schild

„Sturm und Zwang“ ist das bereits dritte Livehörspiel von Manfred Schild. Der gebürtige Innsbrucker absolvierte sein Studium zum Beruf des Regisseurs am Mozarteum Salzburg, arbeitete dann einige Jahre am Tiroler Landestheater und in der freien Szene, ehe er die Leitung des Innsbrucker Kellertheaters übernahm. Zuletzt hat er dort Thomas Bernhards „Am Ziel“ inszeniert. Etliche von Manfred Schilds Theaterstücken sind im renommierten Bühnenverlag S. Fischer erschienen.

Bei „Hofers letzte Rede“ von Christoph W. Baur wurde ausgezeichnet - mit dem Publikumspreis.

Hörspielgala im Radio und Livestream

Die Hörspielgala wird am Freitag ab 19.00 Uhr live in Ö1 und als Livestream im Internet übertragen; das Siegerstück „Sturm und Zwang“ am 7. März in Ö1 ausgestrahlt (21.00, Reihe „Hörspiel-Studio).