Rodelausflug zur Kemater Alm

Ein Klassiker im Großraum Innsbruck ist bei Rodlern die Kemater Alm. Ein langgezogener Anstieg durch das Senderstal geht dem malerischen Ambiente der Alm am Fuße der Kalkkögel voraus. Ohne viele Kurven und Kehren begeistert die Bahn mit meist guten Bahnverhältnissen die zahlreichen Besucher.

Charakter: Beliebte Rodelbahn mit wenigen Kurven und relativ langem Aufstieg und ebensolcher Abfahrt
Entfernung: Aufstieg 6 km, 680 Hm, ca. 2 Stunden
Ausgangspunkt: Grinzens, Parkplatz Sportcafe (990 m)
Kartenausschnitte:

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Lange Zeit ist die Aussicht am Weg zur Kemater Alm nicht berauschend – der üppige Wald im doch engen Senderstal gewährt kaum Ausblicke, zumal die Rodelbahn am Talgrund stets parallel zum Sendersbach verläuft. Nach zwei Dritteln der Strecke ändert sich dies aber gänzlich: Die Nordtiroler Dolomiten, wie die Kalkkögel auch treffsicher bezeichnet werden, zeigen sich. Eine herrliche Kulisse, die mit Erreichen der Kemater Alm wohl jeden begeistert. Wie Wächter stehen die bizarren Felszacken oberhalb der Alm förmlich Spalier. Am Fuße von Hochtennspitze, Schlicker Zinnen, Roßgrubenkogel und Ochsenwand fühlen sich die Kemater Alm und die Besucher wohl.

Rodelausflug zur Kemater Alm

Hubert Gogl

Zu Beginn dominieren links und rechts die Bäume den Anstieg

Sendungshinweis:

„Hallo Wochenende“; 17.2.2017

Der Startpunkt ist beim Sportcafe Grinzens. Von Axams kommend zweigt gut beschildert nach der Querung des Sendersbaches links aufwärts die Zufahrt zum Sportcafe ab (250 m). Der gebührenpflichtige Parkplatz (€ 4.- , wobei € 2.- bei Konsumation im Cafe rückerstattet werden) ist praktisch am Eingang ins Senderstal. Ein kurzer Blick zurück auf das Mittelgebirge und das Inntal ist für die nächste Stunde der letzte „Fernblick“ – es folgt der Weg durch das zunächst wenig aussichtsreiche Tal in Richtung Kemater Alm. Die eingeschränkte Sicht wird aber von den allerwenigsten als besonders störend empfunden, denn damit ist entspanntes, in sich gekehrtes Wandern ohne große Ablenkungen begünstigt. Außerdem profitiert die Bahn davon, dass nur während der Vormittagsstunden die Sonne auf die nordgerichtete und vom Wald zusätzlich abgeschottete Bahn kommt und somit der Bahnzustand meist beste Verhältnisse aufweist.

Rodelausflug zur Kemater Alm

Hubert Gogl

Nun grüßen die ersten Spitzen der Kalkkögel

Nach gut einer Stunde Gehzeit (4 km) öffnet sich der Wald im Bereich der Abzweigung zur Salfeinsalm und es zeigen sich erstmals die Bergspitzen von einigen Kalkkögel-Gipfeln. Die Kemater Alm (1673 m) selbst sieht man erst auf den letzten 200 Metern. Auch Stammbesucher begeistert immer wieder der Anblick der Alm am Fuße der schroffen Gipfel. Nach cirka zwei Stunden, sechs Kilometern und 680 Höhenmetern ist die Einkehr in der Alm wohl verdient. An schönen Tagen ist die westseitige Terrasse einer der beliebtesten Plätze.

Rodelausflug zur Kemater Alm

Hubert Gogl

Eine Kalkkögel-Idylle: Die Kemater Alm (1673 m)

Das Rodelvergnügen ist dann im Prinzip eine flotte Schussfahrt durch das Senderstal hinaus. Der oberste Abschnitt zählt dabei zu den steilsten Stellen. Die nahezu geradlinige Bahn mit nur kleinen Kurven verleitet dazu, es ordentlich „tuschen“ zu lassen und dabei sich selbst und vor allem auch die aufsteigenden Rodler zu gefährden.

Hubert Gogl wünscht einen schönen Tag in den Kalkkögeln!

Kemater Alm: täglich geöffnet, Tel. +43/650/5703391,

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