Julia Gschnitzer bei Sabine Wallner

Wenn man sie als „Grande Dame“ des Theaters bezeichnet, muss Julia Gschnitzer schmunzeln. Dame ist eher nicht das, was sie für sich als passend empfindet. Über den Titel Frau Kammerschauspieler hat sich Julia Gschnitzer gefreut.

Die 85-jährige Innsbruckerin ist seit Kurzem in Bühnenpension und erinnert sich bei Sabine Wallner in der Radio Tirol Nahaufnahme an ihre ersten Schritte auf die Bretter, die ihr die Welt bedeuten. Sie lacht heute noch über ihre erste Liebesszene und geht mit einem gesunden Pragmatismus mit ihrem Alter um. Sie treffen die beliebte Schauspielerin als Persönlichkeit im Porträt in Radio Tirol.

Julia Gschnitzer

ORF/Hammer

Bei der Aufnahme für die „Nahaufnahme“

Sendungshinweis:

„Nahaufnahme“ Sonntag 19.2.2017
13.00 – 14.00 Uhr

Große Pläne macht sie nicht, aber ein Hörspiel-Projekt für den ORF Tirol im Herbst hat sie schon zugesagt. Und die eine oder andere kleine Filmrolle würde sie auch übernehmen, obwohl ihre eigentliche Welt immer das Theater war. Das Tiroler Landestheater, das Theater in Solothurn in der Schweiz, das Volkstheater in Wien, das Salzburger Landestheater, die Salzburger Festspiele und viele freie Bühnen haben ihr Herausforderungen geboten.

Julia Gschnitzer

ORF/Hammer

Mit Sabine Wallner im Studio bei der Nahaufnahme

Fast immer war sie in Rollen, die sie sich sehr hart erarbeiten, musste. „Zuerst ist immer das Theater gekommen“, erzählt sie, „erst dann, irgendwann, das Privatleben.“ Lesen, das genießt Julia Gschnitzer jetzt besonders. Als Schauspielerin hat sie immer viel gelesen. Jetzt sind es keine Rollen-Texte mehr, sondern Bücher, für die sie all die Jahre keine Zeit hatte. Julia, Gschnitzer, eine völlig uneitle Frau im Gespräch mit Sabine Wallner.