Skitour Hohes Haus (2784 m) / Villgraten

Auch Osttirol ist im heurigen Winter ein Schneeparadies. Ein „Hotspot“ für Tourengeher ist dabei das Villgratental mit seinen zahlreichen Tourenmöglichkeiten. Eher verschont vom Ansturm ist das Winkeltal bei Außervillgraten, dort eine der schönsten Touren ist das Hohe Haus (2784 m).

Einsamkeit im Hochtal der  Villponer Alm

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Einsamkeit im Hochtal der Villponer Alm

Charakter: lange, landschaftlich großartige Tour; erster Teil flach
Entfernung: Aufstieg 1300 Hm; 4 – 5 Stunden
Ausgangspunkt: Außervillgraten – Winkeltal – Parkplatz Reiterstub`n

Kartenausschnitt

Karte Tourentipp Hohes Haus 279631
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Das Winkeltal zieht von Außervillgraten nach Norden. Der große Ansturm an Tourengehern bleibt im Winkeltal meist aus, da die Anstiege sich durch den flachen Talboden des hinteren Winkeltales doch in die Länge ziehen. Diesem möglichem Manko steht aber ein unglaubliches, meist einsames Landschaftserlebnis gegenüber. Zum Beispiel auch bei der Skitour zum Hohen Haus (2784 m). Eine Skitour mit nord-, nordostgerichtetem Anstieg, nachdem Sie circa 5 km mit geringem Höhengewinn ins Winkeltal gewandert sind.

Anstieg durch das Tal

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Winterliche Almidylle im Winkeltal

Ausgangspunkt: Sie fahren von Außervillgraten nach Norden ins Winkeltal bis zum Parkplatz bei der Ropferstub`n (1500 m; ca. 4,5 km ab Außervillgraten). Entlang des geräumten Forstweges (offiziell wär kein Fahrverbot, allerdings gibt es im Winkeltal praktisch keine Parkmöglichkeiten) wandern Sie nun ins einsame Winkeltal in einer wahren Märchenlandschaft: tief verschneite, große Almhäuser, links und rechts Bergflanken, weitläufig - aber teils auch sehr steil.

"Endlich bergauf"

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„Endlich bergauf“

Nach circa 4 km erreichen Sie die Taletalm (circa 1700 m), bei der links auf einem Damm Sie nun doch langsam an Höhe gewinnen. Ab der Lackenkammeralm (liegt unter Ihnen im Talboden) wird’s dann ordentlich steil: Über eine bewaldete Steilstufe erreichen Sie das Hochtal der Villponeralm. Traumhaftes, gestuftes Gelände erwartet Sie nun bis zum Gipfel. Besonders schön sind dabei nicht nur die Geländekammern mit wechselnder Steilheit, sondern auch der Blick zurück auf die extrem weitläufigen Westhänge des hinteren Winkeltales in absoluter Abgeschiedenheit.

Im Hintergrund: einsame Westhänge im Winkeltal

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Im Hintergrund: einsame Westhänge im Winkeltal

Sendungshinweis:

„Hallo Wochenende“, 16.2. 2018

Sie halten sich – bei Sicht sehr einfach zum Orientieren – in Richtung der Villponer Lenke (2565 m), dem Übergang ins Einattal (zieht von Innervillgraten nordwärts; alternativer Anstieg – öfters begangen). Sie müssen aber nicht auf diesen Sattel, sondern steuern in einem weiten Linksbogen den Gipfel des Hohen Hauses an. Hinter Ihnen zeigt sich schon länger majestätisch der Glockner und nun vor Ihnen, unvermittelt mit Erreichen des höchsten Punktes, öffnet sich der Blick nach Süden zu den nahen Dolomiten.

Bestes Skigelände

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Bestes Skigelände

Nach circa 4 bis 5 Stunden Aufstieg über 1300 Hm stehen Sie am Hohen Haus (2784 m) und genießen nun ein traumhaftes Panorama von den Hohen Tauern über die Schober Gruppe zu den Dolomiten und den Zillertaler Alpen.

Gipfelpanorama

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Gipfelpanorama

Die Abfahrt führt über die herrlichen Skihänge und der anschließenden langen „Schussfahrt“ durch das Winkeltal wieder zurück zum Ausgangspunkt.

Alternativ kann auch über die Vilponer Lenke (2556 m) nach Innervillgraten abgefahren werden. Diese Variante ist Teil der mehrtägigen Herz-Ass-Skitour, die auch mit Bergführer angeboten wird.

Hubert Gogl wünscht einen schönen Tourentag in Außervillgraten!

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