Klettersteig St. Jodok - Stafflacher Wand

Die Stafflacher Wand baut sich oberhalb von St. Jodok auf das sich seit kurzer Zeit zum erlesenen Kreis der Bergsteigerdörfer zählen darf. Ebenfalls neu ist der Klettersteig durch die eindrucksvolle Stafflacher-Wand, den die Bergrettung St.Jodok im Frühjahr 2012 errichtet hat.

Besonders erwähnenswert ist, dass am Weg bis zum Einstieg ein Lehrpfad mit Schautafeln zum richtigen Klettersteig-Gehen die Kletterer über Gefahren und richtiges Verhalten aufklärt. Absolute Pluspunkte des neuen Stafflacher-Wand-Klettersteiges sind die Ortsnähe, die vorbildliche Linienführung und vor allem der eindrucksvolle Tiefblick auf St. Jodok.

Zwei Kletterinnen am Klettersteig mit Blick auf St. Jodok im Tal

Hubert Gogl

In der Morgensonne!

Charakter: ortsnah, mittelschwer (bis C)
Entfernung: Zustieg 20 min; Kletterzeit 1 ½ Std.; Abstieg ca. 45min
Ausgangspunkt: St. Jodok; Parkplatz Ortsmitte
Kartenausschnitt:

Karte Stafflacher Wand
BMP (2.9 MB)

Zum Ausgangspunkt:

Sie biegen in Stafflach von der Brennerbundesstraße nach St. Jodok ab und parken im Ortszentrum (bei der Volksschule, keine Parkgebühr). Sie sehen bereits die eindrucksvolle Felswand, in deren linken Bereich der Klettersteig zum deutlich sichtbaren Kreuz am Ausstieg quer durch die Wand zieht. Vom Parkplatz wandern Sie zum Bahnhof aufwärts und oberhalb der Bahnlinie talauswärts. Gut beschildert (Wegweiser+Schautafeln) geht’s dann am Ende der Stafflacher-Wand steil aber kurz hinauf zum Wandfuß, zum Einstieg.

Zwei Frauen im Klettersteig

Hubert Gogl

In einem der steilsten Abschnitte

Die schwerste Stelle (C) des 650 m langen Klettersteiges wartet sinnvoller Weise gleich zu Beginn. Für alle, die der Mut oder die Kraft verlassen sollte, sind zwei Ausstiegsmöglichkeiten. Die erste „Fluchtmöglichkeit“ bietet sich nach 250 m, die zweite nach weiteren 150 m – auf diesen ersten beiden Abschnitten warten zwei spannende Seilbrücken!

Drei Kletterer im Klettersteig mit Blick auf Stafflach im Tal unten

Hubert Gogl

In einem der Quergänge – unten Stafflach darüber Nößlach

Der Klettersteig bietet sowohl athletisches Klettern aber auch herrliche Quergänge mit wunderschönen Ausblicken ins Schmirn- und Valsertal. Bei den Quergängen sind nur dort Trittbügel angebracht, wo sie unbedingt notwendig sind, sonst sind natürliche Leisten in den Schieferfels gemeißelt. Die Kletterer begleitet beim genussvollen Steigen nicht nur ein großartiger Ausblick, sondern auch ein besonderer Duft. Es ist jener des Sebenstrauches, auch Giftwacholder oder im Volksmund „Sefen“ genannt. Die für Laien thujenartigen, grünen Pflanzen überziehen viele Felsen der Wand und sind nicht nur geschützt, sondern eben auch ein besonderer Genuss für die Nase.

Tiefblick auf Klettersteig mit Kletterern

Hubert Gogl

In einem Abschnitt mit vielen „Sefen“

Nach ca. 1 ½ Stunden am Eisenweg (650 Laufmeter Stahlseil) erreichen Sie den Ausstieg beim großen Wandkreuz. Von einigen Bankln (eines befindet sich übrigens auch in der Wand kurz vor dem Ausstieg) aus genießen Sie nun entspannt den Ausblick ins Schmirn- und Valsertal und vor allem den eindrucksvollen Tiefblick auf St.Jodok.

Bergsteiger bei einem Kreuz

Hubert Gogl

Geschafft – unten St. Jodok. Hinten Valsertal mit Padaunerkogel (rechts vorne)

Sendungshinweis:

„Tirolerland - Starkes Land“,
13. 7. 2012

Der Abstieg führt über ein Steigl bis zu einer Kehre einer Forststraße. Dieser folgen Sie ca. 400m, um wiederum auf einem Steig nach Stafflach zu kommen und um von dort wieder nach St. Jodok zu wandern. (Tipp: queren Sie die Bahnlinie gleich bei der ersten Unterführung und wandern Sie über den Steig, der über die Felder führt nach St.Jodok )

Einen schönen Tag am Klettersteig St. Jodok / Stafflacher-Wand wünschen Hubert Gogl und die Bergrettung St. Jodok.