Diskussion um Rauchpausen auch in Tirol

Nachdem in Salzburger Landeskrankenhäusern künftig für Rauchpausen ausgestempelt werden soll, ist auch in Tirol die Diskussion um Rauchpausen in der Arbeit entbrannt. In einigen Betrieben muss zum Rauchen bereits ausgestochen werden.

Laut Wirtschaftskammer Tirol setzen immer mehr Unternehmen mit elektronischer Zeiterfassung auf eine Trennung sogenannter „Pausen für private Zwecke von der Arbeitszeit“, wie etwa Swarovski in Wattens oder Sandoz in Kundl.

Ausstechen für private Erledigungen

Je größer ein Unternehmen ist, desto striktere Betriebsvereinbarungen gelten, erzählt Bernhard Achatz, Arbeitsrechtsexperte in der Wirtschaftskammer: „Viele Betriebe mit elektronischer Zeiterfassung erwarten von ihren Mitarbeitern, dass sie für private Erledigungen – und dazu zählt das Rauchen – ausstechen.“ Was kulant und was in Ordnung ist, müsse jedes Unternehmen für sich entscheiden, so Achatz. „Immer mehr Betriebe wollen als rauchfreie Betriebe gelten und wünschen es gar nicht, dass Kunden oder Mitarbeiter am Gelände rauchen“, so Achatz.

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ÖGB und AK geht Abzug zu weit

Für ÖGB und Arbeiterkammer geht der Abzug der Rauchpause von der Arbeitszeit zu weit, auch wenn es keinen grundsätzlichen Anspruch des Mitarbeiters auf Rauchpausen gibt. Es gibt aber ein Recht auf allgemeine Pausen nach dem Arbeitszeitgesetz. Während dieser meist halbstündigen Pause pro Arbeitstag ist es jedem selbst überlassen, wie er die Zeit nützt.

Kein Thema bei den tirol kliniken

An den tirol kliniken seien die Rauchpausen derzeit kein Thema. Es habe bis jetzt keine Diskussion darüber gegeben, sagt tirol kliniken-Sprecher Johannes Schwamberger gegenüber dem ORF Tirol.

Dass das Rauchen oder vielmehr das Nichtrauchen vielen Österreicherinnen und Österreichern ein Anliegen ist, zeigt derzeit das Volksbegehren „Don`t smoke“ - mehr dazu in Schon 500.000 haben unterschrieben. Die schwarz-blaue Bundesregierung hält daran fest, das geplante Rauchverbot in der Gastronomie zu kippen.

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