SPÖ will bei Landtagswahl dazugewinnen

Die SPÖ Tirol hat am Freitagabend in Innsbruck-Igls ihren Wahlkampf für die Landtagswahl am 25. Februar gestartet. Die personell erneuerte Partei will ihren mit 13,7 Prozent historischen Tiefstand aus dem Jahr 2013 hinter sich lassen.

Mit klassischen sozialdemokratischen Themen und mit dem Ausrufen einer Richtungsentscheidung für Tirol möchte die SPÖ deutlich stärker werden. Sie warnt eindringlich vor einer Regierungsbeteiligung der Freiheitlichen in Tirol. Diese müsse verhindert werden. In Richtung der in Tirol dominierenden ÖVP sagt Spitzenkandidatin Elisabeth Blanik, das Wahlziel sei, stärker zu werden, „wir werden dazu gewinnen, wir werden Vertrauen gewinnen“.

SPÖ Wahlkampfauftakt mit Elisabeth Blanik

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Spitzenkandidatin Elisabeth Blanik

Das Land gehöre nicht der ÖVP und es sei Zeit, dass Machtstrukturen aufgebrochen werden, so Blanik. Man wolle ein positives Land haben, wo alle Menschen miteinander arbeiten und wo ein respektvolles Umgehen miteinander ist. „Das vermisse ich bei der ÖVP tatsächlich schon seit vielen Jahrzehnten.“

Gegen Pfändung bei Notstandshilfe

Spitzenkandidatin Elisabeth Blanik übt Kritik an einer Pfändung von arbeitssuchenden Menschen. Es dürfe in Tirol nicht passieren, dass solchen Menschen das Auto oder die Wohnung gepfändet werde.

Für Dornauer 25 Prozent möglich

Der Listenzweite Georg Dornauer hält bis zu 25 Prozent der Stimmen für die SPÖ für möglich. Grundsätzlich optimistisch zeigt sich auch SPÖ-Bundesparteichef Christian Kern. Die Partei sei neu aufgestellt und Elisabeth Blanik habe ein attraktives Kandidatenteam. Sie spreche die richtigen Themen wie Wohnen, soziale Absicherung, Gesundheitsversorgung oder Verkehr oder soziale Absicherung an. „Im Gegensatz zu der Regierung, die bislang vor allem geredet hat und Stillstand geboten hat, gibt’s hier eine tatkräftige Frau und ich denke, das alles zusammengenommen werden wir am Ende ein Plus haben.“

SPÖ Wahlkampfauftakt mit Christian Kern

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Bundesparteichef Christian Kern

Bei einem „satten Votum“, wie es heißt, kann sich die SPÖ Tirol eine Regierungsbeteiligung vorstellen, allerdings nur bei Verhandlungen mit der ÖVP auf Augenhöhe. Billig werde man es nicht geben, sagt Spitzenkandidatin Elisabeth Blanik.

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