Felipe neue Bundessprecherin der Grünen

Ingrid Felipe wird neue Bundessprecherin der Grünen, EU-Parlamentarierin Ulrike Lunacek Spitzenkandidatin für die Nationalratswahl. Das beschloss der erweiterte Bundesparteivorstand am Freitag in Salzburg.

Die Grünen setzen in der Nachfolge von Eva Glawischnig auf eine Doppelspitze. Ingrid Felipe soll Bundessprecherin werden, Ulrike Lunacek die Partei als Spitzenkandidatin in die Nationalratswahl führen. Das beschloss der 34-köpfige, erweiterte Bundesvorstand der Partei am Freitag in Salzburg einstimmig.

Endgültig beschlossen ist dies noch nicht. Dies obliegt der Bundesversammlung der Grünen, die Ende Juni in Linz tagen wird.

Ulrike Lunacek und Ingrid Felipe

APA/Barbara Gindl

Ulrike Lunacek und Ingrid Felipe

Felipe verweist auf Verpflichtungen in Tirol

Die von Glawischnig bei ihrer Abschiedspressekonferenz noch abgelehnte Aufteilung der Aufgaben begründete Felipe von mit ihren Verpflichtungen in Tirol. Sie trage Verantwortung als alleinerziehende Mutter, aber auch gegenüber Tirol, wo die Regierungszusammenarbeit mit der ÖVP beispielhaft funktioniere.

Felipe will nicht „dauerhaft“ aus Tirol weg

„Ich habe gesagt, ich kann als Parteisprecherin zur Verfügung stehen, nicht als Spitzenkandidatin“, so Felipe. Sie wolle weiter Landeshauptmann-Stellvertreterin bleiben. In ihrem Statement unmittelbar nach der Entscheidung im Erweiterten Bundesvorstand erinnerte sie nicht nur an ihren Sohn, einen „13-jährigen, pubertierenden Burschen“. Glawischnigs Abschied habe generell mit der großen Herausforderung und Belastung dieses Polit-Jobs zu tun, meinte sie.

Bundessprecherin Ingrid Felipe

Sie könne mit ihrer Verantwortung, die sie in Tirol, habe, gut als Sprecherin der Partei tätig sein. Sie wolle jedenfalls als Spitzenkandidatin bei der Landtagswahl in Tirol ins Rennen gehen, so Felipe.

Wahlkampf und Vernetzung

Die Lösung sei, dass es in der Frage, ob nun sie und Lunacek von Glawischnig übernehme, kein Entweder-Oder, sondern ein Sowohl-als-auch gebe. Als Bundessprecherin werde sie Verantwortung für die Ausrichtung der Grünen, die Betreuung des Wahlkampfs und die Vernetzung innerhalb der Partei übernehmen, sollte sie am Bundeskongress gewählt werden.