Zwei Helis abgestürzt - drei Tote

Im Bereich Gramaialm nahe dem Achensee ist am Mittwoch gegen Mittag ein privater Hubschrauber abgestürzt. Zwei Tiroler kamen dabei ums Leben. Rund eine Stunde später starb ein Österreicher bei einem Hubschrauberabsturz in Südtirol.

Der Helikopter vom Typ Bell 47 kollidierte kurz nach 12 Uhr vermutlich mit dem Transportseil einer Materialseilbahn und stürzte daraufhin ab, sagte eine Polizeisprecherin. Beim Aufprall habe der Helikopter Feuer gefangen. Er sei dann kurze Zeit später gelöscht worden, für die beiden Insassen kam aber jede Hilfe zu spät.

Bei den beiden verunglückten Personen handelt es sich um zwei Tiroler - 52 und 55 Jahre alt. Eine Obduktion der Leichen wurde angeordnet. Das Wrack wurde von der Sicherheitsunfalluntersuchungsstelle des Bundes - ehemals Flugunfallkommission - sichergestellt.

Hubschrauber brannte komplett aus

Karte

ORF

Die Unfallstelle liegt acht Kilometer südwestlich des Achensees

Erlaubte Flughöhe unterschritten

Der Hubschrauber habe eine deutsche Kennung gehabt, hieß es seitens der Polizei. Warum der Helikopter diese Route flog und ob er dazu berechtigt war, sei vorerst unbekannt und Gegenstand von Ermittlungen des Landeskriminalamtes in Zusammenarbeit mit der Flugaufsicht.

Keine Landegenehmigung auf Gramaialm

Genehmigung für diesen Flug gab es laut Land Tirol keine. Diese sei auch nicht notwendig, wenn im Bereich, wo das Unglück passierte, keine Landung geplant war.

Offenbar hat der Pilot aber die erlaubte Mindestflughöhe unterschritten, so Klaus Hohenauer von der Luftfahrtbehörde des Landes. Man gehe davon aus, dass der Hubschrauber mit dem Seil der Materialseilbahn kollidierte. Dieses liegt deutlich unter der Mindestflughöhe.

Hubschrauber bei Pfunders abgestürzt

Aus einer Schlucht zwischen Pfunders und dem Weiler Dun im Pfunderer Tal stiegen kurz nach 13.30 Uhr Rauchschwaden auf. Auf der Wiese auf etwa 1300 Metern lag ein zertrümmerter und ausgebrannter Kleinhelikopter. Der Pilot kam aus der Toskana, war kurz zuvor in Bozen zwischengelandet und wollte dann nach Salzburg fliegen. Augenzeugen wollen beobachtet haben, dass der Hubschrauber - ein amerikanisches Fabrikat - schon vor dem Absturz gebrannt und dass es einen Knall gegeben hatte. Als Unglücksursache wird deshalb ein technischer Defekt vermutet.

Zwei Hubschrauberabstürze

In Südtirol und in Tirol ist es zu zwei Hubschrauberabstürzen gekommen. Am Achensee starben zwei Menschen. In Pfunders im Pustertal kam ein Mensch ums Leben.

Beim Absturz streifte der Helikopter auch eine Stromleitung. Der Pilot starb in dem Hubschrauber-Wrack. Nach Angaben der italienischen Nachrichtenagentur ANSA handelt es sich um einen 75-jährigen Tiroler. Die Carabinieri sperrten die Unfallstelle weiträumig ab.