Jubiläumsfeier zu 40 Jahre Rundfunkverträge

Am Freitag hat in Bozen ein Festakt zum 40-jährigen Jubiläum der Rundfunkverträge stattgefunden. Seit 1974 können in Südtirol Fernseh- und Hörfunkprogramme des ORF, des ZDF, der ARD und der SRG empfangen werden.

Am 18. Jänner 1974 wurde in Südtirol Geschichte geschrieben. Landeshauptmann Silvius Magnago, ORF-Generalintendant Gerd Bacher und ZDF-Justitiar Ernst Fuhr vereinbarten, dass die deutschsprachigen Fernsehprogramme in Südtirol ausgestrahlt werden dürfen. Später kam es auch zu entsprechenden Abmachungen mit der ARD und SRG.

Vertragsunterzeichnung

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Vertragsunterzeichnung am 18. Jänner 1974

Diese Vereinbarung mit den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten Österreichs, Deutschlands und der Schweiz bilden die rechtliche Basis dafür, dass die Programme von ARD, ZDF, SRG und ORF legal in Südtirol empfangen werden kann. Am Freitag wurde dieser autonomie- und kulturpolitische Meilenstein im Bozner Merkantilpalast gefeiert.

ORF Tirol-Landesdirektor Helmut Krieghofer betont die gute Zusammenarbeit mit der RAS.

Die Verträge von 1974 bildeten auch den Grundstein für die Gründung der Rundfunkanstalt Südtirol. Mittlerweile strahlt die RAS 18 Fernseh- und 20 Hörfunkprogramme aus dem deutschen Sprachraum aus.

Jubiläumsfeier 40 Jahre Rundfunkvertrag

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Vor allem dem ORF war Südtirol ein Herzensanliegen. 1974 entstand das ORF-Büro in Bozen. Die Berichterstattung aus dem „zehnten Bundesland“, wie Südtirol oft bezeichnet wird, wurde ausgebaut.

„Südtirol heute“ seit dem Jahr 2000

1988 erhielt Südtirol das zweite ORF-Fernsehprogramm. In den 1990er-Jahren wurde die Richtfunkleitung Innsbruck-Bozen in Betrieb genommen. Und im Jahr 2000 flimmerte erstmals „Südtirol heute“ über die Bildschirme - eine Erfolgsgeschichte wie LH Günther Platter und der kaufmännische Direktor des ORF, Richard Grasl, betonen.

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Um die Bedeutung der Rundfunkverträge zu unterstreichen, wurde am Freitag in Reden und einem Filmbeitrag ein Blick zurück geworfen. So sei im Südtirol der 60er Jahre einzig und allein das Programm der RAI ausgestrahlt worden, der deutschsprachige Sendeanteil im TV beschränkte sich auf zehn Minuten täglicher Nachrichten. Um auch an das Signal der Radio- und Fernsehprogramme aus den Nachbarländern zu kommen, seien bis in die frühen 70er Jahre nicht weniger als 300 private (und illegale) Sendeanlagen improvisiert worden, die erst mit dem Abschluss der heute gefeierten Rundfunkverträge obsolet geworden sind.

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