Rettungsangebot für die „Eule“

Das Land Tirol hat dem von der Schließung bedrohten Therapiezentrum Eule ein Rettungsangebot gemacht. Der Zuschuss für Therapieleistungen, der Anfang des Jahres gekürzt worden war, könnte nun doch wieder erhöht werden.

In Therapiezentrum Eule, das der Lebenshilfe gehört, werden 700 Kinder betreut. Groß war die Aufregung bei Eltern und Therapeuten, als das Land Ende letzten Jahres der Eule den Zuschuss für Therapieleistungen für Kinder gekürzt hatte - mehr dazu in Bevorzugung von Therapien bei „Eule“ beendet.

Eule musste Leistungen einschränken

Auf Anregung des Landesrechnungshofes hat das Land den Tarif, den das Therapiezentrum für Logopädie und Ergotherapie bekommt, auf 44 Euro gesenkt. Genau so viel bekommen auch niedergelassene Therapeuten. Die Eule hat daraufhin die Leistungen eingeschränkt.

Therapiezentrum Eule

ORF

Die Lebenshilfe muss entscheiden, ob sie auf das Angebot des Landes eingeht.

Der Eigentümer, der Verein Lebenshilfe, kommt nicht länger für Verluste auf. Die Eltern stiegen auf die Barrikaden. Jetzt könnte der Tarif für die Eule vorübergehend doch wieder angehoben werden, auf 52 Euro wie der zuständige Soziallandesrat Gerhard Reheis (SPÖ) sagt. Allerdings nur so lange bis sich Land, Krankenkasse und Therapeutenvertreter auf ein Modell geeinigt haben, wie in Tirol künftig Therapieleistungen für Kinder mit Beeinträchtigungen angeboten und finanziert werden sollen. Ob die Eule den angebotenen höheren Tarif annimmt und damit das Therapiezentrum weiter arbeiten kann, ist noch offen.

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