Mehrere Orte nicht erreichbar, Bahnstrecken gesperrt
Gesperrt ist am Samstagvormittag die Paznauntalstraße ab dem Ortsteil Nederle der Gemeinde Kappl. Ischgl und Galtür sind daher wieder von der Umwelt abgeschnitten. Ebenfalls nicht erreichbar sind im Lechtal alle Ortschaften oberhalb von Holzgau wie etwa Steeg. Gegen 9.30 Uhr musste auch beim Grenzübergang Scharnitz die Straßen- und Bahnverbindung wegen Lawinengefahr gesperrt werden.
Suche nach Ersatzquartier
Anreisende Gäste werden daher dringend ersucht, die Anreise zu verschieben bzw. sich für die kommende Nacht rechtzeitig um Ersatzquartier zu bemühen. Unterstützung bei der Quartiersuche kann über die Tourismus-Info-Stelle in der Trofana-Rast-Tyrol in Mils bei Imst erhalten werden (Tel-Nr 0043 (0) 5418-601). Unterstützung bieten auch die Mitarbeiter des Tourismusverbandes Paznaun - Ischgl unter der Telefonnummer 0043 (0) 50990.
Lawinen können groß werden
Mit Ausnahme des östlichen Unterlandes, der Tuxer Alpen und Osttirols abseits des Alpenhauptkamms ist die Lawinengefahr verbreitet groß. Das entspricht der Stufe vier auf der fünfteiligen Skala. Lawinen können auch in die Altschneedecke durchreißen und damit ein großes Ausmaß annehmen, heißt es beim Lawinenwarndienst. Außerdem bestehe weiterhin eine Gefahr durch Gleitschneelawinen, die ebenfalls exponierte Verkehrswege erreichen können. Mehr dazu im Lawinenlagebericht des Landes Tirol.
Das Land zeigt sich ob der Lawinengefahr gewappnet, Lawineneinsatzzüge des Bundesheeres in Landeck und St. Johann sind in Alarmbereitschaft, auch Hubschrauber in Schwaz stehen bereit.
Blockaden durch umgestürzte Bäume
Umgestürzte Bäume blockierten unter anderem die Unterinntalstraße zwischen Stans und Jenbach. Auf der Karwendelbahn zwischen Innsbruck und Scharnitz fiel ein Baum in die Oberleitung, sodass der Bahnbetrieb am Samstagmorgen eingestellt werden musste. In Imst fiel die 110-KV-Anlage der Tiwag aus. Über 7.000 Haushalt waren am Samstag zwischen 3.00 und 4.00 Uhr ohne Strom.
Unter den Schneemassen leiden derzeit auch die Veranstalter des Hahnenkammrennens in Kitzbühel. 300 Freiwillige standen die Nacht über im Einsatz - mehr dazu in Bangen um Abfahrt in Kitzbühel.
Publiziert am 21.01.2012

