Wahl zum Hörspiel des Jahres

Insgesamt 17 Produktionen von Ö1 und zwei aus dem ORF Landesstudio Tirol Hause stehen zur Wahl des Hörspiels des Jahres. Die Wahl läuft bis 19. Jänner, am 23. März wird der Sieger bekannt gegeben.

Am Beginn des Jahres 2017 gingen zwei Hörspielpreise für Arbeiten von 2016 nach Tirol – der Radiopreis der Erwachsenen und den Kritikerpreis zum „Hörspiel des Jahres“ - mehr dazu in Hohe Auszeichnung für Martin Sailer und Hörspiel des Jahres: „Sturm und Zwang“. Heuer ist Tirol bei der Wahl zum Hörspiel des Jahres mit Produktionen von Uli Brée und Andreas Vitasek prominent vertreten.

„Grünmandl oder Das Verschwinden des Komikers“

Schon früh ist Andreas Vitasek ein Bewunderer Otto Grünmandls geworden, nun verbeugte er sich mit einer ganz speziellen Arbeit vor dem Altmeister. Er hat Gedichte, Prosa und Kabarettistisches Grünmandls zu einem farbenreichen Solo-Hörspiel geformt, wobei er von Florian Grünmandl beraten wurde: „Grünmandl oder Das Verschwinden des Komikers.“

Vitasek bei der Aufnahme Studio 3 Grünmandl
ORF
Andreas Vitasek

Bestechend dabei ist, dass Andreas Vitasek keinerlei Nähe zum Stil Grünmandls sucht, sondern ganz und gar eigenständig bleibt. Faszinierend zeigt er so, wie unverändert treffsicher die Texte des von ihm bewunderten Hallers Otto Grünmandl sind und wie großartig er Texte für sich formen kann.
Tontechnik: Peter Kircher.

„Mazeltov, Adolf!“, ein Livehörspiel

Julia Gschnitzer, Rafael Haider, Charly Rabanser, Harald Windisch und der Musiker Siggi Haider haben fulminant ein höchst ungewöhnliches Spiel über die Bühne gebracht, wobei Autor Uli Brée eine fiktive Geschichte mit wahren Begebenheiten verband.

Der fiktive Strang: Alois, Spitzenkandidat der Rechten Bewegung, sucht in Begleitung seines Assistenten und Geliebten den Bergbauernhof seiner Mutter auf, die ihn dort unter großen Mühen aufgezogen hat. Ein Kamerateam soll aufkreuzen, um mit Alois und seiner Mutter Hedwig eine rührende „home story“ zu drehen. Doch Hedwig durchkreuzt den Plan – sie hat einen unerwarteten Gast dazu gebeten, um eine lange verschwiegene Geschichte aufzurollen.

Live Hörspiel
ORF

Der reale Hintergrund des Stückes: NS-Kindertransporte ins KZ machten in Landeck Station, wo die Kinder – wie zynisch! – sich kurz erholen sollten, damit sie den Rest der Reise zu ihrer Ermordung durchstehen würden. Eine mutige Frau hat damals an die 50 Kinder retten können.
Für die Tontechnik zeichneten Michael Mangweth und Jürgen Brunner verantwortlich.

Einsendeschluss am 19. Jänner

Genaue Informationen über alle Hörspiele des Bewerbs finden Sie auf der Internetseite von Ö1. Sie können Ihren Favoriten auch via Postkarte küren: ORF Hörspiel, Argentinierstraße. 30a, 1041 Wien. oder via E-Mail: hoerspiel@orf.at.

Einsendeschluss ist der 19. Jänner, am 23. Februar wird das Siegerstück bekanntgegeben werden. Um ein möglichst repräsentatives Ergebnis zu erreichen, bleiben offensichtliche „Kampagnen“ unberücksichtigt. Unter den Einsendungen werden 30 ORF-CDs verlost.

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