Rodelausflug Hoher Sattel bei Leutasch

Eine Naturrodelbahn, die ein bisschen Geheimtipp-Charakter hat, ist jene in Leutasch auf den Hohen Sattel. Die knapp drei Kilometer lange Bahn hat schöne Kurven und gerade Abschnitte, aber ist in Summe ziemlich steil.

Einkehr gibt es am Hohen Sattel keine, was vielleicht dazu beiträgt, dass die überaus schöne Bahn vom großen Ansturm an Rodlern verschont bleibt.

Rodeltipp
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An Schnee mangelt’s am Hohen Sattel heuer nicht.
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Viele Familien mit Kleinkindern kommen zum Hohen Sattel, da kleine Kinder die Einkehr am wenigsten vermissen.

Charakter: spannende, steile Bahn, bei Familien beliebt
Entfernung: Bahnlänge 2,6 km; 400 Hm; Gehzeit 1 ¼ Std.
Ausgangspunkt: Leutasch, Ortsteil Ahrn, gebührenfreier Parkplatz am Ausgangspunkt

Karten:

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Der Hohe Sattel (1.495 m) ist die markante Einsattelung südlich der auffälligen Ahrnplattenspitze (2.171 m) hinüber nach Gießenbach/Scharnitz. Dort hinauf führt durch ein einsames Hochtal, stets im Wald die Naturrodelbahn Hoher Sattel. Eine spannende Bahn mit zahlreichen Kurven, die sich gut „ausfahren“ lassen.

Speziell der obere Teil der Bahn ist aber auch sehr steil und dementsprechend schnell kann es hier auf der Rodel bergab werden, während man beim Aufstieg auch gefordert wird. Speziell dann, wenn die begleitenden Kinder in der Rodel gezogen werden, leisten die Eltern dann „Schwerarbeit“. Die fehlende Einkehr am höchsten Punkt ist für einige Rodler womöglich ein Manko, während viele andere dies gerade als Vorteil sehen, da die großen „Massen“ damit eher nicht mit ihrer Rodel zum Hohen Sattel pilgern.

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Frieda genießt den „traumhaften“ Aufstieg.

Der Ausgangspunkt liegt im Leutascher Ortsteil Ahrn. Es gibt, von Seefeld kommend, zwei Möglichkeiten der Anfahrt. Mit Erreichen von Leutasch-Weidach kann man bald rechts am M-Preis vorbei von der Hauptstraße in Richtung Emmat abzweigen. Stets der Straße folgend kommt man so zum Parkplatz der Rodelbahn. Die zweite Möglichkeit bietet die Weiterfahrt von Weidach auf der Hauptstraße über den Ortsteil Gasse und Ahrn in Richtung Mittenwald. Im Ortsteil Ahrn, kurz vor dessen Ende, biegt man wiederum rechts ab und überquert die Leutascher Ache, wo nach der Brücke wiederum der gebührenfreie Rodlerparkplatz (1100 m) erreicht wird.

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Am Hohen Sattel (1.495 m)

Der Aufstieg zum Hohen Sattel erfolgt über die Rodelbahn. Stets im Wald geht’s dem Ziel entgegen, wobei in einigen Kurven auf Herunterrodelnde geachtet werden soll, das heißt dort sollte man nicht nebeneinander gehen. Nach ca. 1 ¼ Std. erreicht man die weite Waldlichtung auf Grathöhe – den Hohen Sattel (1495 m). Dort oben erwartet die Rodler neben zwei Rastbänken eine kleine, aber feine Aussicht: Westwärts zeigt sich über der Waldschneise der Bahn die Hohe Munde und nordöstlich überm Sattel ragt die felsige Ahrnplattenspitze auf.

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Und von nun an geht’s bergab!

Sendungshinweis

„Hallo Wochenende“, 2.3.2018

Die Abfahrt bringt dann reinstes Rodelvergnügen. Die Bahn ist meistens in perfektem Zustand, sprich kaum eisig und mit wenigen Mugeln garniert. Die Steilheit der Bahn und die oft guten Verhältnisse verleiten zu sehr schnellem Rodeln, wobei man allerdings an die aufsteigenden Rodler denken soll. Hubert Gogl wünscht einen schönen Rodelausflug in die tiefstwinterliche Leutasch!

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