Mit den Haustieren gut durch den Winter

Auch wenn unsere Haustiere rund ums Jahr gut versorgt und beschützt sind: Jetzt im Winter gibt es einiges zu beachten, damit unsere Lieblinge gut durch die Kälte kommen. Nicht alle Vierbeiner fühlen sich wohl, wenn sie in dieser Jahreszeit zu lange draußen sind.

Den meisten Haustieren geht es im Winter wie uns Menschen auch: Solange wir im Schnee herumtollen können und uns an der frischen Luft bewegen, macht uns die Kälte nichts aus.

Drei Leonberger im Schnee
ÖKV
Diesen drei prächtigen Leonbergern wird auch im Winter nicht kalt.

Jedes Tier braucht ein geschütztes Plätzchen

Langes Stehen oder Sitzen, möglicherweise noch dazu in kalter Zugluft, mögen Zwei- und Vierbeiner gar nicht. Es gibt wenige Hunderassen, die einen Winter im Freien unbeschadet überstehen können. Huskies und große robuste Hunde mit dichtem Fell vielleicht ausgenommen. Aber auch sie sind dankbar für eine schützende und vor allem trockene Hütte mit Decken zum Liegen.

Hund im Schnee
privat
Auch kleine Hunde lieben Spaziergänge im Schnee.

Pfotenpflege für Hunde

Spaziergänge im Schnee lieben die meisten Hunde. Damit aber vor allem die Pfoten nicht leiden, gibt es einiges zu beachten, rät der Innsbrucker Tierarzt Peter Szabados. Bei langhaarigen Hunden sollte das Fell an den Pfoten kurz geschnitten werden, außerdem kann man die empfindlichen Ballen mit Vaseline oder Melkfett eincremen, um sie vor Eiskristallen, Splitt oder Streusalz zu schützen. Für sehr empfindliche Hunde gibt es eigene Pfotenschuhe zu kaufen.

Hund im Schnee
privat
Mit der richtigen Pfotenpflege kommt Ihr Hund auf jeden Fall gut durch den Winter.

Katzen kommen gerne in die Wärme zurück

Auch freilaufende Katzen werden sich von Spaziergängen im Freien nicht abhalten lassen. Sie genießen ihre Freiheit aber deutlich kürzer als im Sommer und kommen nach ein paar Stunden gerne in die warme Stube zurück. Die ganze Nacht oder auch tagsüber ausgesperrt zu bleiben, behagt ihnen im Winter nicht. Außerdem besteht Erkältungsgefahr, warnt Tierarzt Peter Szabados.

schwarze Katze mit Schnee auf dem Rücken
privat
„Mal kurz in den Schnee ist lustig, aber dann bitte wieder in die Wärme! Ich bin ja keine Schneekatze“, sagt Simba
Tierarzt Dr. Szabados
privat
Tierarzt Dr. Peter Szabados

Kaninchen nur gut geschützt im Freien halten

Kaninchen können im Winter zwar im Freien gehalten werden, brauchen dafür aber einen besonderen Schutz. Ein Gitterkäfig an einer zugigen Stelle ist dafür gänzlich ungeeignet, warnt Tierarzt Szabados. Ein stabiler Stall aus Holz, der mit Styropor oder zumindest Decken abgedichtet wird, kann mehreren Kaninchen ein behagliches Zuhause im Freien bieten. Eine dicke Schicht Stroh und Heu müssen selbstverständlich sein. Außerdem muss täglich überprüft werden, ob das Wasser nicht gefroren ist. Vor allem die Selbsttränken frieren im Winter ständig zu. Wohl fühlen sich die Langohren wirklich nur dann, wenn sie sich mindestens zu zweit aneinander kuscheln können. Bei der Haltung von Kaninchen im Freien ist außerdem zu bedenken, dass die Besitzer zum Saubermachen selbst hinaus in die Kälte müssen. Ein regelmäßiges Ausmisten des Stalles ist natürlich auch im Winter unerlässlich.

Meerschweinchen sind im Winter Hausbewohner

Meerschweinchen sind weniger robust als Kaninchen, sie sollten im Winter ins Haus geholt werden. Im Gegensatz zu Kaninchen, die zum Auslauf durchaus gerne übermütig im Schnee herumspringen, können Meerschweinchen dem nichts abgewinnen. Ihre papierdünnen nackten Ohren und die haarlosen Ballen können leicht erfrieren, so Tierarzt Peter Szabados.

Sendungshinweis:

„Radio Tirol am Vormittag"
14. 1. 2017 ab 10 Uhr

Vorsicht vor Zugluft

Für alle Tiere im Haus gilt: Vorsicht vor kalter Zugluft! Vögel, die in Käfigen am Fenster gehalten werden, sind besonders empfindlich. Auch kleine Haustiere wie Mäuse oder Hamster sind in ernster Gefahr, weil Erkältungen oft nicht rechtzeitig bemerkt werden.

Schenken Sie Ihren Lieblingen also noch mehr Aufmerksamkeit, als ohnehin schon. Dann kommen Sie mit den Haustieren ganz bestimmt gut durch den Winter.

Lydia Gallo Gau, tirol.ORF.at

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